Ihre Familie ist „völlig am Boden zerstört”Juliette (18) stirbt bei Meningitis-Ausbruch in England

Jetzt bekommt eins der Meningitis-Opfer ein Gesicht!
Juliette (18) ist eines von zwei Opfern eines schweren Meningitis-Ausbruchs in England. Ein 21-jähriger Student stirbt ebenfalls. Der Ausbruch steht vermutlich im Zusammenhang mit dem Besuch eines Nachtclubs.

Familie der toten Schülerin veröffentlicht Statement

Die Familie sei „völlig am Boden zerstört und finde keine Worte, um ihren Verlust auszudrücken“, sagt der Vater der 18-jährigen Juliette der BBC. Die Schülerin stirbt am Samstag an den Folgen der Infektion.

Neben ihr verliert auch ein 21-jähriger Student sein Leben. Elf weitere Menschen kommen ins Krankenhaus. Hunderte von Studenten erhalten vorsorglich Antibiotika. Drei Schulen und eine Universität bestätigen Fälle. An der Universität sind Präsenzprüfungen und -bewertungen abgesagt.

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Die britische Gesundheitsbehörde (UKHSA) kontaktiert mehr als 30.000 Menschen in der Region Canterbury. Die Behörde bezeichnet den Ausbruch als „besonders groß“ und „in den letzten Jahren beispiellos“. Vermutlich steht der Ausbruch im Zusammenhang mit einer Veranstaltung in einem Nachtclub der Stadt. Alle, die den Club „Chemistry“ am 5., 6. oder 7. März besucht haben, sollen sich vorsorglich einer Antibiotikabehandlung unterziehen.

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An der Universität von Kent bringen medizinische Fachkräfte in Schutzkleidung Menschen ins Krankenhaus. Studenten mit Gesichtsmasken stehen Schlange, um Antibiotika zu erhalten. Eine Studentin berichtet von Panik in den Gruppenchats. Sie sagt: „Alle fahren nach Hause, ich habe so viele Studenten mit Koffern gesehen, die zum Bahnhof gingen.“

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Club bleibt vorerst geschlossen

Eine Mitarbeiterin des Clubs „Chemistry“ hat einen bestätigten Fall von Meningitis. Zwei weitere Angestellte mit Symptomen warten auf ihre Testergebnisse. Die Inhaberin erklärt, der Club bleibe bis auf Weiteres geschlossen. Sie sagt: „Ich kann mir nicht vorstellen, was die Familien gerade durchmachen. Meningitis betrifft gesunde, junge Menschen, und das ist verheerend.“

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Symptome nicht mit Kater verwechseln

Eine Expertin der Gesundheitsbehörde mahnt, auf Symptome zu achten und schnell zu handeln. Anzeichen für eine Meningitis können Fieber, Kopfschmerzen, schnelle Atmung, Schläfrigkeit und Erbrechen sein. Auch ein Hautausschlag ist möglich, der nicht verschwindet, wenn man ein Glas dagegen drückt.

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Sie warnt: „Schüler sind besonders gefährdet, die frühen Warnzeichen einer Meningitis zu übersehen, da diese leicht mit anderen Erkrankungen wie einer schweren Erkältung, Grippe oder sogar einem Kater verwechselt werden können.“ Meningitis kann durch Husten, Niesen, Küssen und das gemeinsame Benutzen von Besteck übertragen werden.

Verwendete Quellen: BBC