Alle neuen EntwicklungenLöwen-Suche in Berlin - LIVE-TICKER: Innenminister: Suchaktion "absolut angemessen"

Aufatmen in Berlin!
Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) ist nach dem Austausch mit zwei unabhängigen Experten sicher: Bei dem Tier handelt es sich NICHT um einen Löwen, sondern eher um ein Wildschwein. Alle Entwicklungen zur Raubtier-Suche lesen Sie in unserem Live-Ticker. Im Video erklärt der Bürgermeister, warum die Löwin eher ein Wildschwein ist.

Uli Vonstein

Innenminister: Suchaktion "absolut angemessen"

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) hat den Großeinsatz der Polizei bei der Suche nach einer mutmaßlichen Löwin in Kleinmachnow südlich von Berlin verteidigt. "Die Sicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität", sagte Stübgen. "Nach den ersten Hinweisen konnte nicht ausgeschlossen werden, dass wir es mit einem Raubtier zu tun haben - und es wäre auch nicht das erste gefährliche Tier gewesen, das in unserer Region ausgerissen ist." Die Maßnahmen seien daher "absolut angemessen" gewesen. Er danke allen beteiligten Einsatzkräften.
(kra)

Irre Wende! "Löwin ist vermutlich eher ein Wildschwein"

Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) ist nach dem Austausch mit zwei unabhängigen Experten sicher: Bei dem Tier handelt es sich NICHT um einen Löwen, sondern eher um ein Wildschwein. Bei der Pressekonferenz zeigte er Screenshots des angeblichen Löwen-Videos. Darauf wurde das Bild eines Löwen gelegt, um die Unterschiede zu einem Wildschwein zu demonstrieren. Der Schwanz einer Löwin würde sich beim Gehen bewegen. Auch der Rückenverlaufe passe nicht zu einer Löwin. Dieser sei, wie bei einem Wildschwein, rund. „Ich würde meine Hand aufs Feuer legen, aber nicht ins Feuer!", so Grubert. 
Die über 100 Polizisten, die das Tier in den vergangenen über 24 Stunden gesucht haben, werden nun abgezogen. Eine Gefährdung gibt es nun nicht mehr. 


Jan Dafeld

GdP hält Polizei-Einsatz für nachvollziehbar

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält den Einsatz zur Gefahrenabwehr bei der Suche nach einem vermeintlichen Raubtier südwestlich von Berlin für nachvollziehbar. Der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke teilte mit: "Es ist völlig klar, dass die Polizei Hilfe leistet, wenn es zu einer gefährlichen Situation aufgrund eines entflohenen Wildtieres kommt."

Es sei in der Nachbearbeitung des Einsatzes zu prüfen, ob die Polizeien in Deutschland für solche und ähnliche Einsätze "das geeignete technische Material und ausreichende personelle Ressourcen" besitzen, sagte Kopelke. "Dieser Auffassung ist die GdP nicht." Zudem forderte die Gewerkschaft ein bundesweit geltendes Verbot der privaten Haltung gefährlicher Wildtiere. 
Jan Dafeld

Endgültige Gewissheit morgen Vormittag?

Laut Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert wertet das Leibniz-Institut noch eine Haar- und Kotprobe vom Aufnahmeort des Clips aus. Das Ergebnis soll morgen Vormittag vorliegen und endgültige Gewissheit geben, dass es sich bei dem gesichteten Tier um ein Wildschwein und nicht um einen Löwen handelte.

Polizei konnte Tier noch nicht fangen

„Wir sind mit massiven Kräften vor Ort zum Schutz der Bevölkerung“, sagte Polizeisprecherin Kerstin Schröder. Die Menschen sollten achtsam sein und etwa Spaziergänge in Wäldern vermeiden.

Neben den Einsatzkräften der Polizei sind auch eine Tierärztin und zwei Jäger mit Waffen vor Ort. Wenn man das Tier finde, werde entschieden, ob man mit Betäubung arbeite oder es erschießen müsse. „Das wird je nach Situation entschieden“, so eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Die Suche nach dem Raubtier sei eine große Herausforderung. Auch Drohnen sind im Einsatz.

Lese-Tipp: "Wer das Tier sieht, sollte es unmittelbar der Polizei melden"

Die Polizei in dem Gebiet südlich von Berlin läuft seit Stunden, bisher ohne Erfolg. Weitere Einzelheiten sind bisher nicht bekannt. Rätselhaft ist die Herkunft des Tieres: Bisher hat kein Zoo, Tierpark, Zirkus oder eine Einzelperson eine Großkatze als vermisst gemeldet.

20.07.2023, Brandenburg, Kleinmachnow: Polizeifahrzeuge sind bei einer Suchaktion nach einem freilaufenden gefährlichen Wildtier im Bereich der südlichen Landesgrenze von Berlin zu sehen. Ein gefährliches Wildtier ist in der Nacht zum Donnerstag in Brandenburg entlaufen und hat eine große Suchaktion ausgelöst. Wie die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, suchten Einsatzkräfte mit Hubschraubern in Kleinmachnow und angrenzenden Gemeinden nach dem Tier. Foto: Sven Käuler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Polizei sucht in Brandeburg nach gefährlichem Wildtier
nic, dpa, Sven Käuler

Video: Das sagt ein Raubtierexperte

Einsatzkräfte suchen mit Hubschraubern in Kleinmachnow und angrenzenden Gemeinden nach dem Tier. Unter anderem wurde die Bevölkerung mithilfe der NINA-WarnApp gewarnt.

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Autofahrer sieht, wie sie ein Wildschwein frisst

20.07.2023, Brandenburg, Kleinmachnow: Ein Mann steht mit einem Gewehr bei einer Suchaktion nach einem freilaufenden gefährlichen Wildtier im Bereich der südlichen Landesgrenze von Berlin. Ein gefährliches Wildtier ist in der Nacht zum Donnerstag in Brandenburg entlaufen und hat eine große Suchaktion ausgelöst. Wie die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, suchten Einsatzkräfte mit Hubschraubern in Kleinmachnow und angrenzenden Gemeinden nach dem Tier. Foto: Sven Käuler/TNN/dpa - ACHTUNG: Person , Kennezichen und Schild auf Pkw wurden aus rechtlichen Gründen gepixelt +++ dpa-Bildfunk +++
Die Polizei sucht in Brandenburg nach einem gefährlichen Wildtier
dpa, Sven Käuler

Ein Autofahrer hatte dem Sender RBB zufolge die Raubkatze gegen Mitternacht im Bereich Stahnsdorfer Damm/Märkische Heide gesehen und gefilmt, wie sie ein Wildschwein frisst. Seitdem sei sie verschwunden. Man vermute, dass die Löwin in einem kleinen Waldgebiet sei und schlafe, heißt es weiter.

In Kleinmachnow sind Kitas geöffnet, die Kinder dürften aber das Gebäude nicht verlassen, sagte eine Gemeinde-Sprecherin. Auch das Rathaus bleibe offen.

Video: Das sagen die Anwohner