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„RTL Reporter Podcast“ über Dampfen und Corona

Kann man durch E-Zigaretten schneller an Corona erkranken?

22. Oktober 2020 - 10:46 Uhr

E-Dampfen: Sind E-Zigaretten wirklich weniger schädlich als Tabak?

Viele Raucher greifen auf die E-Zigarette zurück, wenn sie sich das Rauchen abgewöhnen wollen – bei vielen hilft es und wird teilweise sogar auch aus medizinischer Sicht empfohlen. Auch Aromen in den verschiedensten Geschmacksrichtungen machen das Dampfen für viele Menschen so reizvoll. Aber ist es wirklich die weniger schädliche Alternative zum Tabak-Rauchen, wie die Hersteller es proklamieren?

Eine neue US-Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass gerade Teenager und junge Erwachsene durch E-Zigaretten schneller und heftiger an Corona erkranken können. Aber warum ist das so? Dieser und weiteren Fragen geht "Punkt 12"-Reporter Thorsten Sleegers in einer neuen Folge des "RTL Reporter Podcasts" nach.

RTL Reporter Podcast: E-Zigaretten und E-Joints im Trend

RTL-Reporter Thorsten Sleegers im Gespräch mit Peter Fleischhauer
RTL-Reporter Thorsten Sleegers im Gespräch mit Peter Fleischhauer
© RTL

Mit dem Allgemeinmediziner Peter Fleischhauer spricht "Punkt 12"-Reporter Thorsten Sleegers auch über den aufkommenden Trend der E-Joints, die gerade über das Internet reißenden Absatz finden. Cannabis statt Tabak - und das in hippen, elektronischen Joints "to go". Wie gefährlich E-Joints eigentlich sind und welchen Effekt sie auf den Körper haben, hat Thorsten Sleegers in einem Selbstversuch getestet – mehr dazu im Video oben!

Gereizte Atemwege durch E-Zigaretten

E-Zigaretten sind frei von Verbrennungsstoffen und den darin enthaltenen krebserregenden Stoffen. Aus diesem Grund soll das Dampfen der E-Zigarette weniger schädlich sein als Rauchen. Doch einige Experten sehen das laut Berichten des Gesundheitsmagazins "Ärzteblatt" kritisch: Neben Nikotin enthalten diese noch andere Stoffe, die die Atemwege reizen können. Der Dampf soll beim Einatmen eine schädliche Flüssigkeit entwickeln, die sich auf der Schleimhaut niederlässt. Ein Team um David Thickett von der Universität Birmingham hat die Auswirkungen des Dampfes der E-Zigaretten anhand eines Labortests mal genauer untersucht.

Test enthüllt: Dampf zerstört wichtige Abwehrzellen

Das Ergebnis: Sowohl die Liquids der E-Zigaretten als auch die beim Einatmen entstehende Flüssigkeit zerstört die Makrophagen - kleine Fress-Zellen in unserem Blut, die zur Immunabwehr dienen. Das Nikotin beschleunigt das Absterben der wichtigen Zellen sogar nochmal mehr. Zudem fanden sie heraus, dass die Flüssigkeit die Fähigkeit der Makrophagen einschränke, Bakterien und andere Schadstoffe aufzunehmen.

Wie eine E-Zigarette funktioniert und was genau verdampft wird, zeigen wir hier.

E-Zigaretten führen möglicherweise auch zur Raucherlunge

Laut Thickett könne die Störung der Abwehrmechanismen auch längerfristig gesundheitliche Folgen haben: Da die Makrophagen in gleicher Weise geschädigt werden wie beim Rauchen, könnte auch das Dampfen zu einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (Raucherlunge) führen. Da die E-Zigarette aber eine recht neue Entwicklung ist, werde sich das erst in einigen Jahren bestätigen lassen.

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