„Biologisch sehr unwahrscheinlich“Seltenes Glück! Eineiige Drillinge kommen in Bielefeld zur Welt

Große Überraschung für die Eltern!
Im Abstand von wenigen Minuten sind am Montagvormittag (16. Februar) in Bielefeld eineiige Drillinge zur Welt gekommen. Eine Sensation, nicht nur für die glücklichen Eltern Mara (33) und Max Deboer. Denn, dass sich bei einer natürlichen Schwangerschaft die befruchtete Eizelle gleich mehrfach teile, komme nur bei einer von Millionen Geburten vor!
Eine unter Millionen Geburten
Bereits beim Ultraschalltermin in der 9. Schwangerschaftswoche staunen Mara und Max Deboer nicht schlecht. Das Paar habe mit vielem gerechnet, aber nicht direkt mit drei Kindern. „Dann hat der Frauenarzt durchgezählt“, erinnert sich das Paar laut einer Mitteilung des Evangelischen Krankenhauses Bethel (EvKB).
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Die Freude über den Nachwuchs ist auch aus medizinischer Sicht groß. „Dass sich eine einzige befruchtete Eizelle gleich mehrfach teilt, ist extrem selten“, erklärt Prof. Dr. Constanze Banz-Jansen, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im EvKB. Eineiige Drillinge bei einer natürlichen Schwangerschaft zu bekommen, sei ein seltenes Glück, so die Klinik. Solche Abläufe seien „biologisch sehr unwahrscheinlich“. Genau lasse sich dies nicht schätzen, ein Fall komme auf Hunderttausende bis Millionen Geburten.
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Drillinge kommen sieben Wochen zu früh
In der vergangenen Woche ist es dann so weit: Klara, Romy und Jette haben es eilig. Die drei Mädchen kommen am 16. Februar um 10.43 Uhr, 10.44 Uhr und 10.47 Uhr zur Welt – sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Drei Hebammen begleiten die Kaiserschnittgeburt.
Jedes der Mädchen habe rund zwei Kilogramm gewogen, teilt das Krankenhaus mit. Dass sie alle drei direkt nach der Untersuchung zu Mama auf die Brust durften, war für Mara ein besonderer Moment: „Ich hätte mir nicht erträumt, dass die Kinder wieder so schnell bei mir sein können“, so die 33-Jährige.
Trotz der Frühgeburt sei es den Baby „prächtig” gegangen, teilt das Krankenhaus mit. Sie haben nicht beatmet werden müssen und hätten bereits am Tag nach der Geburt von der Intensiv- auf die Normalstation für Früh- und Neugeborene wechseln können. „Es sind starke Kinder“, sagt Papa Max.
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Neues Familienleben zu sechst
Neben den stolzen Eltern freut sich auch die bereits dreijährige Tochter von Mara und Max auf ihre drei kleinen Schwestern. Aus der dreiköpfigen Familie sei nun eine sechsköpfige geworden. Organisatorisch könnte das zu einer Herausforderung werden, doch Vater Max sieht es pragmatisch: „Jetzt gibt’s halt einen Bulli“, sagt er. Mit allen Besonderheiten ihres Familienglücks freuen sich die Eltern nach der besonderen Zeit um die Geburt jetzt auf ein ganz normales Familienleben mit ihren Mädchen. (okr)
Verwendete Quellen: dpa, Evangelisches Klinikum Bethel

































