Unser WM-TickerTrump bedankt sich bei der FIFA: Rot gesperrter US-Fußballer darf plötzlich doch wieder spielen

Folarin Balogun darf doch wieder spielen
Folarin Balogun darf doch wieder spielen
IMAGO/ZUMA Press Wire, IMAGO/Paul Kitagaki Jr

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Roger Saha

Klopp-Update! 


Jürgen Klopp will nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann Bundestrainer werden – doch noch steht die mit Spannung erwartete Entscheidung aus. "Es gibt nichts zu berichten. Sobald es etwas gibt, erfahrt ihr es als Erstes", sagte der Wunschkandidat des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Sonntag vor dem WM-Achtelfinale zwischen Brasilien und Norwegen in seiner Funktion als MagentaTV-Experte.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesliga-Präsident Hans-Joachim Watzke werden in Kürze in die USA reisen, um gegenseitige Vorstellungen auszutauschen. Klopp hatte bereits sein grundsätzliches Interesse an dem Job signalisiert. Der Meistermacher von Borussia Dortmund und des FC Liverpool ist bis 2029 allerdings noch als "Head of Global Soccer" an Red Bull gebunden, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht.
Klopp hatte mit dem DFB zuletzt bereits "intensive Gespräche" angekündigt. "Die Probleme, die wir aktuell haben, hängen nicht an der Personalie Julian Nagelsmann", sagte der 59-Jährige. Der deutsche Fußball stehe "am Wendepunkt": "Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern. Ob das am Ende dann ich sein werde oder wer auch immer das sein wird, das ändert nichts daran, dass die Veränderungen notwendig sind." 
Jürgen Klopp: Kommt nach MagentaTV der DFB?
Jürgen Klopp: Kommt nach MagentaTV der DFB? Harry Langer, DeFodi Images/ IMAGO
Roger Saha

Trump bedankt sich bei FIFA-Chef: Rot-gesperrter US-Fußballer darf wieder spielen

Beim Sieg über Bosnien-Herzegowina sah Folarin Balogun die Rote Karte nach einem Foul. Eigentlich sollte der wichtige Torjäger der USA gegen Belgien gesperrt sein. Doch nun kommt es anders.

Co-Gastgeber USA kann im Achtelfinale der Fußball-WM doch mit Folarin Balogun planen. Der 25-Jährige ist trotz seiner Roten Karte aus dem Sechzehntelfinale im Duell mit Belgien am Dienstag (2.00 Uhr/ARD und MagentaTV) spielberechtigt, wie der Weltverband FIFA am Sonntag bestätigte. Zunächst hatte "The Athletic" berichtet.

Trump: "Große Ungerechtigkeit wiedergutgemacht"

Als Begründung nannte die FIFA Artikel 27 des Disziplinarreglements, wonach Baloguns Sperre für ein Jahr zu Bewährung ausgesetzt wird. Sollte sich der Angreifer in dieser Zeit "einen weiteren Verstoß gleicher Art und Schwere" erlauben, werde die Sanktion vollstreckt. Sollte sich Balogun bei dieser WM kein weiteres Vergehen leisten, steht schon jetzt fest, dass die Strafe dann zu einem Zeitpunkt folgen würde, der nicht annähernd so wichtig ist wie nun beim Achtelfinale gegen Belgien.
Die aufgehobene Sperre begeisterte auch US-Präsident Donald Trump. Auf seinem Netzwerk Truth Social schrieb er: "Vielen Dank an die FIFA, dass ihr das gemacht habt, was richtig ist und eine große Ungerechtigkeit wiedergutgemacht habt." Dahinter schrieb er: "President DONALD J. TRUMP." Der 80-Jährige war bislang bei keinem WM-Spiel vor Ort, wird aber spätestens zum Endspiel am 19. Juli in East Rutherford bei New York im Stadion erwartet.

Pochettino: "Niemals Absicht"

Balogun hatte beim 2:0-Erfolg gegen Bosnien-Herzegowina seinen Gegenspieler Tarik Muharemovic in einem Zweikampf hart, aber offensichtlich unabsichtlich getroffen. Schiedsrichter Raphael Claus aus Brasilien schaute sich die Szene noch einmal an und entschied auf Rot. "Für mich ist das niemals eine Rote Karte. Das war niemals Absicht", sagte US-Trainer Mauricio Pochettino.
Die Aufhebung einer Sperre nach einer Roten Karte ist bei diesem Turnier ein Novum. Balogun ist im US-Team der wichtigste Offensivspieler neben Christian Pulisic. Trainer Pochettino kann damit für das Achtelfinale im Lumen Field in Seattle sein bestes Team einsetzen. Auch bei Gegner Belgien sind keine Ausfälle absehbar.
Folarin Balogun sah die rote Karte. Doch die FIFA nahm sie zurück.
Folarin Balogun sah die rote Karte. Doch die FIFA nahm sie zurück. Paul Kitagaki Jr./ IMAGO/ZUMA Press Wire
Jacqueline Vetten

Matthäus mit heftiger Nagelsmann-Kritik: "Das war ein reiner Hühnerhaufen"


Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat viele Fehler bei Julian Nagelsmann ausgemacht. Das gesamte Projekt sei "krachend gescheitert", schrieb der 65-Jährige in der Bild. Die Nationalmannschaft hatte "keine Führung auf dem Platz, keine spielerische Qualität, kein gutes Abwehrverhalten, kein Miteinander. Das war ein reiner Hühnerhaufen."

Nach dem WM-Aus in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay war Nagelsmann nach einiger Überlegung von seinem Amt als Bundestrainer zurückgetreten. Nachfolger soll der frühere Liverpool- und BVB-Coach Jürgen Klopp werden. "Mit Klopp als Bundestrainer würde im deutschen Fußball ein anderer Wind wehen", prognostizierte Matthäus.

Nagelsmann habe "zu viele Fehler gemacht", sagte der Weltmeister von 1990. "Mit der Aufstellung, mit der Taktik, auch schon mit der Nominierung für diese WM. Er hatte keinen Plan B, er hat seine Linie stur durchgezogen. Gut gemeinte Ratschläge von außen (was noch verständlich und in Ordnung ist), aber leider auch von innen, ignorierte er offenbar. Und sein Trainerstab bestand nur aus kleinen Nagelsmännern ohne Widerspruch."

Ein besonderes Manko sieht Matthäus in der Kommunikation des ehemaligen Bundestrainers. "Lieber Nachrichten per WhatsApp als persönliche Gespräche? Eigentlich undenkbar für eine Führungskraft. Nagelsmann war auch viel zu selten bei Vereinsspielen in den Stadien. Oder bei der U21", kritisierte Matthäus.

Doch Nagelsmann trage nicht alleine die Verantwortung. "Auch die Verantwortlichen beim DFB haben einiges falsch gemacht. Sie haben zu lange zugeschaut. Immer in der Überzeugung, dass Nagelsmann ein guter Trainer ist – was er rein technisch sicherlich ist. Und in der Hoffnung, dass es gut gehen würde", sagte der 150-malige Nationalspieler. "Dabei waren die Defizite schon länger zu erkennen. Trotzdem wurde sein Vertrag bis 2028 verlängert. Ohne Not!"
 
Lea Haberbosch

„Bis zum Ende" – Klopp zieht TV-Experten-Rolle durch

 Jürgen Klopp ist als kommender Bundestrainer in aller Munde, es gibt mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Red Bull vieles zu regeln - aber seine Expertenrolle für MagentaTV bei der Fußball-WM will Klopp in Amerika eisern durchziehen. „Wir planen mit Jürgen Klopp bis zum Ende des Turniers, er wird beim Finale mit dem kompletten Experten-Team für uns im Einsatz sein", sagte Arnim Butzen, TV-Chef der Telekom, dem SID am Samstag.
„Wir werden am 19. Juli ein rauschendes Fußball-Fest bei MagentaTV erleben", betonte Butzen. „Mit Jürgen Klopp, mit Thomas Müller, mit Mats Hummels und allen anderen, die dieses Finale gewohnt mitreißend begleiten werden." Klopps nächster Einsatz wird das MagentaTV-exklusive Achtelfinale zwischen Brasilien und Norwegen am Sonntag (22.00 Uhr MESZ/East Rutherford). Dabei wird sich der 59-Jährige möglicherweise auch weiterführend zu seinen Plänen äußern.

Für MagentaTV war seine Verpflichtung der sportmediale Coup des Jahres. „Die Resonanz ist herausragend und übertrifft unsere Erwartungen deutlich. Das freut uns sehr, das ist einfach ein tolles Momentum", sagte Butzen. Selbstverständlich schaue er als Medienmann auf Reichweiten und Nutzung, entscheidend sei aber, „dass Menschen über unsere Berichterstattung sprechen. Dass sie unsere Clips teilen, unsere Experten zitieren und ganz gezielt wegen unserer Inhalte einschalten. So schaffen wir Relevanz."

Der Glücksfall Klopp, der vom TV-Experten zum Schatten-Bundestrainer wurde und nun wahrscheinlich tatsächlich auf Julian Nagelsmann folgen wird, habe „ein riesiges Interesse an unserem Produkt und eine ausgesprochen positive Entwicklung rund um das Turnier" ausgelöst. „Sei es bei Absätzen, bei Werbe-Erlösen oder bei Reichweiten."
Dabei war diese hochdynamische Entwicklung bei der Entscheidung für Klopp laut Butzen nicht mitgedacht. „Gar nicht. Wir beschäftigen uns mit dem, was wir beeinflussen können. Darüber hinaus gab es nie Gedankenspiele oder alternative Szenarien", versicherte er. 
Lea Haberbosch

Esther Sedlaczek gönnt sich kleine WM-Auszeit – mit Kind am Strand

 
Zwischen Stadion und Familie bleibt bei einer Fußball-Weltmeisterschaft wenig Zeit, umso mehr freuen sich die Fans von Esther Sedlaczek (40) über einen seltenen privaten Einblick. An einem spielfreien Tag teilte die ARD-Moderatorin auf ihrem Instagram-Account ein Strandfoto mit ihrem jüngsten Kind.
Unter dem Titel „Freier Tag in LA" zeigte die Sportjournalistin am Freitagabend ein Selfie, auf dem sie ihren rund einjährigen Sohn in einer Babytrage vor sich trägt. Sedlaczek – im weißen Shirt und mit schmaler Sonnenbrille – lächelt in die Kamera. Der Kleine ist nur von hinten zu sehen. 

Das ist kein Zufall: Die Moderatorin achtet konsequent darauf, die Gesichter ihrer Kinder nicht in der Öffentlichkeit zu zeigen. Auch über den Vater ist offiziell so gut wie nichts bekannt. Seit April 2019 ist Sedlaczek mit einem Geschäftsmann aus München verheiratet. Insgesamt hat das Paar drei gemeinsame Kinder - eine Tochter und zwei Söhne. Der jüngste Nachwuchs kam 2025 zur Welt. 

Bei der laufenden WM steht Sedlaczek gemeinsam mit Bastian Schweinsteiger (41) vor der Kamera. Nach der kleinen Erholung stehen schon die nächsten Termine an. Wie die ARD am Samstag bekannt gab, wird das Erste drei Achtelfinalspiele übertragen. In der Nacht von Montag auf Dienstag ist die Partie zwischen Co-Gastgeber USA und Belgien live im Ersten und in der ARD-Mediathek zu sehen. Der Anstoß in Seattle erfolgt um 02:00 Uhr deutscher Zeit, die Übertragung beginnt bereits um 01:25 Uhr. Sedlaczek und Schweinsteiger begleiten das Spiel.

Am Dienstagabend sind in der ARD dann noch zwei Achtelfinals zu sehen: Das Spiel Argentinien gegen Ägypten in Atlanta beginnt um 18:00 Uhr deutscher Zeit, Reporterin vor Ort ist Christina Graf, als Co-Kommentatorin ist Almuth Schult im Einsatz. Die Vorberichterstattung erfolgt bereits ab 17:00 Uhr. Um 22:00 Uhr ist dann der Anstoß der Schweizer gegen Kolumbien. Bereits ab 21:00 Uhr moderieren Esther Sedlaczek und Bastian Schweinsteiger live aus Vancouver. 
Jacqueline Vetten

Mertesacker bereit für DFB-Posten 

Fußball-Weltmeister Per Mertesacker steht für einen Posten beim Deutschen Fußball-Bund bereit - nach einer Pause. "Irgendwie mal beim DFB zu arbeiten, dem deutschen Fußball, dem ich auch so viel zu verdanken habe, mal was zurückzugeben, wenn das gewünscht ist - dafür stehe ich natürlich zur Verfügung", sagte Mertesacker am späten Freitagabend im ZDF. 
Allerdings: "Mein Plan ist erst mal, hier das schöne Turnier zuende zu machen. Dann erst mal schön in den Urlaub", betonte er. "Was ich natürlich auch machen wollte nach 15 Jahren beim FC Arsenal, acht Jahren in der dortigen Akademie: Die Zeit zu reflektieren, was ich da alles erlebt habe."
Drängen nun generell die Weltmeister von 2014 in die Verantwortung? Mats Hummels hat sich im Turnierverlauf bei MagentaTV mit scharfen Analysen hervorgetan. ARD-Experte Bastian Schweinsteiger erklärte, er werde sich "nicht drücken". Philipp Lahm allerdings hat klargemacht, dass er sich derzeit nicht beim DFB sieht.  
Am ehesten käme das Amt des Sportdirektors infrage. Ob der DFB nach der Trennung von Bundestrainer aber überhaupt einen sucht, ist offen: Zur Zukunft von Rudi Völler, der eng an Nagelsmann gebunden war, haben sich bisher weder Völler selbst noch der Verband geäußert. 
Jacqueline Vetten

"Wir hatten viel Spaß!" Thomas Müller war gerne als TV-Experte im Einsatz
 

Vom Platz ans Mikrofon und zurück: Vor der Rückkehr in den Spielbetrieb mit den Vancouver Whitecaps hat Thomas Müller ein positives Zwischenfazit seiner Premiere als Experte bei MagentaTV während der Fußball-Weltmeisterschaft gezogen. "Wir hatten viel Spaß intern und bei den Shows", bilanzierte der Weltmeister von 2014 auf seiner Homepage esmuellert.de.

Zusammen mit dem als künftigen Bundestrainer vorgesehenen Jürgen Klopp und seinem Ex-Auswahlkollegen Mats Hummels analysiert der 36-Jährige für den Streamingdienst Spiele. "Mit Kloppo und Mats hat das bisher super funktioniert. BVB-Vergangenheit hin oder her", schrieb Müller mit einem lachenden Smiley. 

Insbesondere im Zusammenspiel mit Klopp gehe es ihm aber nicht ausschließlich um fußballerische Aspekte. "Natürlich bringt auch jeder seine eigene Persönlichkeit mit an den Spielfeldrand. Bei Kloppo und mir heißt das: bei aller Expertise wird auch viel geflachst. Wir nehmen uns beide nicht allzu ernst. Da ist der nächste Lacher meist nicht weit", so der frühere Offensivstar des FC Bayern München.

Noch zweimal werde er bei der WM als Experte im Einsatz sein: am 7. Juli (22.00 Uhr) beim Achtelfinale zwischen der Schweiz und Kolumbien oder Ghana in seiner Wahlheimat Vancouver sowie beim Endspiel am 19. Juli in New York. 
Jacqueline Vetten

Nach Nagelsmann-Rücktritt: Jetzt spricht Jürgen Klopp!


Jürgen Klopp will nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann Bundestrainer werden. "Das Timing ist auch jetzt nicht perfekt. Trotzdem ist es besser als es jemals war. Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt. Also ich bin bereit", sagte der Wunschkandidat des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitagabend bei MagentaTV.

Der DFB hat im Zuge der Trennung von Nagelsmann bereits bestätigt, dass er Kontakt zu Klopp (59) aufgenommen habe. Der Meistermacher von Borussia Dortmund und des FC Liverpool ist aktuell noch als "Head of Global Soccer" an Red Bull gebunden.

"Ich hab einen bestehenden Vertrag mit Red Bull. Ich halte Verträge gerne ein. Aber ich habe Interesse an Gesprächen. Es werden intensive Gespräche sein müssen. Die Probleme, die wir aktuell haben, hängen nicht an der Personalie Julian Nagelsmann", sagte Klopp: "Ich muss auch mit meinem Chef Oliver Mintzlaff reden. Ihm liegt der deutsche Fußball am Herzen. Red Bull muss sauber aus der Nummer rauskommen. Es ist nicht so einfach, da auszusteigen." 
Fabian Klein

Hollands Verband geht gegen rassistische Kommentare vor

Nach den rassistischen Beleidigungen gegen einige Spieler der Nationalmannschaft hat der niederländische Verband nach eigenen Angaben Anzeige beim Generalstaatsanwalt der Niederlande erstattet. „Es ist leider nie möglich, lückenlos zu sein, jede rassistische Reaktion zu erkennen und zu sanktionieren, aber der KNVB ist sehr darum bemüht, ein ganz deutliches Signal zu senden: Es gibt Grenzen, und wer sie überschreitet, muss mit Konsequenzen rechnen", heißt es in einer Verbandsmitteilung.
Das Oranje-Team war bei der Fußball-WM im Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen an Marokko gescheitert. Dabei hatten Justin Kluivert, Quinten Timber und Crysencio Summerville verschossen und waren danach in den sozialen Medien zum Teil rassistisch beleidigt worden. Das Trio schloss deshalb die Kommentarfunktionen in den jeweiligen Accounts.
„Fußball bringt Millionen verschiedene Menschen zusammen und Diskriminierung sorgt für das Gegenteil. Das widerspricht also allem, wofür der Fußball steht", hieß es in einer Stellungnahme des Verbands am Tag nach dem WM-Aus. Nun seien bereits einige Posts bei X gelöscht worden.
Fabian Klein

Teamdirektor gerät mit US-Sicherheitsdienst aneinander 

Und plötzlich schubste sich Ägyptens Teamdirektor Ibrahim Hassan mit Sicherheitskräften: Im Teamhotel der ägyptischen Mannschaft ist es vor dem WM-Sechzehntelfinale gegen Australien zu einem kuriosen Zwischenfall gekommen. Videos in sozialen Medien zeigten Rangeleien und hitzige Wortwechsel zwischen Sicherheitskräften und Mitgliedern der ägyptischen WM-Delegation. Mittendrin: Ibrahim Hassan, Zwillingsbruder von Trainer Hossam Hassan.
Wie Medien berichteten, hinderte ein Security-Mitarbeiter nach Angaben des ägyptischen Fußballverbandes ein Kind daran, ein Foto mit den Spielern zu machen. Ibrahim Hassan sei daraufhin eingeschritten, um das Kind zu schützen. Dabei sei es zu einer kurzen Auseinandersetzung mit dem Sicherheitspersonal gekommen. Ägyptische Fans hatten sich vor dem Hotel versammelt, um die Spieler zu begrüßen und Fotos sowie Autogramme zu bekommen.
Die Polizei von Dallas bestätigte den Einsatz. Man sei am Donnerstag gegen Mittag auf Bitten des Sicherheitsdienstes des Hotels gerufen worden, nachdem eine Person ohne Veranstaltungsakkreditierung versucht habe, Zutritt zu erhalten. Die Situation sei noch vor Ort geklärt worden und inzwischen erledigt, hieß es. Auch der ägyptische Fußballverband erklärte Berichten zufolge, es habe sich nur um einen kurzen Zwischenfall gehandelt, der schnell geklärt worden sei.
Fabian Klein

Influencer schenkt Nationalmannschaft Luxus-Uhren

Mit dem Geschenk hatten die mexikanischen Spieler nicht gerechnet! Der US-amerikanische Youtube-Star Stephen Deleonardis, bekannt als Steve Will Do it, überraschte mexikanischen Medienberichten zufolge die Mannschaft des WM-Mitgastgebers samt Trainer Javier Aguirre mit Uhren einer weltbekannten Schweizer Luxusmarke. 
Der Internet-Star, der dafür bekannt ist, auch mit seinem Reichtum zu protzen, kam dafür extra ins WM-Camp im Süden von Mexiko-Stadt. Es habe sich „wie ein Lauffeuer verbreitet, die Fußballer hätten überrascht und begeistert auf die Geschenke reagiert", schrieb Récord. 
Laut Excelsior soll sich der Gesamtwert der Uhren auf über eine Million US-Dollar, umgerechnet rund 875.000 Euro, belaufen haben. Steve Will Do it hatte zuvor auf die Mexikaner im Sechzehntelfinale gegen Ecuador gewettet und gewonnen. Allein der Einsatz soll Berichten zufolge bei zwei Millionen US-Dollar gelegen haben. 
Jan Luhrenberg

Matthäus kritisiert Nagelsmann-Vertrag

Nach dem Aus von Julian Nagelsmann als Bundestrainer hat TV-Experte Lothar Matthäus dem Deutschen Fußball-Bund fehlende Weitsicht beim Vertrag mit dem 38-Jährigen vorgeworfen. Die DFB-Verantwortlichen hätten vor einem Dreivierteljahr entschieden, mit Julian Nagelsmann zu diesem Gehalt und zu dieser Zeit zu verlängern – ohne große Ausstiegsklausel, sagte der Rekordnationalspieler im Interview mit RTL/ntv.

„Wenn er in der Vorrunde ausgeschieden wäre, dann wäre eine Lösung laut Vertrag wahrscheinlich möglich gewesen. Aufgrund dessen, dass er das Sechzehntelfinale erreicht hat, war der Vertrag dann eben über die nächsten zwei Jahre gültig. Deswegen muss man auch bei den Verhandlungen in die Zukunft gucken und nicht nur mit der Hoffnung in der Gegenwart davon ausgehen, dass man eine erfolgreiche Weltmeisterschaft spielt“, rügte der 65-Jährige.

Nach seiner Meinung ist der neue Vertrag vonseiten der DFB-Führung ohne Not ausgehandelt worden. „Sie haben den Vertrag mit Julian Nagelsmann verlängert. Sie haben die Zahlen reingeschrieben. Sie haben die Klauseln reingeschrieben. Das war nicht unter Zwang, sondern eine überzeugende Situation für die Verantwortlichen, dass Julian Nagelsmann der richtige Nationaltrainer bis 2028 ist“, sagte Matthäus. 

Jetzt müsse der Verband wahrscheinlich eine Abfindung in Höhe von mehreren Millionen Euro zahlen. „Das ist sehr viel Geld, was man ganz sicher auch für andere Zwecke beim DFB verwenden hätte können. Ich glaube, die Vertragsgestaltung war nicht glücklich von DFB-Seite aus“, urteilte der Weltmeister von 1990.
Jan Luhrenberg

Thomas Müller über DFB-Misere: „Anpacken angesagt“

Thomas Müller fordert nach dem enttäuschenden WM-Abschneiden der Nationalmannschaft weitgehende Reformen im deutschen Fußball. Beim DFB sei jetzt „Anpacken angesagt“, schrieb der Weltmeister von 2014 in einem Beitrag auf der Plattform LinkedIn. „Nach fünf enttäuschenden Turnieren in Folge ist ein Konzept mit neuen, tiefgründigen Denkanstößen gefragt. Es braucht eine konsequente und moderne Spielerausbildung, die der zukünftigen Spielidee Rechnung trägt.“

Zuvor hatten schon Oliver Kahn und Bastian Schweinsteiger den Fokus weg von Personaldiskussionen gelenkt und eine Debatte um Tugenden und Verantwortung der Fußballer entfacht. Offiziell steht seit Freitagmittag fest, dass Julian Nagelsmanns Zeit als Bundestrainer vorbei ist. Sein Nachfolger könnte Jürgen Klopp werden, mit dem der DFB laut Verbandsmitteilung das Gespräch suchen will.

Auf die Personalien Nagelsmann und Klopp ging Müller in seinem Beitrag nicht konkret ein. „Wir benötigen Verantwortungsbewusstsein, Fachwissen und auch den Mut, die notwendigen Veränderungen anzustoßen, um in der Zukunft wieder bis zum Schluss auf dem Parkett der großen Fußballbühne zu tanzen“, schrieb der 36 Jahre alte Profi der Vancouver Whitecaps. 
Jan Luhrenberg

Hitzlsperger rät DFB: Nicht nur mit Jürgen Klopp sprechen

Nach Meinung des früheren deutschen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger sollte sich der Deutsche Fußball-Bund auf der Suche nach einem Nachfolger für Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht nur auf einen Kandidaten konzentrieren. „Es ist natürlich nachvollziehbar, dass Jürgen Klopp jetzt der Top-Kandidat ist. Der DFB wäre aber gut beraten, nicht nur mit Jürgen Klopp zu sprechen, sondern auch, sich um Alternativen umzusehen“, sagte Hitzlsperger der ARD.

Vier Tage nach dem WM-Flop gegen Paraguay hatte Nagelsmann seinen Rücktritt erklärt, nachdem ihm die DFB-Spitze diesen Schritt Medienberichten zufolge nahegelegt hatte. „Es ist wirklich nicht überraschend, dass Julian Nagelsmann jetzt zurückgetreten ist und es ist die richtige Entscheidung“, befand Hitzlsperger. 

Auch Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig wird den Verband zum Jahresende verlassen. Der DFB will nun Gespräche mit Klopp führen, der seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Trainerpostens bereits signalisiert haben soll. Das nächste Spiel der deutschen Nationalmannschaft steht im September in der Nations League gegen die Niederlande an.

Vor Personalentscheidungen müsse der DFB jedoch zunächst die grundlegenden inhaltlichen Fragen klären, forderte Hitzlsperger. „Was passiert nach dem Abgang vom Andreas Rettig? Was passiert mit Rudi Völler? Und sich zusammensetzen mit all den Jugendtrainern, die besser beurteilen können, ob wir ein Problem im Nachwuchs haben oder nicht. Diese Gespräche müssen geführt werden“, appellierte der 52-malige Nationalspieler an den Verband.
Jan Luhrenberg

Klopp arbeitet trotz DFB-Gesprächen weiter für MagentaTV

Trotz der beginnenden Gespräche mit dem DFB wird Bundestrainer-Favorit Jürgen Klopp bis zum Ende der Fußball-Weltmeisterschaft für MagentaTV arbeiten. Der 59-Jährige soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die zuvor geplanten WM-Einsätze für den kostenpflichtigen TV-Sender der Telekom absolvieren.

Den nächsten Einsatz hat der Top-Anwärter auf die Nachfolge von Julian Nagelsmann als Bundestrainer am Sonntag bei der Achtelfinal-Partie Brasilien gegen Norwegen im Stadion von East Rutherford. Bei dem ab 22 Uhr live nur bei MagentaTV zu sehenden Spiel ist der frühere Bundesliga-Coach zusammen mit Tabea Kemme und Moderator Johannes B. Kerner im Stadion.

Der 59-Jährige ist beim Turnier in Nordamerika als Experte für MagentaTV im Einsatz und sorgt mit einigen Sprüchen für Schlagzeilen. Hauptberuflich ist Klopp vertraglich noch bis Sommer 2029 als Head of Global Soccer beim Getränke-Konzern Red Bull gebunden.

Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

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Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt wurden im Vorfeld WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

Video-Tipp: Kreative Fußball-Snacks zur Fußball-WM 2026

Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID, dpa, afp, spot on news