Coronavirus-Studie

Nach Corona-Infektion: Doppelt so hohes Risiko für bestimmte Erkrankungen

Frau ist krank auf der Couch
Laut einer aktuellen US-Studie haben Betroffene nach einer Corona-Infektion ein doppelt so hohes Risiko, später Atemprobleme oder eine Lungenembolie zu entwickeln.
rtl.de

Eine aktuelle Corona-Studie aus den USA hat das Risiko für Long-Covid-Erkrankungen berechnet. Bestimmte Symptome treten in allen Altersgruppen häufiger auf. Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizierten, haben den US-Forschern zufolge ein doppelt so hohes Risiko, später Atemprobleme oder eine Lungenembolie zu bekommen, wie Menschen, die keine Corona-Erkrankung durchmachen mussten.

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Coronavirus-Studie: Jeder Fünfte unter 18- bis 64-Jährigen hat gesundheitliche Probleme

Die Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC wurde am Dienstag (24. Mai 2022) veröffentlicht und zeigte auch, dass in der Altersgruppe der 18- bis 64-Jährigen, die sich mit Covid-19 angesteckt haben, jeder Fünfte nach der Infektion über einen längeren Zeitraum mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. In der Gruppe der über 65-Jährigen war es sogar jeder Vierte.

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CDC-Studie: 20 bis 30 Prozent der Covid-Genesenen leiden an Long-Covid-Symptomen

Das errechnete Verhältnis aus der aktuellen CDC-Studie entspricht damit den Ergebnissen früherer Studien, die die Zahl der ehemaligen Covid-Patienten mit Langzeitsymptomen, allgemein als Long Covid bezeichnet, auf etwa 20 bis 30 Prozent schätzten.

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US-Forscher: Wer bereits Covid-19 hatte, hat „signifikant höheres Risiko"

„Die ehemaligen Covid-19-Patienten hatten ein signifikant höheres Risiko als die Kontrollgruppe, Erkrankungen zu entwickeln, die auf eine vorherige Infektion zurückgeführt werden können“, schreiben die Forscher in der Studie.

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Für die neue Studie hatten die CDC-Forschenden eine Datenbank mit Krankenakten auf insgesamt 26 Symptome untersucht, die mit Covid-19 in einem Zusammenhang stehen könnten. Im Untersuchungszeitraum von März 2020 bis November 2021 verglichen die Wissenschaftler alle Daten von insgesamt 350.000 Corona-Patienten mit einer weiteren Kontrollgruppe, die sich bislang noch nicht angesteckt hatte.

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Covid-19-Folgen laut Studie: Atemprobleme und Muskelschmerzen als häufige Beschwerden

Den Untersuchungen zufolge waren die häufigsten Beschwerden Atemwegsprobleme sowie Muskel- und Skelettschmerzen. In der Gruppe der Über-65-Jährigen war das Risiko für alle 26 untersuchten Symptome stark erhöht, bei den Jüngeren blieb beispielsweise das Risiko für psychische Erkrankungen oder Gefäß-Probleme im Gehirn gleich.

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In beiden Altersklassen war das Risiko für Atemwegssymptome und Lungenembolien - Blutgerinnsel, die eine Lungenarterie blockieren und tödlich sein können - am stärksten erhöht. Die US-Wissenschaftler wiesen aber konkret darauf hin, dass ihre Ergebnisse und Daten die aktuelle Omikron-Variante des Coronavirus noch nicht berücksichtigen hätten. (mjä)