„Ich wollte mir die ganze Welt angucken“Sein Augenlicht schwindet: Danger Dan über die Diagnose, die sein Leben verändert

Eine Diagnose stellt sein Leben auf den Kopf – und verändert seinen Blick auf die Welt.
Danger Dan spricht erstmals ausführlich über seine Augenerkrankung Retinitis pigmentosa. Der Musiker weiß bereits seit seinen Zwanzigern, dass sein Sehvermögen zunehmend schwinden kann. Jetzt verarbeitet er seine Erfahrungen in seinem neuen Song „Dass es hier so schön ist“.
Musiker leidet an Retinitis pigmentosa
Auf Instagram erklärt der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Daniel Pongratz heißt, wie persönlich sein neuer Song für ihn ist: „Es geht um meine Augenerkrankung und meinen Umgang mit ihr.“
Bei dem 41-Jährigen wurde Retinitis pigmentosa diagnostiziert. Dabei handelt es sich um eine erblich bedingte Erkrankung, bei der die Netzhaut nach und nach geschädigt wird und das Sehvermögen zunehmend eingeschränkt werden kann. Zu den möglichen Folgen gehören Nachtblindheit und ein immer kleiner werdendes Sichtfeld. Im weiteren Verlauf kann auch das zentrale Sehen betroffen sein. Wie schnell die Krankheit fortschreitet, lässt sich kaum vorhersagen.
Nach der Diagnose wollte er die Welt sehen
Von seiner Erkrankung weiß Danger Dan bereits seit Mitte 20. Die Diagnose habe damals unmittelbare Konsequenzen für sein Leben gehabt.
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„In den darauffolgenden Monaten habe ich meinen Job geschmissen, ständig irgendwelche Abenteuer gesucht, bin viel und weit gereist“, erinnert sich der Sänger. Er habe versucht, sich „die ganze Welt anzugucken und aus jedem Augenblick etwas zu machen“.
Statt sich zurückzuziehen, wollte er möglichst viel erleben und sehen. Rückblickend habe ihm die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit sogar etwas mitgegeben: „Risikobereitschaft, Mut und einen Blick dafür, dass es hier eigentlich ganz schön ist.“
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„Unterm Strich natürlich trotzdem scheiße“
Danger Dan romantisiert seine Erkrankung allerdings nicht. Im Alltag bedeute sie für ihn auch ganz konkrete Einschränkungen.
„Unterm Strich natürlich trotzdem scheiße, dass ich kein Auto fahren darf, ständig irgendwas umschmeiße und dass die Welt alles andere als barrierefrei ist“, schreibt er.
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Genau diese Mischung aus Einschränkungen, Endlichkeit und Lebensfreude verarbeitet der Musiker nun in „Dass es hier so schön ist“.
Fans danken Danger Dan für seine Offenheit
Bei seinen Fans sorgt die persönliche Geschichte hinter dem Lied für emotionale Reaktionen. In den Kommentaren bedanken sich viele dafür, dass Danger Dan so offen über seine Erkrankung spricht und ihr damit mehr Aufmerksamkeit verschafft.
Auch andere Betroffene melden sich zu Wort. Einige beschreiben den Song als „Mutmach-Lied“. Ein weiterer Fan schreibt: „Unfassbar ergreifendes Lied. Danke für das Teilen deiner Geschichte.“
Für Danger Dan scheint die Diagnose damit bis heute zwei Seiten zu haben: Sie schränkt seinen Alltag ein – hat ihm aber gleichzeitig vor Augen geführt, wie kostbar die Zeit und die Welt um ihn herum für ihn sind.
Verwendete Quelle: t-online, Instagram/Danger Dan


