Der Mann soll Diana dann mehrfach vergewaltigt haben. Währenddessen kommt sie immer wieder kurz zu sich.
„Und ich konnte mich nicht wehren. Also, die Arme Beine war wie Pudding und mein. Mein Gehirn war wie. Wie Watte, wie Pudding.”
Die 36-Jährige ist mit ihrem Schicksal nicht allein.
Laut einer neuen Studie des Bundeskriminalamts wird in ihrem Leben jede 15. Frau und jeder 27. Mann einmal Opfer von K.o.-Tropfen. Besonders betroffen sind junge Frauen. Die Dunkelziffer ist aber laut Experten deutlich höher
Das Problem: Viele Stoffe verschwinden schnell wieder aus dem Körper und sind dadurch im Nachhinein schwer nachzuweisen.
Aber nicht nur das:
„Ein anderes Problem ist, dass es eine unglaublich große Anzahl an verschiedenen Stoffen gibt aus verschiedenen Substanzgruppen. Und im Grunde, um so was wirklich auszuschließen, muss man eine umfassende Analytik machen. Die ist aber natürlich arbeitsaufwendig, kostenintensiv und wird in den allermeisten Fällen so nicht durchgeführt.”
Dadurch bleibt in vielen Fällen nur der Verdacht, dass etwas im Getränk war.
Am häufigsten werden K.O Tropfen in Bars und Clubs verabreicht. Bei manchen Veranstaltungen gibt es deshalb sogenannte Awareness Teams die vor Ort helfen, aber auch aufklären.
„Wenn da jemand sitzt, fragen Ist alles in Ordnung? Man sollte, wenn jemand anfängt, zusammenzusacken oder irgendwie komisch zu sein, sollte ich da hingehen. Ich sollte mich verantwortlich fühlen, dieser Person zu helfen.”
Für Diana H. ist der Alltag bis heute nicht wieder derselbe. Sie kann nicht arbeiten und ist in Therapie.
„Und hat dann diagnostiziert, dass ich eine mittelgradige Depression habe und eine posttraumatische Belastungsstörung. Es hat was in mir getötet. Wenn man es so sagen will”
Die Ermittlungen in ihrem Fall laufen noch. Diana H. wartet auf Gerechtigkeit.
Und sie versucht, sich zurückzuholen, was ihr an diesem Abend genommen wurde: die Kontrolle über ihr eigenes Leben.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche