Es ist ja eigentlich ganz einfach: Der Mond schiebt sich vor die Sonne. Doch seit ewigen Zeiten fasziniert dieser Moment die Menschen – auch heute noch. Astronomen richten ihre Teleskope auf die Sonne aus, andere machen es sich am Strand oder am Bodensee bequem. Hier, ganz im Süden, ist einer der besten Plätze in Deutschland. Die Sonne wird bis zu 90 Prozent verdeckt sein.
„Ja, wahnsinnig. Besonders meine Tochter, denn die möchte gerne Astronomin werden. Und deshalb sind wir heute eigentlich hier mit Freunden, um ihr das zu ermöglichen.“
„Ich bin sehr aufgeregt und ich möchte sie sehen, weil ich noch nie eine gesehen habe. Und es ist halt spannend, das einfach mitzuerleben. Es wird einfach cool. Und ich finde es auch schön, dass es hier so voll ist und man es so gemeinsam erlebt.“
Kurz kommt in Überlingen allerdings etwas schlechte Stimmung auf. Hunderte hoffen noch auf eine Spezialbrille für die Sonnenfinsternis. Doch so viele gibt es nicht mehr. Irgendwie kam diese Sonnenfinsternis dann doch überraschend. Spezialbrillen sind heute so knapp wie Klopapier zu Corona-Zeiten. Am Zeiss-Planetarium in Berlin muss die Polizei einschreiten.
„Halt die Fresse! Du, deine Fresse!“
Brillenhysterie in der Hauptstadt. Hätten mal alle so gut vorgesorgt wie Optiker Wolff in Bensberg. Er hat einen Brillenvorrat. Die Menschen stehen Schlange – oder sitzen.
„Mama, setzt du dich auf den Rollator heute? Und dann habe ich gesagt: Ja, sicher mache ich das. Na ja, und so gesehen sitze ich hier.“
„Allein für die Kleine. Ein Ereignis, was nicht jedes Jahr vorkommt. Deswegen dachten wir: Komm.“
So geschützt kann man gefahrlos in den Himmel schauen. Und wer rechtzeitig geplant hat, kann sogar eine totale Sonnenfinsternis sehen. Auf Mallorca zum Beispiel, ausgerechnet auf der deutschen Lieblings-Sonneninsel.
Nur ist der Weg an die Westküste kein leichter. Eine Karawane hat sich auf den Weg gemacht. Stau auf Malle, die Parkplätze sind voll. Hier wird die Finsternis etwas teurer.
„Ich bin nur zu Fuß gegangen.“
„1,5 Kilometer, um zu schauen, was los ist, weil hinter uns die Kolonne immer länger wird.“
Und diejenigen, die sich bis an die Uferstraße vorgekämpft haben, erwartet ein Logenplatz für das große Spektakel. Die ersten Klappstühle mit Blick nach Westen stehen schon am Nachmittag, und die Plätze auf der Mauer sind mit Handtüchern reserviert.
Mallorca eben. Gelernt ist gelernt.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche