Es ist ja so ein Ding mit der modernen Technik. Da haben die neuen Elektrobusse der Innsbrucker Verkehrsbetriebe stolze 326 PS. Und dann machen sie an einer steilen Straße schlapp. Nichts geht mehr. Oder doch? Zumindest die Fahrgäste gehen. Und zwar den Hügel hinauf. Denn in leerem Zustand schafft der Bus die Steigung. Oben angekommen, werden die unfreiwilligen Fußgänger dann wieder eingesammelt. Und Schuld daran ist laut Tiroler Verkehrsverbund ein Softwarefehler des Herstellers. Der E-Bus kann beim Bergauffahren nicht die volle Leistung abrufen und überhitzt dadurch, wenn er zu voll ist. Der außerplanmäßige Halt sei nur selten nötig, so der Betreiber. Die Innsbrucker haben andere Erfahrungen gemacht.
„Viele Freunde von mir sagen: Dieser Bus bleibt sehr regelmäßig hier stecken. Und persönlich habe ich auch schon oftmals gesehen, wie der Bus einfach da gestanden ist, mit Warnblinkanlage an und die Leute aussteigen haben müssen.“
Der Stopp ist nur an der steilen Stelle auf dem Weg in den höher gelegenen Stadtteil Arzl notwendig. Insgesamt 27 Elektrobusse nutzt das Verkehrsunternehmen seit Dezember 2025 in der Innsbrucker Region und wirbt mit dem Motto „Besser Bus fahren“. Das soll dann Anfang März wieder funktionieren. Da wird ein Softwareupdate erwartet, das das Problem beheben soll. Bis dahin werden wieder Dieselfahrzeuge eingesetzt oder die Fahrgäste müssen einen außerplanmäßigen Spaziergang einlegen.