Experten nehmen Gebäudeversicherung unter die LupeDiese Versicherungspolicen für euer Haus schneiden im Test am besten ab
Wer ein Haus hat, sollte für alle Fälle eine Wohngebäudeversicherung haben!
Leider sind solche Versicherungen in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden - wegen steigender Schadenzahlen und der Inflation. An einer umfassenden Absicherung zu sparen, wäre angesichts des hohen Vermögenswerts einer Immobilie dennoch leichtsinnig. Bei der Bewertung im Auftrag von ntv legt Versicherungsexperte Michael Franke von „Franke und Bornberg” daher besonderes Gewicht auf die Leistung (70 Prozent), ohne den Preis (30 Prozent) außer Acht zu lassen. Untersucht wurden Tarife und Tarifkombinationen von 17 Versicherern. Die Höhe der Prämie wurde jeweils für ein Musterhaus an sechs unterschiedlichen Standorten berechnet. Die Testergebnisse seht ihr oben im Video.
Gute Beratung bei jeder Versicherung wichtig
Generell gilt: Die Tarife unterscheiden sich stark, deshalb sollte man sich ausreichend Zeit nehmen und gut beraten lassen. Die Policen lassen sich individuell zusammenstellen - etwa um eine Elementarschadenversicherung (Schutz bei Überschwemmung, Starkregen oder Erdrutsch), den Schutz von Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen zu ergänzen.
Besonders wichtig ist der Schutz bei Leitungswasserschäden. Solche Schäden - ob Wasserflecken, abplatzender Putz, aufgeweichte Böden oder verdeckte Leckagen - sind oft langwierig und teuer in der Behebung. Bei der Tarifauswahl sollte man daher auf Leistungen für Rohrbrüche an Zu- und Ableitungsrohren sowie auf die Übernahme von Aufräumungs- und Abbruchkosten oder gegebenenfalls Hotelkosten achten.
Individuelle Bausteine bei Versicherung beachten
Um die Höchstbewertung FFF+ von Franke und Bornberg zu erhalten, müssen auch folgende Punkte erfüllt sein: Der Versicherungsschutz besteht für Ableitungsrohre sowohl auf dem eigenen Grundstück als auch außerhalb - ohne separate Kündigungsregelung. Schäden durch mutwillige Beschädigung oder Vandalismus bis 8.000 Euro gehören ebenfalls dazu.
Schwächere Tarife schneiden besonders schlecht ab, wenn Leistungen bei Rohrbruch, Schäden durch Tiere, Vandalismus oder umgestürzten Bäumen fehlen. Auch der Schutz bei Seng- und Schmorschäden oder die Übernahme von Hotelkosten ist häufig unzureichend. Manche Policen verlieren zusätzlich Punkte durch Lücken beim Versichererwechsel.

Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen können grundsätzlich in der Wohngebäudeversicherung mitversichert sein - der genaue Schutzumfang hängt vom gewählten Tarif und den Vertragsbedingungen ab. Es lohnt sich zu prüfen, ob Diebstahl von Wärmepumpen oder Überspannungsschäden bei Solaranlagen abgedeckt sind. Für diesen Schutz gibt es spezielle Zusatzbausteine unter dem Schlagwort „Erneuerbare Energien”. Balkonkraftwerke in einer Mietwohnung fallen hingegen in den Bereich der Hausratversicherung und sind in neueren Verträgen meist bereits eingeschlossen. Worauf ihr sonst noch achten müsst und welche Optionen es gibt, seht ihr oben im Video.
Verwendete Quelle: ntv.de, awi

































