„Die Fakten liegen klar auf dem Tisch. Hier handelt es sich nicht um eine einfache Körperverletzung – hier wurde ein Mensch auf brutale und skrupellose Weise getötet”, begründet Bruder Ismail im Gespräch mit RTL seine Enttäuschung.
Das Landgericht Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) sieht eine Körperverletzung mit Todesfolge und eben keinen Totschlag, der Verurteilte könnte so in zehn Jahren wieder auf freiem Fuß sein. Für die Familie „unerträglich”, das sei eine „schwerwiegende Verfehlung der Gerechtigkeit” – die aber nicht sonderlich überrasche.
Die Angehörigen von Serkan Çalar legen bereits am Donnerstag über ihren Rechtsanwalt Revision ein und wollen vor dem Bundesgerichtshof um eine härtere Strafe kämpfen, mindestens eine Verurteilung wegen Totschlags erreichen. „Zurück bleiben zwei Waisenkinder, eine tief trauernde Mutter, ein gebrochener Vater und Geschwister, die mit diesem unermesslichen Verlust ihr ganzes Leben lang leben müssen.” Das Leid werde „niemals enden“.