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Ukraine-Konflikt: Bürgermeister Klitschko warnt vor russischer Invasion & bittet Regierung um Hilfe

Ukraine-Konflikt

Vitali Klitschko bittet deutsche Regierung um Hilfe: "Die Lage ist sehr, sehr ernst!“

KYIV, UKRAINE - DECEMBER 1, 2021 - Kyiv city head Vitali Klitschko attends the Kyiv Security Forum 2021, Kyiv, capital of Ukraine. This year s event is dedicated to Ukraine s 30th independence anniversary and the 1991 Ukrainian independence referendu
Vitali Klitschko, jetzt Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, früher Box-Weltmeister, bittet Deutschland um Hilfe.
www.imago-images.de, imago images/Ukrinform, Hennadii Minchenko via www.imago-images.de

Man bereite sich auf einen möglichen Notfall vor

„Was Deutschland verstehen sollte: Die Lage ist sehr, sehr ernst!“ – Vitali Klitschko, jetzt Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, früher Box-Weltmeister bittet die Bundesregierung aus Angst vor einem russischen Angriff um Hilfe.

„Neue Regierung muss verstehen, dass Hilfe für unser Land noch nie so wichtig war.“

Die Ukraine benötige dringend internationale Unterstützung und militärische Hilfe, schreibt Klitschko in der „Bild“-Zeitung. „Die neue Bundesregierung muss verstehen, dass Hilfe für unser Land noch nie so wichtig war.“

Nach Erkenntnissen der Nato hat Russland in Gebieten unweit der Ukraine zwischen 75.000 und 100.000 Soldaten zusammengezogen. Die Entwicklungen wecken Erinnerungen an 2014. Damals hatte sich Russland nach dem Umsturz in der Ukraine die Halbinsel Krim einverleibt und mit der noch immer andauernden Unterstützung von Separatisten in der Ostukraine begonnen.

Klitschko schreibt: „Wir bereiten uns in der ganzen Ukraine darauf vor, dass Russlands Präsident Wladimir Putin den Kriegsbefehl geben könnte und russische Truppen wie schon 2014 die Ukraine angreifen.“ Man bereite sich auf einen möglichen Notfall vor und er organisiere als Bürgermeister den Zivilschutz. „Als Soldat habe ich einst geschworen, das Land zu verteidigen und bin auch jetzt bereit, für mein Mutterland zu kämpfen.“, so Klitschko.

„Wir wollen keinen Krieg, wir wollen Frieden"

Klitschko beklagt: „Jetzt höre ich ständig, dass einige Politiker sagen, dass Putin NICHT angreifen werde und dass dies nur Drohungen und Spielchen seien. Es erinnert mich an die Diskussionen, die vor der Invasion 2014 stattfanden. Schon damals hielten es fast alle internationalen Beobachter für unmöglich.“ Er bittet um internationale Unterstützung und militärische Hilfe. „Die neue Bundesregierung muss verstehen, dass Hilfe für unser Land noch nie so wichtig war. Die Ukraine liegt im Zentrum Europas! An der Grenze zu mehreren EU-Ländern.“

Weiter betont er: „Wir wollen keinen Krieg, wir wollen Frieden. Wir werden nicht zulassen, dass Russland uns in das Sowjetimperium zurückführt, in dem die Menschen in der Ukraine nicht sein wollen.“

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