Klebriger Teig, trockene Kekse - kommt Ihnen das bekannt vor?

Das sind die 5 schlimmsten Fehler beim Plätzchen backen!

In der Vorweihnachtszeit geht doch nichts über selbst gebackene Plätzchen.
In der Vorweihnachtszeit geht doch nichts über selbst gebackene Plätzchen.
© iStockphoto, istock

23. November 2021 - 16:54 Uhr

Die Adventszeit ist die perfekte Zeit zum Plätzchen backen

Die Vorweihnachtszeit ist die perfekte Zeit zum Plätzchen backen. Doch nicht immer läuft es in der heimischen Weihnachtsbäckerei rund: Mal ist der Teig zu klebrig, dann will das Eiweiß einfach nicht fest werden. Wie gut, dass Sie Pannen wie diese mit ein paar einfachen Tricks vermeiden können.

1. Fehler: Teig wird vor dem Ausrollen nicht gekühlt

Für viele ist die Adventszeit die schönste Zeit des Jahres: Das Zuhause ist festlich geschmückt und Kerzen sorgen für gemütliche Stimmung. Viele freuen sich aber vor allem aufs Plätzchen backen. Doch leider klappt das in der Praxis selten so reibungslos, wie es sich in den Rezepten liest.

So rächt es sich beispielsweise, wenn der Teig beim Ausrollen zu warm ist. Wird der Teig nämlich direkt nach dem Rühren oder Kneten ausgerollt, bleibt er am Nudelholz kleben oder zerreißt leicht.

Daher sollten Sie vor allem fertigen Mürbteig in Frischhaltefolie wickeln und ihn anschließend für mindestens 1,5 bis 2 Stunden in den Kühlschrank legen. Noch besser gelingt das Ausrollen, wenn Sie den Teig schon am Vortag vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank lagern. Dadurch verhindern Sie außerdem, dass die Plätzchen im Ofen auseinander laufen.

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2. Fehler: Beim Ausrollen wird zu viel Mehl verwendet!

Beim Ausrollen bestäuben viele die Arbeitsplatte und auch den Teig mit Mehl, damit er nicht daran festklebt. Dadurch nimmt der Teig häufig mehr Mehl auf, als im Rezept vorgesehen. Die Folge: Der Teig wird trocken, reißt beim Ausrollen und lässt sich nicht mehr gut verarbeiten.

Um das zu verhindern, sollten Sie den Teig am besten direkt auf dem Backblech ausrollen und ausstechen. Damit die Plätzchen dort nicht festkleben, können Sie das Blech mit Backpapier auslegen oder aber einfetten.

Und wenn der Teig dennoch zu trocken geraten ist, hilft die Zugabe von ein wenig Milch. Dadurch wird der Teig wieder feucht und lässt sich leicht ausrollen.

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3. Fehler: Die Eier werden nicht richtig getrennt

Für viele Plätzchen, aber auch Desserts und Baiser benötigen Sie Eischnee. Damit das Eiweiß fest wird, ist es unter anderem wichtig, dass Sie Eiweiß und Eigelb sorgfältig trennen. Denn wenn Eigelb mit ins Eiweiß gerät, wird es beim Schlagen nicht steif.

Sollte doch ein wenig Eigelb mit in die Schüssel geraten sein, helfen eine Prise Salz oder ein Spritzer Zitrone. Beides sorgt dafür, dass das Eiweiß schneller fest wird – und auch fest bleibt.

Außerdem sollten Sie immer kalte Eier für den Eischnee verwenden. Falls Sie die Eier normalerweise bei Zimmertemperatur lagern, sollten Sie sie kurz vor der Verwendung wenigstens eine halbe Stunde kalt stellen. Wichtig ist auch, dass sowohl Schnee- oder Rührbesen wie auch die Schüssel komplett fettfrei sind.

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4. Fehler: Der Ofen ist nicht vorgeheizt

Wer es mit dem Vorheizen nicht so genau nimmt, wird nicht selten mit harten oder verbrannten Plätzchen bestraft. Denn wenn die Plätzchen in den kalten Ofen gegeben werden, stimmt die im Rezept angegebene Backzeit nicht und Sie sind gezwungen, die nötige Backzeit zu schätzen. Folglich werden die Plätzchen schnell zu hart oder dunkel, weil sie doch schneller fertig gebacken waren als angenommen.

Grundsätzlich sind die Angaben im Plätzchenrezept immer nur grobe Richtwerte. Und auch jeder Backofen arbeitet und heizt ein wenig anders: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Plätzchen während des Backens im Auge behalten. Spätestens nach der Hälfte der angegebenen Backzeit sollten Sie einen Blick in den Backofen werfen. Nehmen Sie die Plätzchen aus dem Ofen, sobald sie goldbraun sind.

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5. Fehler: Die Plätzchen sind beim Verzieren noch heiß

Richtig schön und lecker werden die meisten Kekse erst durch bunte Zuckerstreusel, Kuvertüre oder Zuckerguss. Allerdings lauern auch hier ein paar Fallen: Bevor Sie die Plätzchen verzieren, sollten Sie sie immer gut auskühlen lassen. Denn auf warmem Gebäck halten Kuvertüre und Zuckerguss nicht so gut.

Außerdem darf der Zuckerguss nicht zu flüssig sein. Neben Puderzucker brauchen Sie vergleichsweise wenig Wasser oder Zitronensaft. Je dickflüssiger der Zuckerguss ist, umso besser lässt er sich auf den Plätzchen verteilen.

Auch wichtig: Lassen Sie den Zuckerguss ein klein wenig antrocknen, bevor Sie Perlen, Streusel oder Schokotropfen darauf geben. Auf diese Weise halten sie besser. Aufbewahren sollten Sie die fertigen Plätzchen übrigens am besten in einer luftdicht verschließbaren Keksdose aus Blech oder Kunststoff.

Mit diesen Tipps sollte dem ungetrübten Backvergnügen nichts mehr im Wege stehen. Viel Spaß beim Backen und Naschen. (nri)

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