„Da war alles schwarz“: Schimmel überall! Familie Antoni lebt im absoluten Horrorhaus in Oberhausen
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Alles beginnt als kleiner Fleck nach einem Wasserschaden im Badezimmer. Der Fleck wird immer größer. Schließlich ist fast das gesamte Haus befallen, die Pilze wachsen buchstäblich aus den Wänden. Der Vermieter schickt zwar Handwerker, doch die Arbeiten werden eher oberflächlich ausgeführt. Kann Aleks Bechtel, unsere Punkt12- Schimmelretterin, der Familie helfen?
Es ist ein Haus, in dem der Schimmel in seiner übelsten Form aus den Wänden sprießt. „Mein Gott! Das ist ja grauenhaft.“ „Es ist natürlich eine Geschichte, die gesundheitsgefährdend sein kann.“ „Was macht das mit dir als Mutter, wenn du weißt, dass dein Kind so in Gefahr ist und du selber auch? Es ist zum Weinen. Es macht einen traurig.“
Grund genug für Aleks, der Verwaltung Druck zu machen. „Denn es passiert offensichtlich nichts. Das Haus ist unbewohnbar.“
Es ist eine extreme Form von Schimmelbefall. Unzumutbar – und damit ein Fall für die Schimmelretterin. Aleks ist wieder unterwegs zu Familie Antoni. Vor einigen Wochen hat sie mit der Verwaltung Kontakt aufgenommen – und scheinbar etwas erreicht. „Es gibt Neuigkeiten aus Oberhausen. Steffi hat mich kontaktiert. Es waren wohl Handwerker in der Wohnung, die die Hausverwaltung geschickt hat. Aber was jetzt genau gemacht wurde, weiß ich nicht. Das werden wir jetzt mal überprüfen.“ Aleks ist mit Stefanie und deren Freund Andrew verabredet. Das Paar schafft die verschimmelten Möbel raus – denn das Haus soll scheinbar wieder schimmelfrei sein. „Ah, Steffi! Hallöchen. So, ich sehe, ihr seid fleißig am Schaffen. Ja, meine Liebe. Wie ist es? Hat sich viel getan? Was ist bei euch zu Hause passiert? Ja, die Vermieter hat sich gemeldet. Ja. Wir haben auch Handwerker beauftragt. Haben die was gesagt? Weil ich sie angerufen hab? Der hat nur gesagt, warum ich euch kontaktiert habe. Aha. Okay. Was haben die dann unternommen?“
„Ja, er kam Firmen raus, Die haben den Putz abgemacht. Dann haben sie auf Wände gesprüht. Schimmel weg ist. Dann haben sie tapeziert und gestrichen.“ „Auch ich habe natürlich sofort gedacht Mega, wir waren da, wir haben was bewirkt. Auf der anderen Seite habe ich das auch schon zu oft erlebt. Also diese ganzen Handwerker, die da rumgepfuscht haben. Dann habe ich schon gedacht Hoffentlich ist es jetzt wirklich, wirklich weg.“ Aleks Bauchgefühl ist leider richtig. Es sieht zwar optisch besser aus. Aber wirklich weg ist der Schimmel nicht. „Ich sehe ja schon, was die Handwerker gemacht haben. Obwohl, wenn ich jetzt mal ganz genau bin und da oben hingucke, was ist das Schwarze?“ „Tja, gute Frage.“ „Ja, ich meine hier im Prinzip ganz ordentlich. Obwohl, was ist da? Da ist jetzt. Da wird wieder Schwarz. Da ist es wieder nass. Ich meine, darf ich den Mülleimer mal ein bisschen weiter? Oh ja, das ist krass. Jetzt müssen wir mal hier schauen. Also, da ist eindeutig Schimmel. Ja.“
Den Schaden hat Stefanie noch gar nicht bemerkt und es auch nicht der Verwaltung gemeldet. Das muss jetzt unbedingt passieren. „Ich denke, dass der Putz auch abgeschlagen werden muss. Das Gemäuer ist doch nass. Was wir hier schon wieder sehen? Ja. So, und da oben sieht es auch nicht toll aus. Nein, ich habe innerlich die Hände über dem Kopf zusammengeklatscht und habe gedacht Ach du Scheiße, was machen wir denn jetzt? Ich wusste dann, dass es kompliziert würde.“
Und es wird noch komplizierter. Denn bei dem Schaden geht es nicht allein um die schimmelbefallenen Wände. Auch die Möbel sind zum Teil voller Sporen. Reinigen ist unmöglich. Jetzt soll die Hausrat-Versicherung bezahlen. „Was glaubt ihr, wie hoch ist der Schaden? So ungefähr.“ „Wir haben eine Auflistung gemacht, Also ungefähr 15.000 Euro. Mit Möbeln. Mit unseren ganzen Sachen.“ „Meine Güte. Teppich, Gardinen, Vorhängen, Kissen. Ja. Ihr habt ja sicherlich den Schimmelschaden eurer Versicherung gemeldet. Was sagt die denn eigentlich? Die Hausratversicherung.“ „Da kam jemand raus, hat mit mir einen Termin vereinbart und dann ging er hier rum, hat sich die Schäden alle angeguckt.“ „Und die haben euch nicht geraten, die Sachen zu entsorgen?“ „Nein, nein, gar nichts.“ „Nein, im Gegenteil. Die haben ja gesagt. Die. Die Textilien. Die könnte man alle so waschen. Da ging er bei meiner Tochter ins Zimmer, hat einen Tesafilm genommen. Hat einen Schrank abgeklebt, hat wieder abgezogen und auf seinen Büchern geklebt. Und sagte zu mir Ja, das ist wie Hausstaub zu behandeln. Können Sie so wegwischen.“
„Jeder Schimmelexperte, jeder Gutachter sagt Nein, die Schimmelsporen sind in den Kleidungsstücken drin, das kann man nicht einfach waschen. Und das finde ich dann irgendwo auch eine Ausrede. Und das ist gerade deswegen so schauerlich, weil es eben gesundheitsgefährdend ist.“ Die Hausratversicherung will für die schimmelbefallenen Möbel nicht zahlen, laut Stefanie. Jetzt ist der Anwalt gefragt. „Die Familie sagt, es ist ihnen ein hoher finanzieller Schaden entstanden, dadurch, dass sie eben auch Textilien und bewegliche Dinge wie Sofas, Sessel usw wegschmeißen mussten. Eine Versicherung ersetzt ja so einen Schaden nicht zu 100 %. Es gibt ja so Zeitwerte. Genau.“ „Es wird ja immer geguckt, wie alt sind die Sachen? Was ist das für eine Qualität? Deswegen kann ich auch jedem nur anraten, wenn irgendwie möglich noch Belege zu sammeln, was man noch hat. Weil dann kann man sie noch überprüfen, was sie wert sind. Wenn sie weg sind, wird es schwierig. Aber nicht nur die Belege sind wichtig, auch die Beweise, dass ein echter Schaden vorlag, sind ein Muss. Man sollte ja im Vorhinein noch mal mit der Versicherung sprechen. Dazu wäre es hilfreich, dass man von dem Vermieter einfach mal die Rechnung bekommt, was denn da saniert worden ist an der Rohrleitung, wenn man sagt, das war ein Wasserschaden und dann könnte man noch mal mit der Versicherung sprechen, wenn das wieder scheitert und sie blockiert, dann kann man natürlich drohen mit Klageverfahren Gutachter, um dann zu sehen, dass man sich irgendwie finanziell einigen kann.“ „Alles klar. Also wir brauchen die Rechnung der Hausverwaltung über den Wasserschaden und dann sind wir schon ein Schrittchen weiter. Danke, Herr Schmidt.“ „Ich weiß nicht, ob Steffi genau die Summe bekommen wird. 15.000 €, die sie da aufgeschrieben hat. Ich vermute eher nicht, weil wer sagt mir was? Zehn Bettdecken und 30 Unterhosen plus Fotoalben? Was weiß ich, was das wert ist? Das wissen wir ja alle gar nicht. Also ich glaube, da wird es eine Summe geben, auf die sie sich einigen können.“
Das Wichtigste aber: das Haus muss endlich schimmelfrei werden, anstatt die sichtbaren Schäden immer wieder nur oberflächlich zu übertünchen. Aleks bittet die Hausverwaltung um eine Stellungnahme. Die sehen keinen Fehler bei sich und schreiben: „…nachdem der erste Schaden behoben wurde, kam es im angrenzenden Nachbargebäude zu einem weiteren Wasserschaden…anschließend wurden Fachunternehmen beauftragt, die die Schäden schnellstmöglich behoben haben.“
Kurze Zeit später bekommt Aleks eine Nachricht von Stefanie. Wieder waren die Handwerker vor Ort. Diesmal, sagt sie, haben sie ganze Arbeit geleistet. Ob das diesmal wirklich stimmt? „Ein bisschen Skepsis bleibt bei mir. Schon zweimal waren die Handwerker da, und die haben jetzt nicht so einen wahnsinnig überragenden Job gemacht. Also im Gegenteil, ich bin ein bisschen zittrig.“
Aleks trifft Stefanie zuhause, diesmal öffnet sie von innen die Tür, denn die 50-Jährige wohnt seit 2 Monaten wieder im Haus – mit ihrer Tochter. „Aleks, Mensch, schön, dass du gekommen bist.“ „Darf ich reinkommen? Klar. Komm rein.“ „Ach Mensch. Steffi, hat sich viel verändert.“ „Ja. Also, wenn ich mir das so anschaue.“ „Hat sich sehr viel getan. Ja, das war schlimm. War das gewesen. Da, die Ecke.“
Auf den ersten Blick sieht wirklich alles super aus. Keine schwarzen Schimmelflecken mehr – so wie damals. Und dasselbe gilt auch für die anderen Zimmer. „Das weiß ich noch. Das war auch unfassbar, wie schwarz das gewesen ist.“ „Die Pilze, Die Dinger. Bis hierhin.“ „Ja, ich weiß. Das fand ich so schrecklich.“ Nichts erinnert mehr an die fetten Pilze an der Wand. Und auch der Wasserschaden des Nachbargebäudes ist erledigt. Das hat auch Auswirkungen auf Steffis Gesundheit. „Wie geht es deinem Asthma?“ „Hat sich verbessert.“ „Gott sei Dank. Ja.“
Und es gibt eine weitere gute Nachricht. Die Hausratversicherung hat immerhin 5000 Euro bezahlt für das schimmelbefallene Inventar. Dafür konnte sich auch Tochter Cathy neue Möbel leisten. Und das Wichtigste: Mutter und Tochter wohnen wieder unter einem Dach. „Also ich sehe dir schon die Erleichterung an.“ „Ja. Sehr erleichtert. Ja. Wir sind wieder zusammen. Ja, Meine Tochter. Ja. Jetzt können wir wieder richtig harmonisch sein.“ Das war das größte Ziel für Schimmelretterin Aleks. „Ja, das hat mich natürlich sehr berührt, als sie Steffi gesagt hat. Hey, meine Tochter ist jetzt wieder hier bei mir und ich freue mich einfach, dass sie jetzt unter einem Dach vereint sind.“ Mission erfüllt. „Alles, alles Gute Und passt auf euch auf und genießt euer neues Heim ohne Schimmel. Alles Liebe. Tschüss. Tschüss.“
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
