Der Weg zum Zahnarzt ist oft mit schwitzigen Händen verbunden, schnell drohen hohe Kosten. Laut aktueller Verivox-Umfrage entscheiden sich rund 26 Prozent für eine Zusatzversicherung, weil die gesetzliche Krankenkasse ihre professionelle Zahnreinigung von über 100 Euro nicht ganz übernimmt. Richtig teuer wird es dann bei Zahnschäden:
„Implantate werden kaum Bezuschusst, Keramikkronen, Kronen im vorderen Bereich, Füllungen, Wurzelfüllungen, wo es darum geht das man Zähne erhält, die man noch erhalten kann.“
Ein Implantat kostet oft rund 3.500 Euro. Die Kasse zahlt nur etwa 600 bis 700 Euro Zuschuss. Den Großteil, meist über 2.000 Euro, tragen Patienten selbst.
Ausnahmen machen gesetzliche Krankenkassen nur im Härtefall bei Patienten mit sehr geringem Einkommen unter 1498 Euro.
Bei einem Einkommen darüber lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung, wenn die Zähne noch gesund sind. Sonst wird es schnell teuer oder ein Abschluss ist gar nicht mehr möglich, etwa wenn viele Zähne fehlen. Eine gute Zahn-Zusatzversicherung braucht:
„Prohylaxe, sprich Zahnreinigung, möglichst Implantate zu einem hohen Prozentsatz, Zahnersatz, hochwertige Füllungen, Wurzelbehandlungen.“
Den Großteil dieser Leistungen bieten die von Stiftung Warentest geprüften Zahnzusatzversicherungen im Bereich „Rundum sorglos“.
Und sie schneiden durchweg mit sehr gut ab, zum Beispiel der Preis-Leistungssieger Europa E-ZP, die je nach Alter zwischen 14 und 63 Euro im Monat kostet.
Ebenfalls sehr gut bewertet und vergleichsweise günstig sind der Württembergische Zahnersatz 100 sowie Barmenia Mehr Zahn 100.
Einen soliden Basisschutz bekommt man schon ab etwa 6 Euro im Monat. Der deckt zwar nur einfache Behandlungen und geringe Zuschüsse zu Zahnersatz, kann sich aber lohnen. Wichtig: Das Kleingedruckte lesen.
„Gibt es eine Staffel, oder endet die irgendwann? Gibt es eine Wartezeit?“
Bis der volle Schutz greift, vergehen oft drei bis sieben Jahre. Bis dahin übernehmen auch Rundum-Sorglos Pakete nur Teilzahlungen: zum Beispiel 1.000 Euro im ersten Jahr, Schritt für Schritt mehr, bis rund 4.000 Euro nach vier Jahren.
Erst danach erstatten Versicherungen die komplette Leistung, außer bei Unfällen.
Noch ein Tipp: Wer schon versichert ist und den Tarif wechseln will, sollte möglichst beim bisherigen Anbieter
bleiben, sonst startet die Staffel oft wieder von vorn. Und:
„Wenn eine Behandlung schon läuft und man währenddessen versichert, nicht möglich.“
Am Ende gilt: Besser früh vorsorgen, als später die Zähne zusammenbeißen. Besonders, wenn die Rechnung vom Zahnarzt kommt!