Prozess gegen vier Syrer und einen Iraker in AachenMutmaßliche Gruppenvergewaltigung in Heinsberg - fünf Männer vor Gericht
Fünf Männern wird vorgeworfen, im Oktober vergangenen Jahres eine 17-Jährige in Heinsberg vergewaltigt zu haben. Gegen die vier Syrer und einen Iraker hat am Mittwoch (13.05.) der Prozess am Landgericht Aachen begonnen.
Öffentlichkeit ausgeschlossen
Noch vor Verlesung der Anklage wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Grund: Sowohl ein Angeklagter als auch das Opfer sind noch minderjährig. Die Vergewaltigung soll am Abend des 19. Oktober stattgefunden haben. Die junge Frau aus Aserbaidschan hat laut Staatsanwaltschaft einen der Männer gekannt. Auch ein Elektroschocker soll beim Missbrauch zum Einsatz gekommen sein. Einen Tag später meldete die 17-Jährige den Vorfall bei der Polizei.
Opfer schwer traumatisiert
Alle Angeklagten schwiegen bei Prozessauftakt vor Gericht. Das Opfer war nicht anwesend. Es ließ sich von Anwältin Sabine Appel vertreten: „Meiner Mandantin geht es nicht gut. Sie kann das natürlich noch nicht verarbeiten. Die Tat ist jetzt ein gutes halbes Jahr her, und sie verlässt ihre Wohnung gar nicht und nimmt am Leben gar nicht teil im Augenblick.“ Bei einer Verurteilung müssen die Angeklagten mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe rechnen. Ein Urteil soll Ende Juli fallen.
Weiteres Verfahren am Verwaltungsgericht Aachen
Welchen Aufenthaltsstatus die Angeklagten haben, ist nicht bekannt. Aber gegen einen der Männer gibt es nach RTL WEST Informationen im Juni einen weiteren Prozess am Verwaltungsgericht. Dabei soll es um einen möglichen Widerruf seines Schutzstatus gehen.

































