Virus auch in DeutschlandSchon 61 Tote! West-Nil-Fälle steigen stark an – dieses Urlaubsland trifft es besonders

Die Zahl der West-Nil-Fälle in Europa schießt in die Höhe!
Seit dem Frühjahr haben sich mehr als 1.500 Menschen in ihrem eigenen Land mit dem Virus angesteckt – damit sind bereits jetzt die Fallzahlen mehrerer vergangener Gesamtjahre übertroffen. Besonders heftig trifft es Italien. Doch auch Deutschland bleibt nicht verschont.
Fast 1.600 Infektionen in Europa! West-Nil-Fälle steigen 2026 deutlich an
Insgesamt 1.569 lokale Infektionen mit dem West-Nil-Virus sind in Europa seit dem Frühjahr registriert worden. Das geht aus aktuellen Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mit Stand vom 23. September hervor, wie die dpa berichtet. „Lokal“ bedeutet dabei: Die Betroffenen haben sich in ihrem jeweiligen Land angesteckt – und sich das Virus nicht etwa auf einer Fernreise eingefangen.
Die Dimension zeigt der Vergleich mit den Vorjahren: Schon jetzt wurden mehr Fälle registriert als im gesamten Jahr 2025 mit 1.112 Infektionen. Auch die Gesamtzahlen von 2024 (1.436 Fälle) und 2022 (1.339 Fälle) sind bereits überschritten. An den bisherigen Höchststand von 2018 mit 2.083 Fällen kommt das laufende Jahr bislang allerdings nicht heran.
Italien ist besonders stark vom West-Nil-Virus betroffen – doch auch Deutschland bleibt nicht verschont
Mit Abstand die meisten Fälle meldet Italien. Dort haben sich laut ECDC bereits rund 696 Menschen mit dem West-Nil-Virus infiziert, wie die dpa berichtet. Die Infektionen verteilen sich fast über das gesamte Land, Schwerpunkte liegen unter anderem rund um Rom, Padua und Mailand.
Dahinter folgen Griechenland mit 355 und Spanien mit 125 Fällen. In Frankreich sind bislang 102, in Rumänien 91, in Nordmazedonien 69 und in Serbien 46 Infektionen registriert worden. In den Niederlanden zeigt sich ebenfalls eine auffällige Entwicklung: Dort wurden 28 Fälle registriert.
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Auch Deutschland taucht in der Statistik auf – wenn auch mit deutlich niedrigeren Zahlen. Vier lokale Infektionen wurden bislang registriert: zwei Fälle in Berlin sowie jeweils einer in Leipzig und im Rhein-Pfalz-Kreis.
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61 Todesfälle! So gefährlich kann das West-Nil-Virus sein
Die hohe Zahl der Infektionen bleibt nicht ohne schwere Folgen: Mit Stand vom 3. September waren dem ECDC insgesamt 61 Todesfälle bekannt. Besonders betroffen sind Italien und Griechenland: Auf die beiden Länder entfallen zusammen 49 der gemeldeten Todesfälle.
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Dabei führt nicht jede Infektion sofort zu einem schweren Verlauf: Etwa 20 Prozent der Infizierten entwickeln laut RKI das sogenannte West-Nil-Fieber – eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung. Nur etwa einer von 100 Infizierten wiederum erkrankt schwer, wie dpa schildert.
Das West-Nil-Fieber heilt nach Angaben des RKI normalerweise ohne Komplikationen aus. Bei Menschen mit einem schweren Verlauf können Spätfolgen allerdings vergleichsweise häufig auftreten.
Verwendete Quellen: dpa



