RTL im Kampf gegen die Impf-Angst

Was braucht es, um Impfgegner zu überzeugen? Befürworter treffen auf Skeptiker

08. Dezember 2021 - 14:18 Uhr

Lassen sich die Impf-Skeptiker überzeugen?

Das Tabu Impfpflicht ist gefallen: der Bundestag will darüber abstimmen. Doch was würde es brauchen, um Ungeimpfte zu überzeugen? Zwei Ärzte und eine Frau, die vier Familienmitglieder an Covid-19 verloren hat, versuchen Ungeimpfte umzustimmen. Ob es ihnen gelingt, den Skeptikern die Ängste zu nehmen und sie von der Impfung zu überzeugen, sehen Sie im Video.

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Furcht vor Langzeitfolgen laut Immunologe unbegründet

Was viele Menschen eint, die eine Impfung gegen Covid-19 ablehnen, sind Ängste und Bedenken. Die einen fragen sich, ob ein Impfstoff, der in so kurzer Zeit entwickelt und zugelassen wurde, wirklich sicher sein kann. Andere sorgen sich um mögliche Nebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen oder nicht absehbare Langzeitfolgen.

Vor allem die Sorgen hinsichtlich der Langzeitfolgen sind laut Immunologe Carsten Watzl unbegründet. Er erklärt, dass Nebenwirkungen einer Impfung immer innerhalb von wenigen Wochen nach der Impfung auftreten. "Danach ist die Immunreaktion abgeschlossen und der Impfstoff ist aus dem Körper verschwunden. Was offensichtlich viele Menschen unter Langzeitfolgen verstehen, nämlich dass ich heute geimpft werde und nächstes Jahr eine Nebenwirkung auftritt, das gibt es nicht, hat es noch nie gegeben und wird auch bei der Covid-19 Impfung nicht auftreten", erläuterte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie bereits vor einigen Wochen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

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Nebenwirkungen der Corona-Impfung besser erforscht als bei anderen Impfungen

Und der relativ kurzen Zeitspanne seit der Zulassung der Impfstoffe stehe gegenüber, "dass wir diesen Impfstoff in kurzer Zeit bei vielen Menschen angewendet haben". In Deutschland seien es mehr als 100 Millionen Dosen, weltweit mehr als 6 Milliarden. Daher kenne man bereits mögliche seltene Nebenwirkungen wie Sinusvenenthrombosen, dabei kommt es zu einem Verschluss bestimmter Venen im Gehirn.

"Hätten wir jedes Jahr nur zehn Millionen Impfungen durchgeführt, könnte es sein, dass man diese Nebenwirkungen erst viel später erkannt hätte", sagte Watzl und betonte: "Wenn überhaupt sind die Covid-19 Impfstoffe in Bezug auf Langzeitfolgen (seltene Nebenwirkungen) also bereits besser erforscht als andere Impfungen."

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