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Horror-Crash in Leverkusen: Dieser Mann stellte den betrunkenen Raser im Jaguar

Leverkusen: Mutter und Sohn schwer verletzt

Mutige Verfolgung: Dieser Mann stellte den betrunkenen Raser

Er verfolgte den flüchtenden Raser Leverkusen: Autofahrer fährt in Menschen
02:35 min
Leverkusen: Autofahrer fährt in Menschen
Er verfolgte den flüchtenden Raser

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Als er Zeuge des grauenvollen Verkehrsunfalls in Leverkusen wird und realisiert, dass der Unfallfahrer nach dem Zusammenstoß mit einer kleinen Familie wieder Gas gibt und davon fährt, zögert Michael Wünsch keine Sekunde. Er wendet seinen Wagen und nimmt kurzerhand die Verfolgung des Unfallverursachers auf – die letztlich zu dessen Verhaftung führt.

Was der Held von Leverkusen selbst über seine Verfolgungsfahrt sagt, sehen Sie im Video.

Fahrer raste mit seinem Jaguar in eine ukrainische Familie

Verantwortlich für den grauenvollen Unfall ist ein 47-jähriger Jaguar-Fahrer. Wie Augenzeugen berichten, raste er am Samstag mit waghalsigen Überholmanövern durch Leverkusen, bis er mittig über eine Verkehrsinsel fuhr und in eine Menschengruppe krachte. Seine Opfer: Eine kleine Familie aus der Ukraine, die vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet ist. Die Mutter und ihr acht-jähriger Sohn, den sie an der Hand hielt, wurden bei der Kollision schwer verletzt. Der Kinderwagen, in dem ihr jüngeres Kind lag, fiel um – das Kind blieb jedoch unverletzt. Noch ein weiteres Kind, das aber zu einer anderen Familie gehört, wurde ebenfalls leicht verletzt. Trotz der furchtbaren Kollision hielt der Unfallverursacher nicht an, stattdessen gab er Gas und flüchtete von der Unfallstelle.

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Leverkusen: Auto rast in Mutter mit Kindern
Nach der Kollision liegen Lebensmittel auf dem Boden verstreut.
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Michael Wünsch verfolgte den Fahrer bis vor dessen Haustür

Auch Michael Wünsch beobachtet den Unfall. Er kommt gerade vom Einkaufen. Als der Unfallverursacher anstatt anzuhalten davon rast, nimmt der 44-jährige Facility Manager die Verfolgung auf. In seinem Dienstwagen fährt er dem flüchtigen Raser hinterher. Dass er sich dabei selbst in Gefahr hätte bringen können, war ihm in dem Moment nicht bewusst: „Ich habe gar nicht daran gedacht. Ich hatte auch die ganze Zeit während der Fahrt mit der Polizei Kontakt“, erzählt Michael Wünsch im Interview mit RTL. Auf diese Weise konnte er der Polizei den Standort des Flüchtigen durchgeben. Und: Er verfolgt den Jaguar bis vor die Haustür. Er nennt den Beamten die Adresse, so dass sie den Mann festnehmen können.

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Mutter und Sohn geht es besser

Die Polizei konnte den Unfallverursacher dank des beherzten Eingreifens von Michael Wünsch noch am selben Tag festnehmen. Der 47-jährige flüchtige Fahrer soll alkoholisiert gewesen sein, verweigerte aber einen Alkoholtest. Mittlerweile ist der Mann wieder auf freiem Fuß, gegen ihn wird wegen Fahrerflucht, Gefährdung des Straßenverkehrs und illegalem Kfz-Rennen ermittelt.

Der Gesundheitszustand der ukrainischen Mutter und ihres Sohnes hat sich nach dem furchtbaren Unfall verbessert, der Achtjährige schwebt nicht mehr ins Lebensgefahr, seine Mutter soll am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen worden sein. Gute Nachrichten, die auch den mutigen Helden von Leverkusen, Michael Wünsch, freuen dürften. (xas)