Bis zum 2. Mai werden alle Lebensmittel für die Tonne produziert

Die besten Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Wie kann man weniger verschwenderisch mit Lebensmitteln umgehen und dafür sorgen, dass nicht so viel im Müll landet?
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11. Dezember 2019 - 10:12 Uhr

18 Millionen Tonnen Lebensmittel für die Tonne

Laut Schätzungen der Umweltschutzorganisation WWF werden in Deutschland jedes Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das ist so viel, wie bis zum 2. Mai insgesamt hergestellt wurde - im Umkehrschluss werden also bis zu diesem Datum alle Lebensmittel in Deutschland für die Tonne produziert.

Der WWF hat den 2. Mai deshalb zum Tag der Lebensmittelverschwendung ausgerufen. Wir zeigen, was man tun kann, damit mehr Lebensmittel auf dem Teller statt in der Tonne landen.

So müssen Sie weniger Lebensmittel wegwerfen

Mehr Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

1. Einen cleveren Umgang mit Brot hat sich die Initiative "Zu gut für die Tonne!" auf den Leib geschrieben. Das Zauberwort heißt einfrieren. Im verschlossenen Tiefkühlbeutel werden bereits geschnittene Scheiben eingefroren, die sich binnen kurzer Zeit im Toaster oder in der Mikrowelle auftauen lassen. Auch gefrorene Brötchen kann man im Ofen wieder aufbacken. Falls Sie einen neuen Toaster brauchen: Welches Gerät zu empfehlen ist, zeigt unser großer Toaster-Vergleich.

Ist absehbar, dass man den Brotlaib schnell verbraucht, ist er in einer Bäckertüte gut aufgehoben. Länger bleibt Brot im Brotkasten oder Tontopf mit Deckel frisch (eine Brotkasten-Bestenliste finden Sie hier). In einer sauberen Kunststofftüte hält sich Brot auch - die Kruste wird dann allerdings schnell weich. Sinnvoll ist der Initiative zufolge, ganze oder halbe Brotlaibe zu kaufen. Schnittbrot schimmelt nämlich schneller.

2. Hitze und Zucker bestimmen, wie lange Marmelade haltbar ist: Werden die Früchte kalt püriert und gezuckert, hält die Marmelade bis zu zwei Wochen im Kühlschrank, so die Macher von "Zu gut für die Tonne". Werden die Früchte aber auf dem Herd eingekocht, lässt sich die Marmelade bis zu einem Jahr an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. Verfärbt sich hausgemachte Marmelade nach einigen Monaten durch Lichteinfluss leicht braun oder grau, hat das Licht lediglich die natürlichen Farbstoffe zerstört. Der Geschmack sei aber noch unverändert.

So verwertet man übriggebliebene Schokolade

3. Die "Zu Gut für die Tonne"-Initiative hat zusammen mit der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Berlin-Brandenburg ein Rezept entwickelt, wie ergraute Schokolade oder umherstehende Schoko-Hasen eine neue Bestimmung finden - als neun süße Brötchen.

Dazu 200 g der Schokolade zerkleinern und in einen gut durchgekneteten Teig aus 500 g Mehl, 25 g Hefe, je 50 g Zucker und Butter, einem Ei, 150 ml Wasser, einem Teelöffel Salz und je einem Spritzer Zitronen- und Vanillearoma und 100 ml kalter Milch unterkneten. Nach einer Ruhezeit von 10 Minuten eigroße Kugeln formen und in einen 30 Grad warmen Ofen stellen. Während des 30-minütigen Gärens mehrmals mit Wasser bestreichen. Sind die Kugeln auf Brötchengröße gewachsen, aus dem Ofen nehmen und mit einem Geschirrtuch abdecken. Nochmals mit Wasser bestreichen und die Brötchen 16 Minuten bei 210 Grad backen. Anschließend mit flüssiger Butter bepinseln und mit Zucker bestreuen.

Video: Tipps von Ernährungsministerin Julia Klöckner

Im Video verrät Ernährungsministerin Julia Klöckner, wie sie selbst versucht, so wenige Lebensmittel wie möglich zu verschwenden.

Zitronen haltbarer machen

4. Dass Zitronen im Gemüsefach des Kühlschranks schneller schimmeln, weiß Prof. Dietlind Hanrieder. Die Expertin für Lebensmittellehre an der Hochschule Anhalt erklärt das mit der hohen Luftfeuchte im Gemüsefach. Besser seien die Früchte in einem Drahtkorb im kühlsten Raum der Wohnung aufgehoben. Ihr Tipp: "Ein Küchentuch aus Papier dazwischen gelegt, reduziert die Gefahr." Gerade Zitronen sollten nicht auf Vorrat gekauft werden, sondern immer frisch für den aktuellen Bedarf.


Quelle: DPA/RTL.de