Unser WM-TickerUm 01.28 Uhr sind wir RAUS! Elfmeterschießen besiegelt unser WM-Schicksal

WM 2026 - Deutschland - Paraguay
Ganz unten: Die Köpfe von Julian Nagelsmann und der Nationalmannschaft
dpa, Tom Weller

Die Blamage ist perfekt!
Deutschland scheitert gegen Paraguay im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Das Elfmeterschießen brach der Mannschaft von Julian Nagelsmann das Genick. Kann sich der Trainer halten?

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Der Live-Ticker von RTL.de zur Fußball-WM 2026 – hier verpasst ihr nichts!

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Jan Luhrenberg
Roger Saha

ZDF-Expertin Fritzy Kromp: Bittere Abrechnung mit Nagelsmann

In der Analyse nach der Niederlage sagte die Fußballtrainerin im ZDF: „Dass ein Nick Woltemade, der heute im K.o.-Spiel seinen ersten Einsatz bekommt, mit einen entscheidenden Elfmeter verschießt, ist für mich auch irgendwo naheliegend. Das ist natürlich ein hoch bezahlter, sehr guter Fußballer, der am Fließband Elfmeter schießen kann, aber nicht in so einer Situation.“
Sie kritisiert, dass Bundestrainer Nagelsmann Woltemade überhaupt zum ersten Mal in diesem Turnier eingesetzt hat. Und sie jetzt noch einen obendrauf: „Ich finde, man hat ihn gefühlt gekillt und heute brauchst du ihn und dass er dann nicht funktionieren kann, sowas macht mich sprachlos. Sowas ist auch undankbar für den Spieler.“
Roger Saha

Nagelsmann will Bundestrainer bleiben: "Ich stehe zur Verfügung"

Julian Nagelsmann will Bundestrainer bleiben. "Ich bin keiner, der wegläuft", sagte er um 2.10 Uhr in einem ZDF-Interview.

Der 38-Jährige kündigte nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay im Sechzehntelfinale an, seinen bis nach der EM-Endrunde 2028 gültigen Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund erfüllen zu wollen.

Roger Saha

 "Flop Germania!" - Pressestimmen zum deutschen WM-Aus 

Die ganze Welt schüttelt über Deutschland den Kopf. 

ENGLAND 
Daily Mail: "Die bisher größte Überraschung des Turniers."
The Guardian: "Natürlich richtet sich die Aufmerksamkeit auf Deutschland, das zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft im Elfmeterschießen verloren hat, doch Paraguays Spielplan war makellos. Dies ist einer der größten Momente in der Geschichte des Landes."

FRANKREICH
L'Équipe: "Es ist die bislang größte Überraschung des Turniers. Obwohl die Paraguayer während des gesamten Spiels in puncto Ballbesitz unterlegen waren, kämpften sie verbissen darum, die deutschen Pläne zu durchkreuzen. Unter großen Schwierigkeiten überstanden sie die Verlängerung und schafften es bis zum Elfmeterschießen. Dort wird Deutschland für seine fruchtlose Dominanz bestraft.
Le Dauphiné: "Paraguay sorgt für eine Sensation und schaltet Deutschland aus. Die Deutschen enttäuschen bei ihrer dritten Weltmeisterschaft in Folge, während Paraguay sein erstes K.o.-Spiel gewinnt. Was für ein Erdbeben in Boston!"  

ITALIEN
Gazzetta dello Sport: "Flop Germania! Die Deutschen zeigten zwar eine leichte Verbesserung gegenüber 2018 und 2022, konnten aber den Erwartungen nicht gerecht werden." 
Tuttosport: "Die erste große Überraschung der Weltmeisterschaft 2026 ist das Ausscheiden Deutschlands."
Corriere dello Sport: "Sensationell: Deutschland scheidet im Elfmeterschießen aus, Paragiuay schafft das Kunststück und zieht ins Achtelfinale ein."

ÖSTERREICH
Kronen-Zeitung: "WM-Aus! Deutschland verliert Elfmeter-Thriller. Paraguay sensationell, mit diesem Ergebnis hätten wohl die wenigsten gerechnet."

SCHWEIZ
Blick: "Aus, aus, aus, aus, die WM ist aus - zumindest für den Champion von 2014. Deutschland erlebt in Boston eine der bittersten Stunden seiner Fußball-Geschichte. Und dies gegen einen Gegner, der im Vorfeld noch als drittklassig bezeichnet wurde. Das Aus kommt ausgerechnet im Penaltyschießen, das bisher die deutsche Paradedisziplin an Weltmeisterschaften war. So weit hätte es aus deutscher Sicht allerdings gar nicht kommen müssen."
Tages-Anzeiger: "Deutschland scheitert im Penalty-Schießen - und hadert mit dem VAR: Paraguay mauert sich gegen Deutschland ins Penaltyschiessen – und gewinnt dieses, weil die deutschen Nerven flattern. Der Videoschiedsrichter sorgt für Gesprächsstoff."

SPANIEN
Marca: "Von Deutschland ist nichts mehr übrig. Nicht einmal im Elfmeterschießen. Die deutsche Mannschaft muss weitere vier Jahre warten, um ihrem Wappen einen weiteren Stern hinzuzufügen."
Sport: "Paraguay sorgt für die erste große Überraschung der Weltmeisterschaft, indem es eine niedergeschlagene deutsche Mannschaft im Elfmeterschießen besiegt."
Roger Saha

Die WM-Blamage: Deutschland verliert Elfer-Krimi gegen Paraguay 


Fiasko in Foxborough: Die Fußball-Nationalmannschaft scheidet im WM-Sechzehntelfinale aus. Gegen Paraguay wird gekämpft, gezittert und gelitten. Im Elfmeterschießen kommt der bittere K.o.
Die Elfmeter-Lotterie endete im nächsten WM-Debakel. Fußball-Deutschland liegt nach den Fehlschüssen von Jonathan Tah, Nick Woltemade und Kai Havertz wieder gedemütigt am Boden - und Julian Nagelsmann ist als Bundestrainer gescheitert. Nach einem lange viel zu ideenlosen und dann glücklosen Auftritt hat sich die Nationalmannschaft den Defensivexperten aus Paraguay im Nervenkrimi geschlagen geben müssen.
Das erste WM-K.o.-Spiel seit den goldenen Tagen von Rio 2014 bleibt vorerst das letzte. Wie 2018 und 2022 fliegt die DFB-Elf nach dem 3:4 im Elfmeterschießen des Sechzehntelfinales als Verlierer nach Hause, wenn die besten 16 Mannschaften der Welt um den Titel spielen.
Havertz (54. Minute) hatte mit seinem dritten WM-Treffer die Paraguay-Führung von Julio Enciso (42.) vor 63.945 Zuschauern noch ausgleichen können. Doch der Siegtreffer wollte weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung gelingen. Ein Tor von  Tah (102.) wurde vom VAR einkassiert. Eine sehr diskutable Entscheidung. Die erste Niederlage im Elfmeterschießen in der deutschen WM-Geschichte war der finale Nackenschlag.

Kimmich bleibt ungekrönt

Zur tragischen Figur wurde neben den Fehlschützen wieder einmal Joshua Kimmich. Der Kapitän ackerte und rannte, aber muss nun auch bei seiner dritten WM lange vor dem Finale in den Urlaub gehen. Von der XXL-WM wird das 7:1 zum Auftakt in schöner Erinnerung bleiben - gegen Curaçao. Keinen anderen Gegner konnte man dominieren. Die bittere Wahrheit: In dieser Verfassung wäre die DFB-Elf gegen wirkliche Titelkandidaten wie Frankreich, Argentinien oder Spanien wohl chancenlos gewesen.

Für den viel besungene Party-Zug war in Foxborough Endstation - ausgerechnet dort, wo Nagelsmann im Oktober 2023 seine ersten Trainingseinheiten als Bundestrainer geleitet hatte. 2018 und 2022 blieben Joachim Löw und Hansi Flick nach den WM-Enttäuschungen im Amt - Argumente für die Fortsetzung seiner Arbeit hat er nicht. Der potenzielle Nachfolger Jürgen Klopp war als TV-Experte schon im Stadion und analysierte das Geschehen auf dem Rasen aus messerscharf aus Trainersicht.

Nagelsmanns Wunsch: «Drecksack-Mentalität»

«Drecksack-Mentalität», hatte Nagelsmann vorab im ZDF von seiner Elf gefordert. Doch davon war lange nichts zu sehen. Zu brav, zu passiv startete die DFB-Elf in das wichtigste Spiel seit der Heim-EM. Auch der von vielen Experten und Fans herbeigesehnte erste Startelf-Einsatz von Deniz Undav zeigte keine Wirkung. Der Top-Joker fand nichts ins Spiel. 

Völler über Undav: «Die Nation wollte es ja schon relativ lange»

«Die Nation wollte es ja schon relativ lange, jetzt ist er drin», sagte Völler vor der Partie bei MagentaTV. «Wir wollen ein bisschen mehr Präsenz haben im gegnerischen Sechzehner», erklärte Nagelsmann die Hereinnahme, durch die Jamal Musiala auf die Bank musste.
Weitere Überraschungen gab's nicht: Nathaniel Brown kehrte nach seinen Adduktorenproblemen wie erwartet auf die linke Verteidigerposition zurück. Der Frankfurter ersetzte David Raum. Die Debatte um die ideale Position von Kapitän Joshua Kimmich beantwortete Nagelsmann, indem er den Münchner erneut als rechten Verteidiger aufbot.
«Paraguay kommt mit viel Willen, da müssen wir von Anfang an da sein und unsere Aufgaben gut machen», skizzierte Wirtz den Siegplan, der schon nach etwas über einer Minute fast durchkreuzt worden wäre. Nach einem Eckstoß rettete DFB-Torwart Manuel Neuer gegen Júnior Alonso.
Bei knapp über 30 Grad auf dem Rasen taten sich die Deutschen gegen Paraguays enge Defensivketten vor allem in Hälfte eins extrem schwer. Die fußballerisch limitierten Südamerikaner verdichteten auch ohne den angeschlagenen Ex-Herthaner Omar Alderete in der Abwehr geschickt die Räume.

Undav und Havertz ohne Aktionen vor der Pause

Die von Undav und Havertz gebildete Doppelspitze blieb völlig stumpf, auf den offensiven Außenbahnen kamen Leroy Sané und Wirtz entweder nicht durch oder erschwerten durch Stockfehler und leichte Ballverluste die Mission zusätzlich. Es fehlte trotz extremer Dominanz und 244:31 Pässen nach 35 Minuten an vielem: Raffinesse, Tiefenläufe, Tempo, Spielfreude. Die einzig halbwegs nennenswerte Möglichkeit vor der Pause hatte Felix Nmecha mit einem abgefälschten Schuss.
Das DFB-Team navigierte wie ein schwerer Tanker - und geriet kurz vor der Pause in höchste Not. Enciso wuchtete eine scharf getretene Flanke von Matías Galarza per Kopf ins Tor. Nicht im Bilde: die deutsche Abwehr, die den Torschützen völlig aus den Augen verloren hatte.
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Klopp-Kritik: «Einfach schlecht verteidigt»

«Tore fallen meistens nach Fehlern, hier wurden acht gemacht. Das wurde einfach schlecht verteidigt», ätzte Jürgen Klopp als Experte bei MagentaTV über das in der Tat viel zu einfache Gegentor. «Wir sind zu statisch. Undav nicht im Spiel, Nmecha nicht im Spiel. Bis Leroy den Ball hat, stehen drei Leute vor ihm», mäkelte er weiter.
Als Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko, der die DFB-Elf bereits beim 7:1 gegen Curaçao gepfiffen hatte, zur Halbzeit blies, rannte Nagelsmann in die Kabine. Der 38-Jährige hatte es eilig, seine Spieler neu ein- und aufzustellen: Für Nmecha kam Leon Goretzka zu seinem dritten Einsatz bei dieser WM.

Havertz trifft, Undav muss runter

Gedanklich frischer waren zunächst die Paraguayer. Einen zu kurzen Kimmich-Rückpass hätte 1:0-Torschütze Enciso aus spitzem Winkel fast zum 2:0 verwertet, doch Neuer parierte - und das DFB-Team war kurz danach wieder voll im Spiel, als Havertz eine scharfe Wirtz-Flanke per Kopf ins Tor verlängerte.
Nagelsmann ballte die Faust, sein Team wollte nachlegen. Schüsse von Goretzka und Pavlovic blockte die nun stärker geforderte Defensive der Südamerikaner. Es blieb aber ein Geduldsspiel, an dem nach etwas über einer Stunde auch Musiala teilnehmen durfte. Undav musste runter. 
Mehr als Havertz' Kopfballchance (78.), pariert von Uruguays Torwart Orlando Gill, gab's in der Schlussphase nicht. Dafür schickte Nagelsmann noch Waldemar Anton und Nick Woltemade für Aleksandar Pavlovic und Sané auf den Platz, Kimmich rückte auf die Sechser-Position.

Ex-Schiri Kinhöfer: «Absolut nicht nachvollziehbar»

Hektisch wurde es in der Verlängerung, als Tah einköpfte, Schiedsrichter Jayed den Treffer aber zurücknahm, weil Anton nach Jayeds Meinung Torhüter Gill zu stark bedrängte. «Absolut nicht nachvollziehbar», kommentierte ZDF-Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer. Anton hatte dann selbst das 2:1 aus Nahdistanz auf dem Kopf (119.), Gill hielt den Ball aber sogar fest. Das Elfmeterschießen musste her - mit dem besseren Ausgang für Paraguay.

Quelle: dpa
Hinweis: Die Deutsche Presse-Agentur schrieb in einer ersten Version, Deutschland sei im Achtelfinale ausgeschieden. Wir haben den Fehler der dpa korrigiert.
Roger Saha

AUS, AUS, AUS! DEUTSCHLAND IST RAUS

Roger Saha

MANUEL NEUER HÄLT DEUTSCHLAND IM SPIEL!

Aber Tah verschießt seinen Elfmeter gegen Paraguay.
Roger Saha

MATCHBALL PARAGUAY

Am Tor vorbei! Deutschland bleibt im Spiel
Roger Saha
Deutschland steht kurz vor dem Aus! Woltemade verschießt auch! Der Elfer ist zu schwach getreten und wird von Gill aus der rechten Ecke von der Linie gekratzt. Jetzt muss Neuer halten!

Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

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Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt werden WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Wie weit kommt Deutschland bei der WM 2026? Hier abstimmen!

Wie stehen die deutschen Chancen bei der Fußball-WM 2026?

Unter Bundestrainer Julian Nagelsmann wirkt die Mannschaft nach den enttäuschenden Turnieren der vergangenen Jahre stabiler. Ein Titelgewinn wäre nach den Vorrunden-Blamagen von 2018 und 2022 dennoch eine große Überraschung. Das Achtelfinale scheint realistisch, danach wird vieles von Form, Auslosung und Momentum abhängen. In der Vorrunde warten zunächst Curacao (14. Juni), die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) als Gegner auf die DFB-Elf.

Unsere Jungs für die USA! Das ist Julian Nagelsmanns WM-Kader

Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

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Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID