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Vorschlag für Lösung im Ukraine-Konflikt: Angela Merkel soll mit Putin verhandeln

Linken-Fraktionschef Bartsch fordert

Für Lösung im Ukraine-Konflikt: Angela Merkel soll mit Putin verhandeln

Scholz sichert Ukraine Unterstützung zu Kanzler in Kiew
02:03 min
Kanzler in Kiew
Scholz sichert Ukraine Unterstützung zu

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Die Kriegsangst in der Ukraine steigt und alle bisherigen Lösungsversuche sind gescheitert. Noch vor dem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz in Moskau bringt Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch eine neue Personalie ins Spiel: Alt-Kanzlerin Angela Merkel.

Lese-Tipp: Alle Entwicklungen im Ukraine-Konflikt lesen Sie auch in unserem Live-Ticker.

"Exzellenter Draht zu Wladimir Putin"

Kehrt Angela Merkel nach der Bundesversammlung auch in die aktive Politik zurück? Das zumindest wünscht sich Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linken im Bundestag, im Interview mit dem Sender „phoenix“: „Ich würde mir wünschen, dass die Kanzlerin, die das bis vor wenigen Wochen war, die einen exzellenten Draht zu Wladimir Putin hat, die die Sprache spricht, vielleicht von Olaf Scholz und Emmanuel Macron beauftragt wird, hier eine Vermittlerrolle wahrzunehmen.“

Merkel könnte eine Brücke bauen, die selbst der stolze Putin überschreitet, so Bartschs Plan.

Bartsch lobte gleichzeitig Scholz’ Politik, sie sei „der richtige Weg“. „Scholz muss bewirken, dass es nicht die letzte Chance ist, er muss die Türen offenhalten."

"Schröder ist eine Blaupause, die an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten ist"

Bei der Ampel-Regierung stößt Bartschs Vorschlag allerdings auf gemischte Gefühle. „Ich glaube, dass sie nicht bereitstünde, weil sie sich in ihrer Art angenehm von ihrem Vorgänger unterscheidet", sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP).

Sie zog die Parallele zum anderen noch lebenden Ex-Kanzler und sagte: "Wenn man aus einem solch wichtigen Amt scheidet, sollte man sich einrollen und nichts machen. Gerhard Schröder ist eine Blaupause, die an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten ist.“

Lese-Tipp: Welche Ziele der russische Präsident im Ukraine-Konflikt verfolgt

Stattdessen forderte Strack-Zimmermann alle möglichen wirtschaftlichen Sanktionen zu prüfen. „Wenn er einen Schritt über die Grenze macht, dann wird er wirtschaftliche Sanktionen zu spüren bekommen - und zwar deutlich stärker als 2014.“ Auch eine Inbetriebnahme der Gas-Pipeline Nord Stream 2 müsse dazu gehören. „Wir als Freie Demokraten sind der Meinung, dass man in dieser Phase dieses Geschäft auf keinen Fall eingeht. Ich sehe das bei den Grünen auch so und bei großen Teilen der Sozialdemokratie." (dpa/sst)

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