Eltern befürchten, dass mehr Kinder betroffen sind

Missbrauchs-Erzieher von Berlin hat auch in anderen Kitas gearbeitet

14. September 2021 - 17:27 Uhr

Erzieher (32) soll sich an Kindern sexuell vergangen haben

Ein Erzieher soll in der Kita "Feldhäuschen" in Berlin-Spandau mindestens fünf Kinder sexuell missbraucht haben. Doch der Mann hat auch in anderen Kitas gearbeitet. Könnte es auch dort zu Vorfällen gekommen sein? Eltern der Kita "Wundertüte" machen sich Sorgen. Zwei Monate lang hat der Verdächtige dort gearbeitet: Von April bis Juni, wie die Berliner Zeitung (B.Z.) berichtet. Rückblickend fallen Eltern Ereignisse ein, die Anzeichen für ein Verbrechen sein könnten.

Mütter berichten von auffälligem Verhalten ihrer Kinder

Eine Mutter erzählt unserer Reporterin, dass ihr Sohn seit einiger Zeit ein großes Bedürfnis nach Nähe zu ihr habe, während er Abstand zum Papa hält. In der Kita soll das Kind ungewöhnlich aggressive Ausbrüche gehabt haben. Es hätte Tische und Stühle umgeworfen und einem Mädchen auf Toilette den Schlüpfer runtergezogen, wie die Mutter berichtet. Sie selbst würde ihr Kind so nicht kennen. In Chats der Eltern würde der Mutter zufolge bei mindestens drei Kindern Missbräuche vermutet, aber offizielle Informationen hatte sie noch nicht, als sie mit unserer Reporterin gesprochen hat.

Eine andere Mutter hatte der B.Z. von aggressivem Verhalten ihres Sohnes berichtet. Der Zweijährige soll auffällige Rötungen am Po gehabt haben. Viele Eltern hätten dem B.Z.-Artikel zufolge bereits Anzeige erstattet.

Staatlich geprüfter Erzieher soll einwandfreies Führungszeugnis vorgelegt haben

Verdächtiger Erzieher einer Kita in Berlin-Spandau
Gegen den 32-jährigen Erzieher liegen mindestens fünf Anzeigen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern vor.

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Der Verdächtige soll noch in vielen weiteren Kitas gearbeitet haben

Inzwischen arbeitet der Verdächtige nicht mehr in der Kita "Feldhäuschen", aber er ist weiterhin auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Der Mann soll in weiteren Kitas in Potsdam, Brück (Potsdam-Mittelmark), Charlottenburg, Schönholz, Karlshorst, Grunewald und Zehlendorf gearbeitet haben, wie die B.Z. berichtet. (cli)