RTL-Reporter begibt sich am "Tag des Schlafes" auf Ursachensuche

Matratze, Lattenrost, Stress: Woran liegt es bloß, dass ich so schlecht schlafe?

21. Juni 2020 - 15:16 Uhr

Guter Schlaf ist zentrales Grundbedürfnis

Jedes Jahr am 21. Juni ist "Tag des Schlafes". Dieser Tag wurde von einem gleichnamigen Verein im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Denn die Gründer aus Frankfurt am Main sahen deutliche Defizite in der Information über die Wichtigkeit eines gesunden Schlafs in der breiten Öffentlichkeit. Denn ein guter Schlaf ist ein zentrales Grundbedürfnis des Menschen. Er ist unverzichtbar für die Erhaltung der vollen Leistungs-, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit, und er entscheidet ganz wesentlich über das persönliche Wohlbefinden.

Deutschland leidet unter Schlaf-Problemen

Nur 16 % der Menschen in Deutschland geben laut einer Statistik aus dem Jahr 2016 an, dass sie keinerlei Schlaf-Probleme haben. Und 44 % geben offen zu: Wenn ich morgens aufstehe, fühle ich mich unausgeschlafen. Aber woran liegt es eigentlich genau, wenn wir schlecht schlafen? Ist wirklich immer nur die Matratze schuld und welchen Einfluss haben Kissen und Lattenrost? Ist es der tägliche Stress? Unser Reporter Philipp Cerfontaine hat sich ausführlich mit dieser Frage beschäftigt - denn auch sein Schlaf ist sein Wochen eine Katastrophe. Mithilfe von Bettenexperte Heiko Huegel und Schlafmedizinerin Dr. med. Samia Little Elk begibt er sich auf Ursachensuche. Woran es am Ende lag und wo der Kern des Übels sitzt, sehen Sie in unserem Video!

Aber was ist überhaupt gesunder Schlaf?

"Das ist äußerst individuell", sagt Schlafforscher Prof. Eckart Rüther aus München. "Und nach seinen Bedürfnissen sollte man sich dringend richten." Manche kommen mit fünf Stunden Schlaf aus, andere brauchen zwölf. Einige schlafen am Stück - andere in Etappen. Einige gehen spät ins Bett, andere lieber früh. "Diejenigen, die tagsüber erholt und fit sind, schlafen unter den gegebenen Bedingungen offenbar gut und haben keinen Grund, etwas zu verändern."

+++ Gut zu wissen: Fünf einfache Tricks helfen Ihnen, ruhiger zu schlafen +++

"Bewegung, Sport oder auch geistige Forderung sind gut und wichtig, um den Körper müde zu machen", sagt Jana Hauschild, Psychologin und Autorin der Stiftung Warentest. Aber Vorsicht: Bewegung direkt vor dem Zubettgehen ist ebenso wie große geistige Anstrengung eher hinderlich. Aufregende, gruselige oder besonders spannende Filme und Bücher können sich ebenfalls negativ auswirken.

IM VIDEO: Tiefer und erholsamer Schlaf durch Alkohol? Von wegen!

Viele Menschen trinken ein Glas Bier oder Wein vor dem Zubettgehen, weil sie meinen, so besser schlafen zu können. Das ist jedoch ein Irrglaube: Bereits kleine Mengen Alkohol stören unseren Schlafzyklus und sorgen dafür, dass unsere Nacht alles andere als erholsam wird. Im Video hat unser Reporter Thorsten Sleegers, begleitet von einem Schlafforscher, getestet, wie sich der Konsum von Alkohol auf seinen Schlaf auswirkt: