Erst vor ein paar Tagen verkündet Spahn die frohe Botschaft. Mit strahlendem Gesicht zeigt er sich mit seinem Ehemann und seinem kleinen Sohn. Das Kind wurde durch eine Leihmutter in den USA ausgetragen. Während sie mit seinem Sohn schwanger war, nahm Spahn noch einen Antrag gegen die Legalisierung von Leihmutterschaft in Deutschland an. All das wurde ihm jetzt zum Verhängnis. Nach scharfer Kritik aus den eigenen Reihen tritt er als Unionsfraktionschef zurück.
„Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt." So begründet Spahn seine Entscheidung in einem Schreiben an die Fraktion. Bundeskanzler Friedrich Merz nennt Spahns Rücktritt richtig und unvermeidlich.
Es ist nicht das erste Mal, dass Jens Spahn in der Kritik steht. Schon die mutmaßliche Verschwendung von Steuergeldern und fragwürdigen Vergabeverfahren bei der Maskenaffäre während der Corona Pandemie hatten den ehemaligen Gesundheitsminister schwer belastet.
„Da war in den letzten Jahren einiges zusammengekommen und jetzt ging es an die Substanz der Partei. Jetzt ging es um das Fundament einer Partei, die sich ja in besonderer Weise moralischen, ethischen Fragen und Themen verpflichtet fühlt. Und wenn du an das Fundament gehst, dann gibt es doch viele, die sagen So, jetzt ist Schluss, Das ist genau ein Schritt zu viel."
Viele Bürger gehen nicht so hart mit Spahn und der Leihmutterschaft ins Gericht wie seine eigene Partei.