Einen Nationalsozialisten zu spielen, war für Tom Keune - der sonst eher für lustige Charaktere bekannt ist - eine besondere, neue Herausforderung.
OT Tom Keune
"In erster Linie war er ein riesengroßer Hitler Fanboy. Wenn man das so sagen darf. Der hat eine eine Schrift verfasst über Hitler, die Hitler unangenehm war. Das muss man erst mal schaffen, dass er sagt ein bisschen unangenehm, was er da geschrieben hat. Also völlig unreflektiert, nicht erreichbar für für Argumente, tiefer, Ideologist."
Eine Rolle, die ihm viel abverlangt hat. Und dennoch: Ein Film zu dieser Thematik ist für Keune heute wichtiger denn je.
OT Tom Keune
"Die Leute, die diese schlimme Zeit aktiv erlebt haben, die geht dem Ende zu. Also Leute wie Margot Friedländer sind nicht mehr unter uns Menschen, die aktiv erlebt haben, was es bedeutet, in einem Konzentrationslager inhaftiert zu sein zum Beispiel. Die gibt es nicht mehr.// Und deshalb ist es wirklich wichtig, ((diese das weiter zu überliefern, das weiter ins Bewusstsein zu bekommen und sich auch aktiv damit auseinanderzusetzen,)) dass man das nicht vergisst, was für eine grausame Zeit das war und dass wir daher nicht zurück dürfen."
15 Drehtage hatte Tom Keune für Nürnberg zwischen Februar und Mai 2024 in Budapest.