Nach "Thanksgiving-Wunder: 15 Stunden schwimmen - geht das?

RTL-Experiment: Reporter gibt nach sieben Stunden völlig entkräftet auf

15 Stunden ohne Hilfsmittel schwimmen - geht das? RTL-Reporter wagt Experiment
03:55 min
RTL-Reporter wagt Experiment
15 Stunden ohne Hilfsmittel schwimmen - geht das?

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Das "Thanksgiving-Wunder“ – so nennt die US-Küstenwache diese filmreife Überlebensgeschichte: Mitten im Golf von Mexiko geht ein Passagier bei einer Kreuzfahrt über Bord. Eine großangelegte Suchaktion nach dem 28-Jährigen startet. 15 Stunden später geschieht etwas Unglaubliches: Der Mann wird entdeckt – unterkühlt und dehydriert – aber er lebt! Ohne jegliches Hilfsmittel wie Rettungsring oder Schwimmweste soll er sich über Wasser gehalten haben. Sogar die Küstenwache kann es kaum glauben. Wie schwierig ist es wirklich, sich über Stunden ohne Schwimmhilfe über Wasser zu halten? Wir wollten genau das wissen – und haben den Test gemacht.

Reporter macht Selbstversuch

RTL-Reporter Christopher Grass hat sich dem Experiment gestellt und die kräftezehrende Herausforderung gewagt. In einem Schwimmbad in Hürth hat er versucht, sich so lange ohne Hilfsmittel über Wasser zu halten, wie nur eben geht. Nach sieben Stunden die Erkenntnis: Es geht nicht mehr! Am Beckenrand wird er von RTL-Moderatorin Angela Finger-Erben empfangen. Wie es ihm nach der langen Zeit im Wasser geht, das sehen Sie im Video oben.

Sieben Stunden im Wasser - was passiert da mit dem Körper?

Insgesamt sieben Stunden hat Christopher Grass in dem 28 Grad warmen Schwimmbadwasser verbracht. Als er endlich aus dem Becken steigt, sieht man ihm die Erschöpfung an. Sein ganzer Körper zittert, der erschöpfte RTL-Reporter ringt mit den Worten. So viel Zeit ohne Unterbrechung im Wasser zu verbringen: Das macht offensichtlich etwas mit dem Körper.

Das größte Problem hierbei sei der Unterschied zwischen Wasser- und Körpertemperatur, erklärt uns der Mediziner Dr. Christoph Specht: „Wir haben ja innendrin 37 Grad und das heißt also: Auskühlung“, so der Arzt. „Und deshalb zittert er ja auch so wahnsinnig und versucht, wieder die Temperatur dort hin zu bringen“. Die gute Nachricht: Den Körper nach so einem Experiment wieder auf Normaltemperatur zu bringen – zum Beispiel durch eine warme Dusche – das gehe relativ schnell. „Wenn das jetzt kälteres Wasser gewesen wäre, dann hätten wir ein großes Problem", betont Dr. Specht. Bei dem Passagier, der fünfzehn Stunden im kalten Meerwasser überlebte, dürften die körperlichen Konsequenzen also um einiges heftiger ausgefallen sein.