Sarah Reimann über ihren Kampf mit dem KrebsSchockdiagnose mit 29 Jahren: „Ich hatte definitiv Todesangst”

Sie ist die wohl größte Angst jedes Menschen: die Diagnose Krebs!
Für Sarah Reimann aus Hannover wurde diese Angst schlagartig zur Realität - mit nur 29 Jahren. Im Gespräch mit RTL erzählt sie von der schwersten Zeit ihres Lebens.
Ein Tag, der alles verändert
Sarah ist gelernte Krankenschwester. Nach einem Nachtdienst sitzt die heute 31-Jährige gedankenverloren auf der Toilette. Sie will noch schnell ihre Brust abtasten, wie sie es so oft tut. Doch dann der Schock: Irgendetwas fühlt sich falsch an. Sie kontaktiert ihre Frauenärztin. Es werden Tests gemacht. „Im Mai 2024 habe ich die Diagnose triple-negatives malignes Mammakarzinom bekommen”, erzählt Sarah Reimann im Gespräch mit RTL. Triple-negativer Brustkrebs gilt als sehr aggressiv, da er schneller wächst und stärker zu Metastasen und Rückfällen neigt. „Ich hatte Angst, am Brustkrebs zu sterben.”

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Als Krankenschwester und durch die Brustkrebs-Erkrankungen ihrer Schwester und ihrer Mutter ist Sarah schon früh mit dem Thema konfrontiert. „Die Diagnose Brustkrebs bedeutet erstmal einen riesengroßer Schock, ohne zu wissen, was passiert. Ganz viel Ungewissheit und eine sehr anstrengende und energieziehende Zeit.”
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Sarah hatte „Todesangst”

Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. „Ich hatte definitiv Todesangst und habe Angst gehabt, dass ich es nicht schaffe werde”, sagt Sarah Reimann. Zwei Jahre lang kämpft sie sich durch Chemotherapien, eine Operation, Bestrahlungen und eine Immuntherapie.

Sarah verliert ihre geliebten Haare. Bis heute trägt sie Perücken: „Gott sei Dank geben mir all meine Perücken und vor allem auch die Echthaarperücken super viel wieder von dem, was ich auch teils in der Therapie verloren habe und vielleicht auch ein kleines bisschen die alte Sarah, die man so im Spiegelbild kennt.”
Sie teilt ihre Erfahrungen auf Instagram
Heute gilt Sarah als krebsfrei. Trotzdem bleibt die Diagnose ein ständiger Begleiter. Die 31-Jährige möchte Mama werden. Das geht aber nicht so leicht aufgrund des Rückfallrisikos. In den nächsten zwei bis drei Jahren ist eine Schwangerschaft erstmal keine Option. „Ich persönlich möchte weder meinem Partner das zumuten, noch meinem Kind, dass ich, wenn ich zum Beispiel gegebenenfalls relativ zeitnah wieder diagnostiziert werde mit einem Rückfall, dass ich die, wenn es vielleicht nicht so gut läuft, alleine lasse.”
Am Mittwoch (4. Februar) ist Weltkrebstag. Es ist ein Tag, der darauf aufmerksam machen soll, bei wie vielen Menschen jedes Jahr Krebs diagnostiziert wird und wie wichtig Krebsprävention und Früherkennung sind. Sarah teilt auf ihrem Instagram-Account ihre Erfahrungen und möchte deutlich machen, wie wichtig die Vorsorge und das rechtzeitige Abtasten sind. Die 31-Jährige blickt positiv in die Zukunft, träumt von ihrer eignen Familie und will alles, was im Hier und Jetzt passiert, mit ganzem Herzen mitnehmen.
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Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche


































