Gefahr in der Plätzchen-Zeit

Mehl riskant für Schwangere und Kinder

Auch wenn's verlockend ist: Bloß keinen rohen Teig naschen!
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30. November 2020 - 9:26 Uhr

Finger weg vom rohen Teig!

Dass man wegen Salmonellen nicht vom rohen Teig naschen darf, ist schon lange bekannt. Doch nach einer aktuellen Meldung kann nicht nur das rohe Ei, sondern auch das Mehl gefährlich sein. Denn dabei kann man sich mit e.coli-Bakterien, also Darmbakterien, anstecken. Häufigste Symptome sind Bauchschmerzen und blutiger Durchfall. Für kleine Kinder unter 5 Jahren, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Schwangere ist eine Erkrankung besonders gefährlich. In den USA soll es aufgrund von verunreinigtem Mehl 2016 sogar einen regelrechten Infektionsausbruch gegeben haben.

Welches Mehl gerade bei Öko-Test besonders gut abgeschnitten hat, können Sie hier nachlesen.

So backen Sie sicher

  • Waschen Sie Ihre Hände und alle Küchengeräte nach Kontakt mit Mehl gründlich
  • Kontakt zwischen Mehl und Lebensmitteln zum direkten Verzehr nach Möglichkeit vermeiden, dabei auch verschiedene Bretter, Teller, Schüsseln und Rührgeräte verwenden bzw. nach Kontakt mit Mehl abwaschen.
  • Lagern Sie den Teig getrennt von anderen Lebensmitteln, wenn Sie ihn nicht direkt verbrauchen.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will, kann das Mehl ebenso in der Mikrowelle zwei mal auf höchster Stufe erhitzen (dazwischen umrühren) oder für 10-15 Minuten bei 120 Grad im Backofen backen. So kann man sich das Gefühl des Naschens doch bewahren.

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Komplett durchgebacken besteht übrigens generell keine Gefahr mehr – die Bakterien sterben bei 70 Grad für zwei Minuten ab.

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