Dank Magenverkleinerung und Hautstraffung: 100 Kilo weniger! Tanja Marfo zeigt RTL ihren neuen Körper
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Tanja Marfo hat ein Gewicht von 200 Kilo, als sie entscheidet, einen letzten Versuch gegen ihr Übergewicht zu wagen. Sie unterzieht sich einer Magenverkleinerung. Doch die überschüssige Haut belastet Tanja stark. Eine weitere OP muss her. RTL begleitet sie auf ihrer Reise zu ihrem neuen Körper.
Es sind die letzten Momente kurz vor der OP, die Tanjas Leben verändern könnte. Der Abschluss eines langen, beschwerlichen Weges.
Tanja: „So eine lange OP hatte ich noch nie. Es hat sehr viel mit Kontrolle abgeben zu tun. Ich bin aufgeregt. Auf jeden Fall. Aber ich freue mich einfach auch auf die Zeit danach. Also das ist wirklich für mich so, das ist ein ganz neuer Lebensabschnitt und ich habe dafür so lange gekämpft auch und das ist echt eine Mischung aus Angst, aber auch viel, viel mehr Vorfreude. Ich weiß, ich kenne das ja schon, einfach durch die Angst durch. Und auf der anderen Seite ist der ganze Spaß dann.“
Tanjas Kampf begann vor zwei Jahren. 200 Kilo wiegt sie zu diesem Zeitpunkt. Ein Zustand, den sie damals ändern will.
Tanja: „Ich passe nicht in den typischen Restaurantstuhl. Ich muss immer gucken, ob ich da reinpasse. Wenn er Lehnen hat, wird es schwierig. Mein Verlobter kann laufen ohne Ende. Also wirklich lange Strecken ist auch auf dem Brocken gelaufen. Kann ich nicht. Das nervt mich einfach. Ich kann nicht mithalten. Ich habe immer das Gefühl, Menschen müssen Rücksicht auf mich nehmen.“
Bereits in der Jugend entwickelt Tanja eine krankhafte Essstörung. Binge-Eating-Phasen folgen auf extrem Diäten.
Tanja: „Ich habe gemerkt, mein Körper hat irgendwie so eine natürliche Grenze und da kam ich niemals drunter und mich hat das genervt. Und dann habe ich irgendwann resigniert, einfach aufgegeben und hab gesagt: Ja, dann kann ich wieder essen, wenn das eh nichts bringt.“
Mit 41 entscheidet sich Tanja, einen letzten Versuch zu wagen. Eine OP, die den Magen verkleinert, soll ihr nachhaltig helfen.
Tanja: „Das ist schon eine krasse Entscheidung. Es ist schon echt Wahnsinn, aber ist okay, ist gut. Also ich freue mich auf alles, was kommt. Ich habe unglaublich viel Angst.“
In der zweistündigen OP unter Vollnarkose wird das Volumen Ihres Magens stark reduziert. Tanja ist somit viel schneller satt, Kann nicht mehr so viel essen wie zuvor.
Tanja: „Es geht mir gut. Ich war schon aufgeregt und alles. Aber hat alles gut geklappt.“
Die Maßnahme zeigt Wirkung. Innerhalb von zwei Jahren verliert Tanja 90 Kilo. Übrig bleibt die überdehnte Haut.
Tanja: „Ich trage halt jeden Tag Shapewear. Mein Bauch ist so dann ein bisschen fester. Gibt mir einfach ein besseres Gefühl, dass es alles so zusammenhält. Die überschüssige Haut schränkt mich schon ein im Alltag. Gerade wenn ich jetzt an Hosenkauf denke. Jeans passen dann endlich so über die Beine. Aber am Bauch geht es dann meistens nicht zu. Wenn ich Sport mache, muss ich halt schon darauf achten, dass das alles gut zusammenhält. Weil, wenn ich wirklich Krafttraining mache. Das macht halt auch manchmal Geräusche, wenn man so schnell läuft oder so.“
In einer finalen großen OP sollen die überschüssigen Hautlappen weg. Kurz vor der Operation sorgt Tanjas Freundin Maria noch schnell für etwas Ablenkung. Ein Outfit für den neuen Körper soll her.
Tanja: „Let’s go shopping.”
Maria: „Let’s go shopping.”
Tanja: „Also am liebsten hätte ich gern ein Kleid.“
Maria: „Ein Kleid, okay.
Tanja: „Nicht ganz so kurz, aber normalerweise konnte ich hier früher mal nicht shoppen. Bei so – 46 ist glaube ich die größte Größe hier. Aber wir gucken mal.
Maria: „Nach welcher Größe gucken wir?“
Tanja: „Vielleicht gucken wir nach 44? Ich habe keine Ahnung.“
Maria: „44 ist okay, für Nach-OP.“
Maria: „Ich würde mir wünschen, dass sie die die OP der Bauchdecken-Straffung jetzt gut übersteht und das die Heilung auch zügig vorangeht. Also A damit sie schnell wieder fit und auf den Beinen ist und damit wir auch schnell wieder zum Sport können und dann vielleicht auch irgendwann die große Shoppingrunde starten können, mit ganz vielen neuen Klamotten, weil die alten jetzt alle zu groß werden.“
Maria: „Jetzt bin ich aber gespannt.“
Tanja: „Aber echt jetzt, so schön, oh mein Gott.“
Maria: „Wow.“
Tanja: “Und Größe 44, aber hier guck, das, was ich gesagt habe. Das ist so im Weg. Und es hat zwar Taschen, also ja – immer gerade stehen und so, wäre schön. Aber das sieht man einfach. Aber trotzdem ist es eine wunderschöne Farbe.“
Maria: „Aber es ist greifbar, jetzt mal ernsthaft.“
Tanja: „Erstes Mal ohne Shapewear.“
Maria: „Ist jetzt ohne?“
Tanja: „Mhm. Nur meine Strumpfhose unten und ein Schlübbi.“
Maria: „Hättest du das gedacht, dass du heute hier in der Kleidergröße 44 stehst und die schon fast wie angegossen sitzt?“
Tanja: „Nee, garantiert nicht. Hätte mir das jemand vor zweieinhalb Jahren gesagt, auf keinen Fall.“
Aber noch passt das Kleid nicht perfekt. Ein Schritt fehlt noch auf Tanjas Reise zum neuen Körper. Es geht nach Darmstadt. Hier in der Rosenpark-Klinik erwartet Dr. Daniel Rüger seine Patientin. Zwei Eingriffe sind geplant. Eine Fettabsaugung und eine Hautstraffung.
Dr. Daniel Rüger: „So, das kommt alles weg. Das nehmen wir alles schon mal weg und lassen das hier schön auslaufen.“
Bei der Fettabsaugung wird Tanja an den Behandlungsbereichen lokal betäubt und das Fett gezielt entfernt.
Dr. Daniel Rüger: „Bei der Fettabsaugung, das ist besonders wichtig, dass wir das vor der Bauchdeckenstraffung machen. Zusätzlich, dass wir sehr, sehr viel Haut schon zur Verfügung haben. Wir wollen natürlich maximal viel entfernen, dass dann nichts mehr übrig ist. Und durch diese Fettabsaugung kann ich das Gewebe schon mal ausdünnen, ohne dass ich wirklich auch Durchblutung chirurgisch durchschneiden muss, sondern kann wirklich aus dem Gewebe-Verband Fettzellen herauslösen. Und dadurch ist einfach auch der Oberbauch – aus dem wollen wir den gesamten Bauch neu formen, dann einfach viel dehnbarer und wir können viel, viel weiter nach unten mobilisieren.“
Wie erleichtert bist du jetzt, dass der erste Schritt erledigt ist?
Tanja: „Schon sehr, also ich glaube, man kann das nicht verstehen, wenn man so viel nicht abgenommen hat und in so einem Körper halt immer noch so ein bisschen steckt. Aber ich bin ganz glücklich, jetzt muss ich weinen.“
Tanja überkommen die Emotionen. 40 Jahre lang hat sie mit diesem Körper gelebt. 200 Kilo. Nicht nur eine Belastung für Gelenke Rücken, sondern auch für ihre Seele, ihre Psyche. Aber das will sie nun hinter sich lassen.
Dr. Daniel Rüger: „So, OP ist vorbei. Zweieinhalb Stunden operiert. Das ging eigentlich von der Zeit her ganz gut. War nicht ganz einfach, aber es ist sehr, sehr schön geworden. Also wir haben tatsächlich 5,8 Kilo noch mal Bauch und Haut entfernt. Also das hat sich wirklich ordentlich gelohnt.“
Am nächsten Morgen ist dann auch Tanja wieder ansprechbar.
Dr. Daniel Rüger: „So, dann machen wir das hier vorsichtig auf. Kann sein, dass dadurch, dass der Druck jetzt wegkommt, das ein bisschen unangenehm ist.“
Tanja: „Ich finde das ganz gut, erleichternd dann auch.“
Dr. Daniel Rüger: „Aber so sieht erstmal wirklich alles sehr schön aus. Darfst mal runterschauen.“
Tanja: „Krass.“
Dr. Daniel Rüger: „Bauch ist fort.“
Tanja: „Heftig einfach.“
Dr. Daniel Rüger: „Deshalb, also wirklich alles sehr, sehr gut.“
Tanja: „Alles weg.“
Dr. Daniel Rüger: „Alles, alles, alles weg.“
Tanja: „Krass, wie hart sich das anfühlt – so straff und heftig.“
Tanja: „Ich weiß gar nicht. Dass ist so noch ein bisschen wie ein Fremdkörper, weil ich denke, wo ist denn das alles hin? Normalerweise war das ja hier alles so überlappend und jetzt ist halt so ein Gefühl von: Das ist irgendwie noch gar nicht so meins. Aber bin ich ja. Und ich gucke so runter und denke so: okay, krass einfach. Und ich habe gestern ja auch im OP habe ich dann ja auch noch den Bauchlappen gesehen und dachte – kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass das alles an mir dran war. Und das ist jetzt auch alles weg. Ist also echt wie so ein neuer Lebensabschnitt einfach, für den Körper auch, ja.“
Sieben Wochen später schickt uns Tanja diese Videobotschaft.
Tanja: „Können wir bitte mal festhalten, wie ich aussehe? Oh mein Gott, Leute, ich kann es nicht glauben. Das allererste Mal, seit ich glaube über 20 Jahren, trage ich eine Größe 44. Mein Bauch, schaut mal! Oh, mein Gott. Wenn ich mir die Vorher-Fotos angucke, dann sehe ich einfach noch, wie viel das trotz so massivem Gewichtsverlust einfach mit mir gemacht hat, diesen Bauch noch vor mir zu haben. Und jetzt ist da einfach nichts mehr. Da ist kein Bauch. Jetzt sind wir bei 100, minus 100 Kilo. Ich merke halt einfach auch, dass es langsam auch bei mir ankommt.“
