17. Juni 2019 - 18:16 Uhr

Demo statt Unterricht

An der Dortmunder Gesamtschule Gartenstadt ist es ab sofort erlaubt, freitags die Schule für die Protestaktion "Fridays For Future" zu schwänzen. Damit reagiert die Schule auf die scharfe Kritik der NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer.

Ziel ihrer Protestaktion ist übrigens die Forderung einer CO2-Steuer. Wie diese aussehen könnte und wer davon betroffen ist, sehen im Video:

Die erste Schule in NRW zieht Konsequenzen aus den FFF-Demos

Seit dem 15. März 2019 demonstrieren Schülerinnen und Schüler für die Umweltaktion "Fridays For Future". Dafür nehmen sie auch unerlaubte Fehlstunden in Kauf. Die Dortmunder Gesamtschule Gartenstadt genehmigt ihren Schülern nun ganz offiziell das Schulschwänzen – wenn es der Protestaktion dient. Das berichtet der WDR.

FDP fordert harte Strafen für "Fridays For Future"-Demonstranten

Grund für den offiziellen Zusammenschluss ist die scharfe Kritik der NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP). Sie fordert auf, Schüler härter zu bestrafen, die an den Demos teilnehmen. Im schlimmsten Fall soll ihnen sogar das Sitzenbleiben drohen. Im Video erklären wir, weshalb dieser Fall tatsächlich eintreffen kann.

Warum dürfen Schüler an der Dortmunder Schüler offiziell demonstrieren`?

Die Gesamtschule Gartenstadt beruft sich dabei auf das Schulgesetz von Nordrhein-Westfalen. Dort sind Bildungskooperationen mit externen Partner vorgesehen, wenn sich die Mehrheit der Schulkonferenz, bestehend aus Eltern, Schülern und Lehrern, dafür ausspricht.

Harry Jääskeläinen, Elternvertreter der Gesamtschule Gartenstadt, hat den Antrag eingebracht. Er freut sich über den Beschluss, wie er gegenüber dem WDR berichtet: "Das zeigt, dass praktisch alle Menschen außerhalb der Politik wissen, wie ernst die Lage ist. Das Wissen um die globalen Zusammenhänge ist wichtiger, als viele andere Themen, die aktuell im Unterricht viel Beachtung finden."