Sie möchten besser kochen? Die schiere Menge an Büchern, Programmen, Online-Rezepten und Anleitungen zum Kochen für Anfänger kann überwältigend sein. Und jeder hat andere Gründe, das Kochen zu lernen. Manche Menschen fangen bei null an und lernen zum ersten Mal, für sich selbst zu kochen. Andere haben junge Familien zu bekochen. Einige wollen Rezepte lernen, mit denen sie ihre Freunde beeindrucken können. Was auch immer Ihr Kochniveau ist, wir haben 12 einfache Kochtipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Kochkünste zu Hause verbessern können.
1. Fähigkeiten über Rezepte
Heimköche sollten sich nicht nur ein Repertoire an bewährten Rezepten, sondern auch an Fertigkeiten aneignen. Wenn sie diese beherrschen, können sie auf eine Vielzahl von Rezepten angewendet werden. Was sind die fünf grundlegenden Kochfertigkeiten? Jede Köchin und jeder Koch sollte in der Lage sein:
- ein Omelett zuzubereiten
- ein Steak in verschiedenen Garstufen zu kochen
- eine Sauce zu zaubern
- Mürbeteig zuzubereiten
- eine Zwiebel richtig zu schneiden
2. Machen Sie’s wie die Profiköche
So wird man zu Hause ein besserer Koch: indem man den Profis nacheifert. Was Hausfrauen und -männer „organisiert sein“ nennen, nennen Profiköche „mise-en-place“. Das ist der französische Ausdruck dafür, dass man alle Zutaten und Geräte griffbereit hat, bevor man überhaupt mit dem Kochen beginnt. Ob jemand kochen kann, erkennt man schon daran, dass er seine Küche im Blick hat. Alles ist da, wo es sein soll und wie es sein soll: sauber, gestapelt, beschriftet, organisiert.
Sie halten ihren Küchenbereich frei von Unordnung, putzen nach und nach und haben immer einen Zeitplan für das Kochen. Wenn man sich die Frage stellt: „Wie kann ich zu Hause gut kochen?“, beginnt die Antwort oft mit der Organisation. Ein Anfängerfehler ist es, ein Rezept nicht von Anfang bis Ende durchzulesen.

3. Investieren Sie in Ihre Ausstattung
Investieren Sie in ein wirklich gutes Küchenmesserset. Die Messer sollten gut in der Hand liegen und das richtige Gewicht haben, aber nicht zu schwer sein. Bewahren Sie diese in einem Messerblock auf, nicht in einer Schublade, und waschen Sie Messer immer mit der Hand.
Eine erste Auswahl an Messern: ein großes Kochmesser für die meisten Rezepte, ein Schälmesser für mehr Kontrolle beim Schneiden kleiner Zutaten, ein langes Messer mit Wellenschliff zum Schneiden von Brot und Kuchen und einen Wetzstahl. Schleifen Sie Ihre Messer jedes Mal, wenn Sie sie benutzen, auf dem Wetzstahl, um ihre Schneide zu erhalten.
Wichtig: Vernachlässigen Sie die Schneidebretter nicht. Sie brauchen mindestens zwei: eins für rohe und eins für gekochte Lebensmittel.
4. Wählen Sie Küchengeräte mit Bedacht
In den Regalen einer Profiküche werden Sie keine überflüssigen Gerätschaften finden. Stattdessen werden Sie höchstwahrscheinlich die folgenden arbeitssparenden Geräte finden: einen elektrischen Standmixer, einen Stabmixer, eine Gewürzmühle, eine Küchenmaschine und eine Nudelmaschine. Eine Mandoline, ein Fleischthermometer, eine Küchenzange und eine Microplane-Reibe sind „nice to haves“.
Bei Töpfen und Pfannen sollten Sie sich für schwere Töpfe und Pfannen (immer mit Deckel) entscheiden, da diese eine gleichmäßige Hitze erzeugen und die Hitze länger halten. Auch ein Dampfgarer, ein Wok und eine Bratpfanne sollten nicht fehlen.

5. Probieren geht über Studieren
Das Abschmecken und Nachwürzen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten eines Kochs. Eine Prise Salz, ein Spritzer Zitrone oder ein paar Chiliflocken reichen oft schon aus, um ein Gericht aufzupeppen. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie gesalzene Butter zum Kochen und Backen verwenden, da dies zu einer Überwürzung führen kann; die meisten Köche verwenden ungesalzene Butter.
Wenn Sie Pfeffer zum Würzen verwenden, sollten Sie bei hellen Gerichten weißen Pfeffer verwenden, da schwarzer Pfeffer, grob gemahlen, unschön aussehen kann. Vergessen Sie nicht, dass auch Süßspeisen gewürzt werden müssen, sei es mit einer Prise Salz zu Schokolade oder Karamell oder mit extra Zucker, um die Säure von säuerlichen Früchten auszugleichen.
6. Vorsicht bei der Auswahl der Zutaten
Das Geheimnis des Kochens liegt in der Auswahl der besten Zutaten, die Sie finden können. Machen Sie sich mit dem Saisonkalender vertraut, damit Sie nur Obst und Gemüse zur besten Zeit verwenden. Wählen Sie Gemüse ohne verwelkte oder verfärbte Blätter, Druckstellen oder andere Anzeichen von Schäden.
Achten Sie beim Fischkauf auf Fische, die nach Meer riechen. Die Augen sollten klar und deutlich hervortreten und nicht eingesunken sein; die Kiemen sollten rosa oder rot sein, nicht grau oder braun; der Körper sollte glänzend und fest sein. Bei Filets sollte das Fleisch fest sein; drückt man mit dem Finger auf das Fleisch, sollte es keine Einkerbung hinterlassen.

7. Probieren Sie Kochboxen aus
Kochboxen sind das ideale Starter-Kit, um Ihre Kochfähigkeiten zu verbessern. Sie können nicht nur jede Woche neue Rezepte aus aller Welt ausprobieren, sondern bekommen die frischen Zutaten auch noch bis vor Ihre Haustür geliefert. Mit den beigelegten Kochanleitungen können Sie schnell und einfach neue Rezepte lernen und bekommen zusätzlich hilfreiche Tipps mit an die Hand.
Je nach Budget und Geschmack können Sie Ihren Favoriten aus den besten Anbietern wählen:
8. Das richtige Zwiebel-Know-How
Wie können Sie Ihre Kochkünste in einem einfachen Schritt verbessern? Indem Sie lernen, wie man Zwiebeln richtig schneidet und würfelt. Schauen Sie den Profis in Kochsendungen zu oder nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit für eine Online-Anleitung.
In einem Rezept wird vielleicht verlangt, dass Sie die gehackten Zwiebeln „anschwitzen“. Dazu werden sie in einer Pfanne mit dicht schließendem Deckel in etwas Butter oder Öl sanft gegart. Sie können eine mit Wasser angefeuchtete Pergamentpapierscheibe darauf legen, um die Verdunstung zu verringern. Die Zwiebeln sind fertig, wenn sie glasig werden und süß-mild schmecken.
9. Richten Sie den perfekten Salat an
Einen guten Koch erkennt man an der Art, wie er einen Salat anrichtet. Ein kräftiger grüner Salat ist die perfekte Ergänzung zu gebratenem Hähnchen, gebackenen Nudeln oder einem Steak. Wählen Sie Salatblätter, die frisch und knackig sind, nicht schlaff oder verfärbt. Waschen Sie die Blätter sorgfältig, damit sie keine Druckstellen bekommen, und trocknen Sie sie dann gründlich in einer Salatschleuder.
Überschüssiges Wasser verdünnt das Dressing und verhindert, dass das Dressing an den Blättern haftet. Um welke Salatblätter wieder in Schwung zu bringen, können Sie diese in eine Schüssel mit kaltem Wasser tauchen, das mit einer Handvoll Eiswürfel gekühlt wurde. Bei der Zubereitung einer Vinaigrette sollten Sie den Öl- und Säuregehalt des Dressings auf die Salatzutaten abstimmen.

Tipp: Geben Sie die Gewürze zu Beginn hinzu, damit sie die gesamte Vinaigrette durchdringen.
10. Beginnen Sie mit einer klassischen Sauce
Lernen Sie die Methode zur Zubereitung einer cremigen, klumpenfreien, weißen Sauce. Diese ist extrem vielseitig. Die klassische weiße Sauce basiert auf einer Mehlschwitze, einer Mischung aus Mehl und Butter, die zur Hälfte mit Flüssigkeit gekocht wird.
Sobald Sie die weiße Sauce beherrschen, können Sie ihre Derivate wie Béchamel, Mornay-Sauce und Petersiliensauce kochen. In einem Rezept kann verlangt werden, dass die Sauce eine „streichfähige Konsistenz“ hat. Dies beschreibt die Art und Weise, wie die fertige Sauce einen Holzlöffel überzieht und an ihm haften bleibt.
11. Das perfekte Ei
Ein Ei ist die perfekte Zutat, um all Ihre neu erlernten Kochtechniken zu üben. Es gibt so viele Möglichkeiten, ein Ei zu kochen, zu rühren, zu pochieren oder zu braten. Es gibt immer noch Menschen, die nicht wissen, wie man ein Ei kocht — aber generell ist ein pochiertes Ei das wahre Sorgenkind.
Wenn Sie Eier pochieren, verwenden Sie frische Eier und pochieren Sie diese in nicht ganz kochendem Wasser. Achten Sie darauf, dass ein paar kleine Bläschen aufsteigen und die Wasseroberfläche durchbrechen. Quirlen Sie das Wasser, um einen Strudel zu erzeugen, und geben Sie das Ei in die Mitte, kurz bevor der Strudel nachlässt. Das wirbelnde Wasser wickelt das Eiweiß um das Eigelb.

12. Übung macht den Meister
Wie kommt es, dass Ihre örtliche Pommesbude die knusprigsten und fluffigsten Pommes frites frittiert, Ihr Barista den besten Milchkaffee macht und die italienische Nonna die besten Spaghetti al pomodoro zubereitet? Weil sie es wieder und wieder und wieder tun. So wird man ein besserer Koch, indem man die Rezepte so lange wiederholt, bis man sie geknackt hat. Übung macht eben doch den Meister.
Und wie bleiben Köche motiviert? Indem sie internationale Rezepte und neue Zutaten erforschen, die ihre Kreativität beflügeln. Für den Hobbykoch könnte das bedeuten, dass er auf dem Bauernmarkt ein unbekanntes Gemüse kauft oder mit einer neuen Zutat aus dem Feinkostladen experimentiert.
Jetzt wissen Sie, wie Sie in Zukunft besser kochen können — viel Spaß beim üben und ausprobieren!
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