Das Jugendzentrum in Gnarrenburg - eigentlich ein Ort an dem Teenager sicher sein sollten. Aber genau hier soll sich die schreckliche Tat vergangenen Sommer abgespielt haben.
Und: offenbar hat einer der mutmaßlichen Täter jetzt nochmal zugeschlagen!
Die Polizei Rotenburg hat uns schriftlich mitgeteilt, dass sie aktuell wieder zu einem Vergewaltigungsfall eines 14-Jährigen Mädchens ermitteln. Laut Medienberichten soll es sich mutmaßlich wieder um einen der Täter handeln, der hier im Jugendzentrum schon Teil der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung gewesen sein soll
Es ist der schlimmste Tag ihres Lebens als Inga auf dem Handy ihrer Tochter ein Video sieht - auf dem drei Jugendliche Sex mit der damals 14-Jährigen haben. Eine Gruppenvergewaltigung – passiert in einem Jugendzentrum, sagt die Teenagerin. Sie habe es über sich ergehen lassen – aus Angst.
Einfach nur die Hölle, also ich glaube man hat ihr einen Großteil ihres Lebens, ihrer Jugend genommen und ich kann's auch gar nicht in Worte fassen, was sie da durchgemacht hat oder immer noch durchmachen muss.
Sie erstatten Anzeige - ABER das Verfahren wird mit dieser krassen Begründung eingestellt.
Der Widerwille unserer Tochter war angeblich nicht deutlich genug zu erkennen. Es ist halt kein deutliches Nein gewesen, sondern Angst und "nicht Mitmachen" und es einfach über sich ergehen lassen ist kein Argument laut Staatsanwaltschaft.
Und genau DAS ist ein Problem - sagen Experten.
Weil ganz viele Opfer tatsächlich in eine Schockstarre verfallen und wenn sozusagen das nur einfach ein "nicht mehr handeln können" ist, ist das nicht mehr ohne Weiteres strafbar und dann hat das Opfer gar nicht die Möglichkeit zu zeigen, dass es etwas nicht möchte. Also das ist ein großes Problem.
Besonders heftig: Jetzt meldet sich ein weiteres Mädchen aus einem Nachbarort mit ganz ähnlichen Vorwürfen wie Ingas Tochter.
Der mutmaßliche Täter, der weiß was er tut. Er weiß, was er tut, und er rühmt sich damit und das ist so schrecklich. Meiner Meinung nach hätte es den Fall in Zeven... der hätte vermieden werden können.
Inga möchte für ihre Tochter und mögliche weitere Opfer kämpfen. Die Anwältin der Familie hat Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens eingelegt. Darüber muss jetzt die Generalstaatsanwaltschaft Celle entscheiden.