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Leichen in Ukraine nur Schaufensterpuppen? Russin entlarvt das Video in Putins Staats-TV

Leichen nur Schaufensterpuppen?

Putins Staats-TV unterstellt Ukraine Fake-Leichen - Russin deckt auf, was wirklich hinter Video steckt

Regieassistentin entlarvt russisches Propaganda-Video Putins Staats-TV unterstellt Ukraine Leiche-Fake
01:05 min
Putins Staats-TV unterstellt Ukraine Leiche-Fake
Regieassistentin entlarvt russisches Propaganda-Video

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Die grausamen Leichenfunde von Butscha – nach russischer Darstellung alles inszeniert: Der russische Staatssender „Rossija 24“ zeigt Aufnahmen, die angeblich ukrainische Soldaten bei der Präparierung von Schaufensterpuppen für Propaganda-Videos zeigen sollen. Mit diesen Bildern will Putin seine Bevölkerung hinter der „militärischen Spezialoperation“ vereinen. Doch eine Russin spielt RTL Aufnahmen zu, die den wahren Hintergrund der Schaufensterpuppen-Szene zeigen – einen Dreh fürs russische Fernsehen. Ihre Geschichte im Video.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker

Ukraine-Fake? Regie-Assistentin Nadezhda deckt auf, woher die Aufnahmen wirklich stammen

Butscha-Leichenfotos gefaket? Der angebliche ukrainische Soldat ist in Wirklichkeit Stuntman, wie die russische Regieassistentin auf RTL-Anfrage erklärt
Der angebliche ukrainische Soldat (Jackenärmel rechts) ist in Wirklichkeit Stuntman, wie die russische Regieassistentin auf RTL-Anfrage erklärt. Dieses Foto des Stunt-Dummys hat sie bei den Dreharbeiten aufgenommen.
Privat

Ein Kollege habe ihr die Aufnahmen aus einem Telegram-Channel geschickt, die das russische Fernsehen offenbar als Kriegspropaganda einsetzt, beschreibt Nadezhda auf RTL-Anfrage. Der volle Name der Regie-Assistentin ist RTL bekannt. „Das Video sollte die ukrainische Armee diskreditieren, in dem es behauptete, die Toten in Butscha seien Dummys und keine echten Menschen.“

Doch Nadezhda weiß, dass das Videomaterial nicht aus der Ukraine stammt: „Zu meiner Überraschung erkannte ich meine Kollegen und Freunde, die am Film-Set arbeiten.“ Sie sei selbst auch am Set gewesen, als die Aufnahmen entstanden. Weiter erklärt sie, im Video sei ein Stuntman aus der Film-Crew zu sehen: „Er hat einen Anwalt gefunden und wird den Sender ‘Rossija 24’ für den Fake-Einsatz des Filmmaterials verklagen.“

Im Video: Wie Sie Fake-Videos im Netz erkennen

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Die Regie-Assistentin belegt ihre Anschuldigungen mit Videos und Fotos, die die Film-Crew und die Vorbereitung sowie den Einsatz der Schaufensterpuppe am Filmset belegen. Ihren Angaben zufolge entstanden die Aufnahmen vor fast drei Wochen in Wsewoloschsk bei Sankt Petersburg – für eine Sendung, die im russischen Staatsfernsehen ausgestrahlt werden soll. (mas/ ema, swi)

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