Hubschrauber kreisen über LeverkusenRettungseinsatz auf dem Rhein – aber alles nur zur Übung
Drei Rettungshubschrauber kreisten am Mittwoch (13.05.) über Leverkusen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die Wasserwacht und die Bundespolizei trainierten gemeinsam den Ernstfall auf dem Rhein. Hintergrund sind Erfahrungen aus Katastrophen wie der Flut im Ahrtal 2021. Dort wurden aus kleinen Bächen innerhalb weniger Stunden reißende Flüsse. Mehr als 180 Menschen starben deutschlandweit - 49 davon in NRW.
Rettung aus schwindelerregender Höhe
Wenn Menschen in Not geraten, müssen die Abläufe sitzen. Genau das trainieren die Einsatzkräfte auf dem Rhein. Einer von ihnen ist Lars Linden von der DLRG. Mit gelbem Helm hängt er unter dem Hubschrauber in der Luft und rettet Menschen aus dem Wasser. Für die Spezialkräfte ist jede Rettung anders. Kommunikation und Präzision spielen dabei eine entscheidende Rolle – besonders, weil die Besatzung im Hubschrauber die Retter unter sich oft nicht direkt sehen kann.
Perspektivwechsel für die Bundespolizei
Diesmal geht es darum, verletzte oder erschöpfte Menschen möglichst schnell und sicher in den Helikopter zu bringen. Carsten Leithäuser von der Bundespolizei koordiniert normalerweise die Flugmanöver aus der Maschine heraus. Bei der Übung übernimmt er allerdings selbst die Rolle des Geretteten. Das Rettungsszenario beginnt. Insgesamt sind drei Hubschrauber im Einsatz. Für die Piloten bedeutet das: höchste Konzentration, denn böiger Seitenwind erschwert die Manöver zusätzlich.
Erfahrungen aus dem Ahrtal
Die Abläufe und Konzepte existieren seit Jahren, trotzdem wird regelmäßig weiter trainiert und optimiert. Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Für die Einsatzkräfte haben sich solche Übungen schon bei der Flutkatastrophe im Ahrtal bewährt. Dort herrschten allerdings noch deutlich schwierigere Bedingungen: verschmutztes Wasser, Treibgut und unkontrollierbare Strömungen machten die Einsätze besonders gefährlich.

































