Sie sieht eher süß und ziemlich harmlos aus, doch die Krankheit, die von der Rötelmaus übertragen werden kann, ist hoch gefährlich.
„Wie infiziert man sich mit dem Hantavirus?“
„Nun braucht man gar keinen Kontakt mit diesen Mäusen, sondern es reicht aus, mit dem Kot in Verbindung zu kommen oder in Kontakt zu kommen. Und das geht über den Staub. Also Klassiker: Sie wollen vielleicht in Ihrer Gartenhütte mal aufräumen, und sie fegen da den ganzen Staub zusammen. Dabei kann es passieren, das heißt per Aerosol, sie wirbeln den Staub auf, atmen ihn ein."
Laut Robert-Koch-Institut wurden bundesweit bereits vierhundertsechsundfünfzig Hantavirus-Fälle gemeldet, allein in diesem Jahr. Derzeit besonders betroffen ist Bayern. Dort lag die Zahl der Erkrankten vor den Osterfeiertagen bei siebenundzwanzig – so das Landesamt für Gesundheit.
„Welche Symptome können auftreten?“
„Zunächst einmal ist da der grippale Infekt. Das heißt, man hat vielleicht Husten, man fühlt sich nicht wohl, Kopfweh, vielleicht auch Bauchschmerzen, bringt das natürlich in gar keinem Fall mit dem Hantavirus in Verbindung. Glaubt, man hätte sich vielleicht erkältet. Dann hat die Sache auch schon wieder ein Ende. Wenn man Pech hat, geht es dann aber weiter und kann bis zum Nierenversagen kommen. "
Doch in weniger als einem Prozent der Fälle verläuft hierzulande eine Hantavirus-Infektion tödlich.
„Wie kann man sich schützen?
„Immer, wenn wir den Verdacht haben, dass in dem Raum, in dem wir uns vielleicht befinden, wo wir vielleicht saubermachen wollen, dass da auch Rötelmäuse sein könnten, sollten wir tatsächlich eine Maske tragen. Das sieht im ersten Moment vielleicht übertrieben aus, aber es ist tatsächlich wichtig. Denn nur Händewaschen reicht nicht. Die Maske ist tatsächlich notwendig. "
Zudem sollten Essensreste nicht in der Biotonne oder im Kompost entsorgt werden. Damit sie gar nicht erst angelockt werden: die so harmlos aussehenden Nager, deren Hinterlassenschaften uns so gefährlich werden können.