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Corona-App leuchtet rot: Was muss ich jetzt tun? Die wichtigsten Fragen & Antworten

Die wichtigsten Fragen und Antworten

Was muss ich tun, wenn die Corona-App rot ist?

Was tun bei roter Warn-App? Corona-Warn-App leuchtet rot
02:19 min
Corona-Warn-App leuchtet rot
Was tun bei roter Warn-App?

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"Erhöhtes Risiko" in der Corona-App: Das sollten Sie jetzt tun

Die Omikron-Welle überrollt aktuell nicht nur unsere Nachbarländer, sondern ist auch bei uns in Deutschland ein großes Thema. Die Fälle häufen sich, sodass es mitunter keine Überraschung ist, wenn plötzlich Ihre Corona-Warn-App rot leuchtet und ein „Erhöhtes Risiko“ anzeigt. Dass man selbst zur Kontaktperson wird, geht manchmal schneller als gedacht. War es der Einkauf im Supermarkt oder doch der Kumpel, mit dem man sich im Restaurant getroffen hat? Wir erklären, was zu tun ist. Was es sonst noch zu beachten gilt, das sehen Sie im Video.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de

Das bedeutet die rote Corona-App

Rund 40 Millionen Mal wurde die App bis jetzt heruntergeladen. Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage zu mindestens einer mit Corona infizierten Person hatten, zeigt die Corona-Warn-App Ihnen nach dem Öffnen ein rotes Quadrat an, inklusive der Information „Erhöhtes Risiko“. Technisch gesehen heißt das: Die Handys befanden sich innerhalb einer halben Stunde länger als neun Minuten in der Nähe voneinander, etwa 1,5 Meter. Oder auch, dass mehrere kürzere Zusammentreffen ohne ausreichend Mindestabstand stattgefunden haben.

Es besteht also ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus, was aber nicht heißt, dass man sich sicher angesteckt hat. Das hängt maßgeblich von den Umständen der Begegnung ab. Die App kann zum Beispiel nicht erkennen, ob man bei dem fragwürdigen Treffen an der frischen Luft war oder währenddessen eine Mund-Nasenschutz-Maske getragen hat. Die App unterscheidet zudem nicht zwischen Geimpften, Genesenen oder Ungeimpften.

Corona-App ist rot: Das sind die ersten Schritte

Ein Frau arbeitet in Homeoffice (gestellte Aufnahme). (zu dpa-Korr "Coronavirus zwingt Betriebe in Deutschland ins Experiment Homeoffice") Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ist Ihre Corona-Warn-App rot, sollten Sie sich isolieren und zum Beispiel aus dem Home Office heraus arbeiten.
jka kde, dpa, Jens Kalaene

Sollte es Sie erwischt haben, und Ihre Corona-Warn-App hat sich tatsächlich rot gefärbt, dann wird eine freiwillige Quarantäne empfohlen. Verpflichtend ist diese jedoch nicht, trotzdem ist es sinnvoll, sich von anderen Menschen weitestgehend fernzuhalten, um das potenzielle Infektionsrisiko einzudämmen.

Außerdem sollten Sie einen Test machen, am besten beim Hausarzt oder im Testzentrum. Weil sie ein „Erhöhtes Risiko“ angezeigt bekommen haben, steht Ihnen ein kostenloser PCR-Test zur Verfügung. Wichtig: Es kann schon mal 48 Stunden dauern, bis Sie Ihr Ergebnis erhalten. Daher ist Geduld gefordert. Zudem können Sie mit Ihrem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt Kontakt aufnehmen oder unter der 116 117, vor allem wenn Sie doch noch einige Fragen haben, und auf Ihre Symptome achten.

Ist Ihre Infektion im schlimmsten Fall bestätigt, sollten auch Sie Ihr Ergebnis in der Corona-App eintragen, damit andere Kontakte Bescheid wissen. Die App zeigt weitere Schritte an. Sie sollten sich aber für mindestens fünf Tage in Quarantäne begeben, bevor Sie sich frühzeitig mit einem negativen PCR-Test freitesten können, so das Robert Koch-Institut (RKI).

Sollten Sie in der Schlange im Testzentrum stehen, empfehle das RKI, die Risikoermittlung „vorübergehend zu deaktivieren, um unnötige Warnungen zu verhindern“, zitiert die Bild-Zeitung das Robert Koch-Institut. Dafür reiche es, Bluetooth am Smartphone abzuschalten und erst nach dem Besuch an der Teststelle das Bluetooth wieder einzuschalten, um die Risikoermittlung wieder zu aktivieren. Der Hintergrund: Zwar warnt die App Sie dann nicht nachträglich vor einer positiven Person in der Schlange, das Infektionsrisiko ist mit Abstand und FFP-2 Maske aber überschaubar. Und so werden weitere Tests vermieden, die die Labore an ihre Grenzen – und darüber hinaus - bringen.

Lese-Tipp: Positiver Selbsttest! Was muss ich jetzt tun?

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Wann zeigt die App wieder eine grüne Kachel an?

Selbst wenn Sie sich nicht infiziert haben und die Tests dementsprechend negativ ausfallen, können Sie die App nicht von Hand wieder zurück auf Grün stellen. Das geschieht automatisch am 15. Tag nach der Risikobegegnung. Dann muss man nichts mehr beachten – außer weiterhin im Alltag die Hygienemaßnahmen zu beachten.

Ab wann Sie besonders auf Symptome achten sollten

Eine Frau sitzt auf dem Sofa und putzt sich die Nase, weil sie erkältet ist.
Selbst wenn der (erste) Corona-Test negativ ist, Sie aber trotzdem Symptome haben, heißt es: isoliert bleiben.
francescoridolfi.com

Auch als geimpfte Kontaktperson sollten Sie unbedingt auf Covid-19-typische Symptome achten, wie zum Beispiel auf Halsweh, Kopfweh und Fieber. Auch eine Beeinträchtigung des Geschmacks- oder Geruchssinnes sind ein schlechtes Zeichen. Durchschnittlich beträgt die Inkubationszeit fünf bis sechs Tage, nach dieser Zeit sollten Sie also besonders aufmerksam sein.

Damit Sie nicht zum Überträger werden, sollten Sie selbst so früh wie möglich wissen, ob Sie sich angesteckt haben. Hier helfen Selbsttests, die es im Supermarkt und der Drogerie gibt. Aber Achtung: Auch von der Infektion bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein Schnelltest sie erkennt, vergehen etwa vier Tage.

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Nicht in falscher Sicherheit wiegen

 Coronavirus: Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln *** Corona virus: Mandatory facemask in public transport Aufgrund des Coronavirus ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend. Im Bild: Fahrgas
Kontakte zu ungeimpften Risikopersonen sollten als geimpfte Kontaktperson auf jeden Fall vermieden werden.
www.imago-images.de, imago images/photosteinmaurer.com, TOBIAS STEINMAURER via www.imago-images.de

In diesen vier Tagen als auch in den zehn Tagen danach sollten Sie als geimpfte Person sich und Ihr Umfeld bei den aktuellen Impfdurchbrüchen generell nicht in falscher Sicherheit wiegen. Eine Ansteckung und damit ein Übertragungsrisiko auf andere ist zwar deutlich vermindert, aber auch bei Geimpften möglich. Verdrängen sollten Sie das Risiko nicht.

Auch wenn ein Besuch im Fitnessstudio oder einer Diskothek als geimpfte Kontaktperson grundsätzlich möglich ist, ist es – je nach Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung – vernünftiger, sich vorerst freiwillig einzuschränken. Auf jeden Fall gilt es, weiterhin Hygiene- und Schutzmaßnahmen einzuhalten. Kontakte zu ungeimpften Risikopersonen sollten auch als geimpfte Kontaktperson auf jeden Fall vermieden werden. (spot on news/fge/jos/ntv/vdü/xha/mol)