Natascha weiß nicht weiter, sie ist alleinerziehende Mutter und auf ihr Auto angewiesen. Das ist jetzt aber durch den TÜV gefallen und kaputt. Bei der 27-Jährigen und ihren Töchtern kommt gerade einiges zusammen.
„Meine kleine Tochter geht zum Logopäden, um das Sprechen besser zu üben, bis sie in die Schule kommt. Meine große Tochter geht zusätzlich noch zu einem Kinderpsychologen.“ Und auch Mama Natascha muss Termine wahrnehmen, für die sie ihr Auto braucht. „Und ich gehe auch regelmäßig ins Krankenhaus. Da ich mich behandeln lassen muss wegen einer Krankheit, die ich habe.“
Nach einem Tumor im Unterbauch muss Natascha weiterhin regelmäßig ins Krankenhaus. Ohne Auto kann die kleine Familie all das nicht bewältigen. Aber die Reparatur ist teuer. Natascha braucht Hilfe. Zufällig stößt sie auf das Projekt „Werkstatt mit Herz“.
„Das habe ich auf Facebook gefunden und da wird angeboten, einfach Senioren oder auch Alleinerziehenden, die jetzt zum Beispiel eben mit diesen Einschränkungen, wie ich jetzt zum Beispiel auch, finanziell zu kämpfen haben und aber auf ihr Auto im Alltag angewiesen sind, ihr Auto reparieren lassen können.“
Deshalb ist Natascha heute in der Werkstatt von Adrian Heckerott nahe Mannheim. Adrian leitet das Projekt – und war von Nataschas Geschichte sofort berührt. „Man sieht immer wieder, wie schwer es manche Leute haben, und da möchte man ihnen einfach helfen. Dafür muss man das dementsprechende Herz haben. Wer es nicht hat, macht es auch nicht.“
Seit einem Jahr finanziert sich das Projekt durch Spenden. „Wir haben Autos gespendet bekommen. Wir haben Geldbeträge gespendet bekommen.“ Von denen nun auch Nataschas Auto repariert wird. „Zum einen haben wir die Bremsleitungen hinten, die leicht verrostet sind und die Feststellbremse hat eine ungleichmäßige Wirkung, die nicht genügt. Und das haben wir gerade festgestellt. So, da müssen wir jetzt dran“, so der 25-Jährige.
Die Bremsschläuche werden ausgetauscht, zusätzlich gibt es einen Ölwechsel. Für dieses Herzensprojekt machen Adrians Mitarbeiter sogar Überstunden – und inzwischen werden auch andere Werkstätten aufmerksam. „Ich möchte daraus ein Partnernetz machen, dass ich überall, wo Leute Hilfe brauchen, wirklich eine Werkstatt habe. Am besten deutschlandweit.“ Und Natashas Beispiel zeigt, wie wichtig diese Hilfe ist.