So glücklich Simons fünftes Kind erst im Oktober geboren. Doch die 38-Jährige plant schon das nächste.
„Neun Monate schwanger, neun Monate nicht schwanger.“
Familie Collins ist Teil einer neuen Bewegung in den USA. Sie nennen sich Pronatalisten. Auch Tech-Milliardär Elon Musk gehört dazu.
Das Motto So viele Kinder wie möglich. Aber nicht irgendwelche.
„Wir testen unsere Embryos auf verschiedene Eigenschaften. Und das erlaubt uns, bestimmte Risiken vorherzusagen für bestimmte Krankheiten oder andere Dinge.“
Simon und Malcolm glauben, dass sich die Zukunft ihrer Kinder vorbestimmen lässt, nicht nur durch Namen. Sie gehen so viel weiter. Manche würden sagen, die Collins spielen Gott.
Pronatalismus ist eine Bewegung, die auf sinkende Geburtenraten aufmerksam machen will und auf die Folgen, die das für unsere Gesellschaft haben kann. Die Idee ist, diese Probleme anzugehen, bevor sie für die Gesellschaft wirklich einschneidend werden.
Simon und Malcolm sind überzeugt, dass sie mit ihrem extremen Kinderwunsch die Menschheit vor dem Aussterben bewahren. Um jeden Preis. Allerdings nicht mit irgendwelchen Kindern.
Durch künstliche Befruchtung lassen Simone und Malcolm ihre Embryonen noch vor dem Einsetzen genetisch prüfen. Erst danach fällt die Entscheidung. Welches Leben eine Chance In Deutschland ist die gezielte Auswahl von Embryonen, sogenannten Designerbabys, verboten. Ob Gene allein wirklich über Gesundheit, Intelligenz oder Glück entscheiden, ist hoch umstritten. Die Collins hält das nicht auf. Sie glauben, Glück gibt es nur in einer großen Familie, und das wäre für sie ein Problem, wenn eines ihrer Kinder schwul wäre.