Gesundheitslexikon: Schlaf

29. November 2018 - 15:48 Uhr

Gesunder Schlaf ist ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität

Der Schlaf begleitet Tiere und Menschen durch das Leben und ermöglicht dem Körper notwendige Entspannung und Regeneration. Während des Schlafs verfügen Sie über Vitalzeichen und können bei Bedarf im Nu wieder ansprechbar sein. Die Schlafgewohnheiten der Menschen variieren stark. Wissenschaftlich belegt ist allerdings, dass man in zunehmendem Alter mit weniger Schlaf auskommt.

Die verschiedenen Schlafphasen

Während Sie schlafen, durchläuft Ihr Körper vier Stadien:

- Stadium I: Einschlafphase

- Stadium II: leichter Schlaf

- Stadium III: Tiefschlafphase

- Stadium IV: REM-Schlaf

Die letzten beiden Stadien werden wissenschaftlich zusammengefasst, zumal Sie im Schlaf alle Phasen mehrfach durchleben. Sehr entspannt sind Sie in der Einschlafphase. Man schwebt hier zwischen Wachsein und Schlaf. Der Organismus läuft auf Sparflamme und Sie nehmen die Umgebung nicht mehr wahr. Im leichten Schlaf befinden Sie sich nur Minuten. Der Tiefschlaf folgt und erlaubt den Muskeln, sich vollkommen zu lockern. Der REM-Schlaf wird auch Traumschlaf genannt und unterscheidet sich sehr von den ersten Stadien. Sie sind vollkommen entspannt, nur die Augenmuskulatur arbeitet auf Hochtouren, da die Augen sich ständig von rechts nach links bewegen.

Das Mysterium der Schlafwandler

In der Tiefschlafphase ist die Gefahr des Schlafwandelns, auch Mondsucht genannt, am größten. Diese Schlafstörung betrifft laut Studien jeden vierten Menschen und ist damit nicht selten. Die Ursachen sind vielfältig, beispielsweise kann eine volle Blase ein Grund sein. Auch eine genetische Veranlagung ist nicht ausgeschlossen, wie Schlafforscher berichten. Gegen dieses Phänomen gibt es keine bestimmte Therapie, wobei man bei einer Häufigkeit im Erwachsenenalter ein Schlaflabor aufsuchen sollte. Durch die professionelle Beobachtung und Messung der Vitalzeichen in allen Stadien können Fachärzte sich ein Bild der Lage machen.

Schlafstörungen und ihre Ursachen

Man unterscheidet vor allem Ein- oder Durchschlafstörungen sowie den verdrehten Schlaf/-Wachrhythmus. Letzteren kennen Schichtarbeiter nur zu gut, weil sich die Arbeitszeiten regelmäßig ändern. Stress auf der Arbeit, Familienstreitigkeiten und ähnliches sind häufige Ursachen, die den Schlaf rauben oder verkürzen. Eine Studie des Max-Planck-Instituts in München bestätigt, dass in erster Linie Ein- und Durchschlafstörungen den Menschen belasten. Es ist sinnvoll, derartige Probleme mit dem Hausarzt zu besprechen. Je nach Situation kann man zusammen Lösungsstrategien vereinbaren. Ob Medikamente sinnvoll sind oder nicht, muss der Einzelfall entscheiden.

Mittel für einen gesunden Schlaf

Diverse Hausmittel können helfen, besser zu schlafen. Dazu gehört beispielsweise natürlicher Baldrian. Wer sich ständig im Bett herumwälzt, weiß sich oft kaum mehr zu helfen, weshalb die sogenannte "Schlafhygiene" wichtig ist. Sie soll Betroffene zu einem erholsamen Schlaf führen und Probleme mindern oder ausräumen. Als Beispiel dient die Schlafumgebung. Ein abgedunkeltes Schlafzimmer, welches ordentlich und staubfrei gehalten wird, kann guten Schlaf begünstigen. Elektronisches Licht, etwa das Flimmern des Fernsehers, wirkt kontraproduktiv. Besser zum Einschlafen ist zum Beispiel ein gutes Buch. Außerdem sollte man sein Bett nur nachts nutzen und nicht am Tage. Der Körper kann so besser in den Nachtmodus schalten.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.