Krieg in der Ukraine

18 Monate alter Junge stirbt durch Putins Bomben

Kirill (18 Monate) stirbt nach Granatenbeschuss Krieg in der Ukraine
01:04 min
Krieg in der Ukraine
Kirill (18 Monate) stirbt nach Granatenbeschuss

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Kein Mensch sollte seine eigenen Kinder beerdigen müssen. Erst recht nicht, wenn ein so junger Mensch wie der 18 Monate alte Kirill aus Mariupol (Ukraine) so plötzlich aus dem Leben gerissen wird. Das Kleinkind war am Freitag (4. März) nach einem Angriff russischer Truppen von einem Granatsplitter schwer verletzt worden. Im Krankenhaus von Mariupol konnten die Ärzte nichts mehr für das Kind tun.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker

Kirill (18 Monate) stirbt nach Beschuss von Mariupol durch russische Armee

Es ist der blanke Horror für die Eltern. Mutter Marina und Stiefvater Fedor bringen ihren Kirill in eine Decke gewickelt in das Krankenhaus. Der 18 Monate alte Junge ist bereits bewusstlos. Wie die französische Nachrichtenagentur AP berichtet, soll zuvor eine von der russischen Armee abgefeuerte Granate das Wohnhaus der Eltern getroffen haben. Minutenlang kämpfen die Ärzte um Kirills Leben – vergeblich. Mama Marina bricht in den Armen ihres Freundes zusammen. Ihr Kind ist gerade gestorben.

Lese-Tipp: Irpin: Russische Mörsergrananten töten Mutter und ihre Kinder auf der Flucht

Ukraines First Lady: Berichten Sie über diese schrecklichen Fakten

Den Fall des kleinen Kirill greift auch Ukraines First Lady, Olena Selenska auf. In einem Post bei Instagram-Post appelliert sie „an alle aufrichtigen Medien dieser Welt: berichten Sie über diese schrecklichen Fakten. Russische Invasoren töten Kinder.“ Die Ukrainerin fordert außerdem, die Bilder deren russischen Müttern zu zeigen. „Sie sollen wissen, was ihre Söhne in der Ukraine tun. Wer stillschweigend diesen Verbrechen zustimmt, trägt persönlich Mitverantwortung für den Tod jedes ukrainischen Kindes.“ Selenska spricht sich darüber hinaus für eine Flugverbotszone in der Ukraine aus: „NATO-Staaten! Sperrt endlich den Luftraum für russische Flugzeuge! Rettet unsere Kinder, damit Eure eignen morgen nicht sterben!“

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Ukraine und Russland: Streit um humanitäre Korridore

Beschuss von Mariupol
Rauch steigt auf nach dem Beschuss durch russische Streitkräfte im ukrainischen Mariupol. Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa
deutsche presse agentur

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