Unser WM-TickerHorror-Verletzung beim WM-Gastgeber! Ein ganzes Stadion bangte um Ismael Koné

June 18, 2026, Vancouver, Bc, CANADA: Canada s Ismael Kone (8) is taken off the field by medical staff after he was apparently injured on a play during second half World Cup Group B soccer action against Qatar, in Vancouver, Thursday, June 18, 2026. (Credit Image: Ethan Cairns/The Canadian Press via ZUMA Press)
Kanadas Ismael Koné hat sich beim Spiel gegen Katar sehr schwer verletzt.
action press/Ethan Cairns/The Canadian Press via ZUMA Press

Jetzt gilt’s für unsere DFB-Stars!
Bei der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) wollen die Schützlinge von Bundestrainer Julian Nagelsmann die vergangenen beiden Blamagen bei Weltmeisterschaften vergessen lassen. Denn zweimal war zuletzt bereits in der Gruppenphase Schluss – das soll sich in diesem Jahr ändern! Klappt das? Und was hat dieses XXL-Turnier mit 48 Mannschaften und 104 Spielen sonst noch Spannendes zu bieten? Mit unserem Live-Ticker verpasst ihr nichts!

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Der Live-Ticker von RTL.de zur Fußball-WM 2026 – hier verpasst ihr nichts!

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Jan Luhrenberg

Horror-Verletzung beim WM-Gastgeber! Ein ganzes Stadion bangte um Ismael Koné

Eine schwere Verletzung des Kanadiers Ismael Koné hat das WM-Vorrundenspiel des Co-Gastgebers gegen Katar überschattet. Der 24-Jährige musste nach einem Foul seines Gegenspielers Assim Madibo mit einer Trage vom Feld gebracht werden, der linke Unterschenkel schien Fotos zufolge gebrochen zu sein. Madibo sah zunächst Gelb und nach Einschreiten des Videoschiedsrichters die Rote Karte. Er wirkte nach seinem Einsteigen im Mittelfeldbereich selbst geschockt.

Als Koné auf einer Trage an der Seitenlinie entlang gerollt wurde, erhob er sich noch einmal und winkte in Richtung der Fans. Das Publikum applaudierte für den 24-Jährigen, der im Team von Jesse Marsch gesetzt ist.

Katar-Profi Madibo wurde von den Zuschauern lautstark ausgepfiffen. Es war bereits die zweite Rote Karte, die der WM-Gastgeber von 2022 in dieser Begegnung sah. In der ersten Halbzeit hatte Homem Ahmed (33. Minute) wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen. Die Regie zeigte während der längeren Unterbrechung zunächst keine Wiederholung von Madibos Foul gegen Koné.

Die schwere Verletzung von Mittelfeldspieler Koné schockt Kanadas Fußballer aber nur kurz. Am Ende wird es ein klarer Sieg. Trainer Marsch macht dem Team nach dem 6:0 gegen Katar viele Komplimente.
Jan Luhrenberg

„Jeder konnte hören, wie der Knochen brach“

Nach dem Verletzungsdrama um Ismael Koné versammelte Jesse Marsch seine kanadischen Profis in einem großen Kreis um sich. Alle knieten sich auf dem Rasen hin, ehe der Cheftrainer und Abwehrchef Moise Bombito das Wort führten. Auch auf der folgenden Ehrenrunde unter dem ohrenbetäubenden Lärm von Vancouver wurde eines deutlich: Dieser Sieg war für den schwer verletzten Koné, der bereits auf dem Weg ins Krankenhaus war.

„Er kann großartige Dinge vollbringen, die kein anderer kann. Er steht für vieles, wofür das Team steht, und ist ein großer Verlust für uns. Aber wir werden ihm die besten Ärzte besorgen und er wird zurückkommen“, versprach Marsch nach dem Torfest (6:0 gegen Katar), das im achten Anlauf den ersten Sieg in Kanadas bisher magerer WM-Historie bedeutete. 

Bei dieser WM wird das mit einer Rückkehr Koné nichts mehr. „Es ist direkt vor der Bank passiert. Jeder konnte hören, wie der Knochen brach. Man fühlt natürlich tief mit ihm, und alle sind erschüttert von dem Vorfall – wegen der Art der Verletzung und auch, weil Ismaël das Herz unserer Mannschaft ist“, berichtete Marsch. 

„Für ihn ist es gerade sehr hart, aber er hat eine große Zukunft vor sich. Er bleibt ein Teil dessen, was wir hier machen“, erklärte der Cheftrainer weiter. Koné war nach einem Foul von Assim Madibo, der dafür die Rote Karte sah, mit einer Trage vom Rasen gerollt worden. Der linke Unterschenkel schien Fotos zufolge gebrochen zu sein. Eine genaue Diagnose stand zunächst aus.
Jan Luhrenberg

Tuchel überzeugt auch beim Baseball

Große Ehre für Thomas Tuchel: Oft ist der First Pitch bei einem Baseball-Spiel US-Präsidenten oder Hollywood-Stars vergönnt – diesmal stand Englands Teammanager auf dem Wurfhügel. Beim Heimspiel der Kansas City Royals in der Major League Baseball (MLB) gegen die St. Louis Cardinals führte der Deutsche am Donnerstag den ersten Wurf aus.

Im weißen Royals-Trikot mit der Nummer 26 schleuderte Tuchel den Ball in den Handschuh von Kansas Citys Trainer Matt Quatraro – unter genauer Beobachtung einiger seiner Spieler wie Kapitän Harry Kane. „Er hat einen Strike geworfen, also Hut ab vor ihm. Das ist nicht einfach", sagte der Stürmer von Bayern München. 

Nach dem fulminanten Start in die Fußball-WM mit dem 4:2 gegen Kroatien hat Englands Nationaltrainer Tuchel also auch beim Baseball eine gute Figur abgegeben. Sein Kapitän Harry Kane klatschte begeistert mit seinem Coach ab.
Jan Luhrenberg

Wahi-Wende: Ivorer darf gegen DFB-Elf spielen 

Wende im Fall Elye Wahi: Der ivorische Fußball-Nationalspieler darf nun doch nach Kanada einreisen und im WM-Spiel der Elfenbeinküste gegen die deutsche Mannschaft auflaufen. Wie der ivorische Verband mitteilte, liegen mittlerweile „die notwendigen Genehmigungen für seine Einreise nach Kanada vor“.

Der 23 Jahre alte Stürmer vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt, der in der Rückrunde auf Leihbasis für OGC Nizza spielte, steht dem Team von Trainer Emerse Faé am Samstag (22.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto somit gegen die DFB-Elf zur Verfügung.

Wahi werde „nach Kanada reisen und wie gewohnt an der Weltmeisterschaft teilnehmen“, hieß es in einer Mitteilung. Der Verband freue sich „über dieses positive Ergebnis und dankt allen Beteiligten, die zur Lösung dieses Problems beigetragen haben.“

Wahi war vor seiner WM-Reise offenbar in Frankreich zeitweise in Polizeigewahrsam gekommen. Die Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass ein 23 Jahre alter Fußballer am 29. Mai wegen Manipulationsverdachts festgenommen wurde. Zunächst hatte The Athletic über den Fall berichtet. 
Jan Luhrenberg

Manipulationsvorwürfe! Einreiseverbot für Stürmer von DFB-Gegner

Dem ivorischen Fußball-Nationalspieler Elye Wahi ist die Einreise nach Kanada vor dem WM-Spiel gegen die deutsche Mannschaft verweigert worden. Wie der ivorische Verband mitteilte, wird der 23 Jahre alte Stürmer nicht mit der Delegation nach Kanada reisen. Dort trifft das Team von Trainer Emerse Faé am Samstag (22 Uhr MESZ, ZDF/MagentaTV) in Toronto auf die DFB-Elf.

„Tatsächlich konnten die für seine Einreise nach Kanada erforderlichen behördlichen Genehmigungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeholt werden“, teilte der Verband auf der Plattform X weiter mit. „Elye Wahi wird daher in den Vereinigten Staaten bleiben und auf die Rückkehr der Mannschaft warten.“  Beim 1:0-Sieg gegen Ecuador stand der Angreifer noch in der Startelf. 

Ob ein Zusammenhang wegen möglicher Manipulationsvorwürfe besteht, blieb zunächst offen. Der Verband habe zwar „Kenntnis von den verschiedenen Artikeln und Informationen genommen“, die über den Nationalspieler veröffentlicht worden seien, hieß es. Aber: „Bis zum heutigen Tag liegen dem Verband keine gerichtlichen oder behördlichen Verfahren vor, die ihn betreffen.“ Wahi bleibe ein wichtiger Bestandteil des Nationalteams.

Der im Januar von Eintracht Frankfurt an den französischen Erstligisten OGC Nizza verliehene Wahi war vor seiner WM-Reise offenbar in Frankreich zeitweise in Polizeigewahrsam gekommen. Die Staatsanwaltschaft Marseille bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass ein 23 Jahre alter Fußballer am 29. Mai wegen Manipulationsverdachts festgenommen wurde. Zunächst hatte The Athletic über den Fall berichtet.

„Die Staatsanwaltschaft Marseille bestätigt, dass ein 23 Jahre alter Profi-Fußballer, der in der französischen Ligue 1 spielt, am 29. Mai 2026 im Rahmen einer Untersuchung der Staatsanwaltschaft Marseille (...) wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug, bandenmäßige Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche festgenommen wurde“, erklärte die Staatsanwaltschaft auf eine Anfrage zu Wahi ohne Nennung des Namens. Nach der Vernehmung sei der Spieler aber wieder auf freiem Fuß, die Ermittlungen liefen weiter.

Konkret soll es bei Wahi um ein französisches Erstliga-Spiel am 17. Mai gehen, berichtete The Athletic. Wahi steht demnach unter Verdacht, beim Duell mit dem FC Metz absichtlich eine Gelbe Karte kassiert zu haben. Die französische Liga teilte mit, dass ihr mit Blick auf das Spiel untypische Vorgänge bei internationalen Sportwetten gemeldet worden seien. Ungewöhnlich viel sei auf eine Verwarnung von Wahi gesetzt worden. Die Liga schaltete die französische Justiz ein.
Jan Luhrenberg

Unnötige WM-Trinkpausen sorgen immer mehr für Ärger 

Die englischen Fans waren nicht zu überhören. „Buuuuuh" hallte es in Dallas zweimal von den Rängen, als bei 22 Grad Celsius, der Klimaanlage auf Anschlag und geschlossenem Dach die Partie einmal pro Halbzeit unterbrochen wurde – die jeweils tolle Stimmung beim WM-Auftaktsieg der Three Lions gegen Kroatien (4:2) war dahin. Wie in Texas sorgen die ungeliebten und oft unnötigen Trinkpausen bei der Endrunde für immer größeren Unmut.

So machten auch beim Spiel zwischen Ghana und Panama (1:0) in Toronto die Anhänger ihrem Ärger zweimal lautstark Luft, als bei einer Temperatur von nur 19 Grad und Dauerregen vom Schiedsrichter zu den vom Weltverband FIFA vorgeschrieben „Hydrationbreaks" gebeten wurde.

Die FIFA hatte die verpflichtenden Trinkpausen als Reaktion auf die teils große Hitze bei der Klub-WM im vergangenen Jahr eingeführt. Bei jeder Partie des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada wird Mitte beider Hälften drei Minuten pausiert. Offiziell deklariert ist das Ganze als Schutzmaßnahme für die Spieler. Dabei ist es egal, wie hoch die Temperaturen sind und ob ein Stadiondach geschlossen ist. So sollen gleiche Bedingungen für alle Mannschaften gelten.

Doch viele Fans hegen den Verdacht, dass die Pausen auch einen wirtschaftlichen Hintergrund haben. Schließlich zeigen die übertragenden Sender gerne Werbung, während der Ball nicht rollt. Zudem monieren die Kritiker, dass sich der Charakter des Spiels durch die „Timeouts" ändere. Schließlich werden die Unterbrechungen von den Trainern genutzt, um neue taktische Anweisungen zu geben. 
Jan Luhrenberg

Weltmeister Müller: Wir brauchen mehr Geduld!

Ex-Nationalspieler Thomas Müller wünscht sich mit Blick auf die Chancen der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM eine etwas demütigere Erwartungshaltung der Öffentlichkeit. „Natürlich haben wir in Deutschland als Fußball-Nation einen gewissen Anspruch“, sagte der 36-Jährige bei einer Veranstaltung im German House of Soccer in New York.

Er würde die Herangehensweise aber gern etwas ändern, erklärte Müller. „Man kann jetzt nicht erwarten, dass die Mannschaft von A bis Z in Richtung Titel marschiert. Das ist aber in Deutschland, wenn über die Weltmeisterschaft gesprochen wird, schon oft so ein bisschen der Grundtenor und die Grunderwartungshaltung“, erklärte der Weltmeister von 2014. 

Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann bestreitet nach dem 7:1 zum Auftakt gegen Außenseiter Curaçao am Samstag (22 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto sein zweites Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste.

„Ich glaube, wir sollten uns erst mal die Chance geben, dass wir in diese K.o.-Phase hineinwachsen, und auch mal die Leistung bewerten, nicht nur das Ergebnis“, so Müller. „Wir sollten weniger über das Finale reden, sondern mehr darüber, dass es da einen Weg braucht, und den gehen wir gemeinsam an.“

Grundsätzlich sei die deutsche Mannschaft in der Lage, jeden Gegner zu schlagen, meinte Müller. Zu den Topfavoriten gehöre sie aber nicht. „Vom Vergleich her sehe ich uns eher in so einem 2010er-Modus, dass wir sehr, sehr gute Herausforderer sind.“ Damals wurden die Deutschen WM-Dritter.
Jan Luhrenberg

Einreiseärger bei WM! Baerbock legt sich mit FIFA an

Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung, hat ihre Kritik am Weltverband FIFA in der Debatte um verweigerte Einreisen bei der Fußball-WM erneuert. Der Sport lebe davon, dass er verbinde und dass Menschen durch ihn zusammen kommen könnten, sagte die 45-Jährige bei einer Veranstaltung im German House of Soccer in New York. 

„Daher ist eben auch der Punkt mit Blick auf Einreise mit Visa keine Nebensächlichkeit, sondern Menschen können nur zusammenkommen, den Fußball feiern, wenn ihnen das auch überall ermöglicht wird“, erklärte Baerbock. „Das ist eine Sache, die in dieser WM und nach der WM natürlich auch von der FIFA aufgearbeitet werden muss.“

Die Einreisebestimmungen in den USA sind ein großes Thema rund um das Turnier. Mehrere Nationen sind davon betroffen. Baerbock hatte die FIFA für ihre Zurückhaltung zuletzt schon in einem Podcast kritisiert – vor allem wegen des somalischen Schiedsrichters Omar Artan, der nicht ins Land durfte.

„Sport und Fußball insbesondere öffnen Türen, die gerade in einer Weltlage, die doch sehr spalterisch ist, nicht jeder öffnen kann“, sagte Baerbock nun. „Der Sport verbindet. Aber auch, weil alle wissen, sie müssen sich an die Regeln halten. Würde es in der Welt ein bisschen mehr zugehen wie auf dem Fußballplatz, wo klar ist, dass auch der größte Superstar sich an die Regeln halten muss, dann wäre unsere Welt ein Stück friedlicher.“
Jan Luhrenberg

Nun also doch! Mutter von WM-Held darf einreisen

Kap Verdes Fußball-Held Vozinha kann im nächsten WM-Spiel gegen Uruguay wohl auch darauf setzen, dass ihn seine Mutter im Stadion unterstützen wird. Reportern der BBC bestätigte Ana Candida Evora in ihrem Zuhause auf der Insel São Vicente, dass inzwischen alles für ihre Reise nach Miami organisiert sei. „Ich bin sehr glücklich“, sagte sie demnach. Kap Verde bestreitet sein zweites Gruppenspiel in der Nacht auf Montag (0 Uhr MESZ).

Der Torwart des Außenseiters hatte nach dem sensationellen 0:0 gegen Spanien erklärt, dass seine Mutter aufgrund der fehlenden Kaution für das US-Visum nicht dabei sein konnte. Der 40-Jährige hatte unter anderem deshalb nach dem Schlusspfiff Tränen vergossen. Danach sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums laut CNN, man wolle ihr ein Visum ausstellen.

Nun scheint alles geregelt. „Das geht alles so schnell, aber ich freue mich trotzdem sehr. So Gott will, werde ich meinen Sohn bei der Weltmeisterschaft spielen sehen“, sagte Ana Candida Evora der BBC. „Ich fahre dorthin, um ihn zu unterstützen, ihm Kraft und Mut zu geben. Nach dem Spiel werde ich ihn in die Arme schließen.“
Jan Luhrenberg

Es geht um sein Alter! Neuer Rekord für Cristiano Ronaldo

Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo hat sich einen weiteren Rekord geholt – einfach, weil er alt ist. Mit 41 Jahren und 132 Tagen ist der Portugiese seit dem Anstoß des WM-Spiels am Mittag (Ortszeit) in Houston der älteste Feldspieler, der jemals bei einer FIFA-Endrunde in der Startelf stand, wie der Datendienstleister Opta errechnete. Der mehrmalige Weltfußballer besetzte gegen die Demokratische Republik Kongo wie gewohnt die Sturmposition in der portugiesischen Auswahl, die zu den Mitfavoriten auf den Titel zählt.
Jan Luhrenberg

SO kann Deutschland gegen die Elfenbeinküste schon weiterkommen

Wer die Vorrunde dieser Fußball-WM durchdringen will, sollte sich mit Mathematik gut auskennen. Der neue Modus des XXL-Turniers sieht vor, dass neben allen Siegern und allen Zweiten aus den zwölf Gruppen auch die acht besten Dritten weiterkommen.

Die Teams, die am zweiten WM-Spieltag den Sprung in die K.-o.-Runde schaffen können, wollen aber nicht rechnen – und dafür so schnell wie möglich Klarheit. Auch das deutsche Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat nach dem 7:1-Start gegen Debütant Curaçao die Chance, vorzeitig die erste Hürde bei dieser WM zu nehmen.

Notwendig für die sichere Qualifikation nach zwei Spielen ist die Maximalausbeute von sechs Punkten. Die DFB-Elf kann also am Samstag (22 Uhr/ZDF und MagentaTV) gegen die Elfenbeinküste bereits das Ticket für die Runde der letzten 32 lösen. Sollte in dem Falle Ecuador im Anschluss nicht gegen Curaçao gewinnen, wäre vorzeitig auch der Gruppensieg perfekt.

Wie Deutschland kann auch die Elfenbeinküste mit einem Sieg am Samstag in Toronto vorzeitig die Qualifikation perfekt machen. In allen anderen Gruppen gilt ebenfalls: Die siegreichen gestarteten Teams würden mit einem weiteren Erfolg vorzeitig in die nächste Runde einziehen. Das sind: Mexiko, Südkorea (beide Gruppe A), Schottland (Gruppe C), USA, Australien (beide Gruppe D), Schweden (Gruppe F), Frankreich, Norwegen (beide Gruppe I), Argentinien, Österreich (beide Gruppe J), Kolumbien (Gruppe K) sowie England und Ghana (beide Gruppe L).
Jan Luhrenberg

Mit dem Fahrrad zur WM! Deutscher lebt seinen Fan-Traum 

Eine so lange und auch beschwerliche Anreise zum ersten WM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dürfte kaum ein anderer Fan auf sich genommen haben. Der Karlsruher Jakob Alberti reist seit knapp zwei Jahren auf dem Fahrrad um die Welt - und legte für die DFB-Auswahl einen für ihn bedeutenden Zwischenstopp in den USA ein.

„Ich wollte immer schon mal zu einer Fußball-WM“, erzählte der 26-Jährige im Gespräch der Deutschen Presse-Agentur in Houston. Das Weltereignis in den USA, Kanada und Mexiko habe „grob gepasst“ in seine Reiseroute. „Da habe ich vor zwei Jahren gesagt, ich versuche auf jeden Fall, zur Fußball-WM zu radeln“. 

Inzwischen hat Alberti eigenen Angaben zufolge 26.000 Kilometer hinter sich. Mit dabei sind nur wenige Taschen, auf seinem Rad kleben Aufkleber mit den Flaggen der bereisten Länder. Ein Höhepunkt der Reise? Lässt sich schwer benennen, sagte der Deutsche. „Es gibt auch viele Momente, in denen wenig passiert“, in Wüsten etwa. „Aber es sind in diesen zwei Jahren so viele Dinge passiert, ich kann kein Highlight herauspicken“, sagte er.

Das 7:1 der DFB-Auswahl gegen Außenseiter Curaçao am vergangenen Sonntag in Houston sei dennoch sehr besonders gewesen. „Am Stadion einzuradeln, war mega emotional“, sagte der 26-Jährige. „Ich habe mich einfach nur gefreut und die ganze Zeit gelacht.“ Den Zwischenstopp erreicht zu haben, sei ein „extremes Gefühl“ gewesen. „Richtig verarbeiten konnte ich es noch nicht“, sagte Alberti.

Nach der WM soll die Reise weitergehen, die den Weltenbummler wieder zurück nach Karlsruhe führt. Während des Turniers bleibt das Rad aber erst einmal in Houston bei einer Gastfamilie. „Und dann werde ich dem deutschen Team so gut es geht hinterherreisen, mit dem Bus, Zug, Anhalter, vielleicht mal Flug“, sagte er. „Vielleicht nehmen mich deutsche Fans mit.“ Tickets für die weiteren Vorrundenspiele hat er bislang nicht. Sein Wunsch: „Hoffentlich werden wir Weltmeister.“
Manuel Lippert

Messi-Bonus? Ja, nein, vielleicht

Mit seinen drei Treffern beim 3:0-Sieg von Argentinien gegen Algerien egalisierte Lionel Messi Miroslav Kloses WM-Rekord (16 WM-Tore). Doch eigentlich hätte es so weit nicht kommen dürfen. In der 31. Minute hatte der argentinische Superstar beim Stand von 1:0 Algeriens Kapitän Aissa Mandi mit offener Sohle an der Wade erwischt. Während Schiedsrichter Szymon Marciniak die Aktion nicht ahndete und auch der VAR sich nicht einschaltete, meint Patrick Ittrich. „Für mich ist das eine Rote Karte“, sagte der Bundesliga-Schiedsrichter bei MagentaTV. Und weiter: „Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde. Er wollte das nicht, ohne Frage, aber das ist kein Grund, keine Rote Karte zu geben.“

Einen Messi-Bonus sieht Ittrich aber nicht als Grund für die milde Entscheidung. „Ich bin immer vorsichtig mit solchen Aussagen, weil ich als Schiedsrichter immer nach bestem Wissen und Gewissen handle.“

Am Ende blieb Messis übles Foul ungesühnt. Der Rest ist Miro-Klose-Geschichte ...
Für dieses Foul hätte Lionel Messi mit Rot vom Platz fliegen müssen, meint Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich.
Für dieses Foul hätte Lionel Messi mit Rot vom Platz fliegen müssen, meint Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich. Imago
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Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt werden WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Wie stehen die deutschen Chancen bei der Fußball-WM 2026?

Unter Bundestrainer Julian Nagelsmann wirkt die Mannschaft nach den enttäuschenden Turnieren der vergangenen Jahre stabiler. Ein Titelgewinn wäre nach den Vorrunden-Blamagen von 2018 und 2022 dennoch eine große Überraschung. Das Achtelfinale scheint realistisch, danach wird vieles von Form, Auslosung und Momentum abhängen. In der Vorrunde warten zunächst Curacao (14. Juni), die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) als Gegner auf die DFB-Elf.

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Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

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Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID