Bilder, die man so sonst nur aus Südeuropa kennt: 300 Hektar Wald stehen in Flammen. Das entspricht einer Fläche von rund 420 Fußballfeldern. Gleich drei Feuer brechen in der Gemeinde Hürtgenwald westlich von Köln aus. Zwei davon haben die Feuerwehren bald unter Kontrolle, das größte jedoch nicht. In der Nacht rücken die Flammen bis auf 200 Meter an Wohnhäuser heran. Gegen 4 Uhr holt die Polizei 1800 Menschen aus ihren Betten.
„Alle wichtigen Unterlagen habe ich eingepackt, die Kinder angezogen und dann sind wir schon gegangen.“
„Ich hörte den ganzen Tag oder den ganzen Abend die Feuerwehr, also das Tatütata immer wieder. Dann die Flugzeuge, die darüber flogen. Das war schon ... Und es hat sich nichts getan. Es wurde immer mehr.“
„Ja, die ganz hohen Flammen, fünf Meter hoch.“
„Die über die Baumspitzen hochkamen, die wir sehr gut sehen konnten. Das war schon ein bisschen erschreckend.“
Bei 30 Grad, nur 30 Prozent Luftfeuchtigkeit und einem Wind, der mit 30 Stundenkilometern bläst, haben die Flammen leichtes Spiel. Doch die Retter halten dagegen. 300 Feuerwehrleute, sieben Löschhubschrauber, zwei Panzer der Bundeswehr und ein Wasserwerfer der Polizei sind im Einsatz.
Unterstützt werden sie von Landwirten, die mit Güllewagen Löschwasser heranfahren oder den Waldboden nass machen, um das Feuer einzudämmen. Der Zusammenhalt ist riesig.
„Alle unterstützen so, wie sie können, mit Wasserfässern, mit allem. Der Forst ist im Einsatz. Und das zeigt einem: Man steht hier nicht alleine. Sonst hätte man schon lange aufgeben können.“
Beim Kampf gegen einen Waldbrand, wie es ihn hier so noch nie gab, werden auch die Menschen nicht vergessen, die um ihre Existenz bangen. Alle wollen helfen.
„Von Wasser über Lebensmittel, Carepakete – also es ist echt mega. Das ist wirklich, wirklich klasse. Die Hilfsbereitschaft ist enorm.“
Weil Hürtgenwald noch immer nicht sicher ist, holen Retter am Nachmittag alle Tiere aus der Gefahrenzone. Auch die Menschen in einem zweiten Ortsteil werden gewarnt. Dort könnte es ebenfalls zu einer Evakuierung kommen.
Verwendete Quelle: Feuerwehr Düsseldorf