Bis Ende März 2022

Corona-Hilfen verlängert - jetzt auch für Advents- und Weihnachtsmärkte

19. November 2021 - 10:14 Uhr

Wirtschaftshilfen für besonders belastete Unternehmen in der Corona-Krise

Bund und Länder planen Wirtschaftshilfen auch für Advents- und Weihnachtsmärkte, die von Corona-Schutzmaßnahmen in den nächsten Wochen besonders stark betroffen sein dürften. Das geht aus den Beschlüssen von Bund und Ländern zur aktuellen Corona-Lage hervor. Die Wirtschaftshilfen für besonders belastete Unternehmen in der Corona-Krise wurden außerdem verlängert.

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Auch Corona-Regelungen zur Kurzarbeit und Neustarthilfe für Soloselbständige verlängert

Der Bund verlängert die bisher bis Jahresende befristete Überbrückungshilfe III Plus bis Ende März 2022. Verlängert werden sollen auch Regelungen zur Kurzarbeit sowie die Neustarthilfe für Soloselbständige.

Der Bund will außerdem gemeinsam mit den Ländern weitere Maßnahmen zur Unterstützung der von Corona-Schutzmaßnahmen besonders betroffenen Advents- und Weihnachtsmärkte entwickeln. Für betroffene Unternehmen des Handels bestehe weiterhin die Möglichkeit, aufgrund von Maßnahmen nicht verkäufliche Saisonware im Rahmen der Überbrückungshilfe III Plus zu berücksichtigen. Außerdem unterstützten die Regierungschefinnen und -chefs der Länder die fortgesetzte Gewährung eines Entschädigungsanspruchs von Eltern, die pandemiebedingt die Betreuung ihrer Kinder übernehmen.

Vorgesehen ist zudem, Fixkostenhilfen für Unternehmen und Selbstständige um drei Monate bis Ende März 2022 zu verlängern. Gleiches gilt für die Regelungen zur Kurzarbeit, die viele Betriebe in der Corona-Krise genutzt haben.

Tourismusverband: Verlängerung der Corona-Hilfen bitter nötig

Norbert Kunz, der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbands, sagte, die Verlängerung der Hilfen um zunächst drei Monate sei bitter nötig gewesen. "Viele Betriebe haben die Folgen der Pandemie noch längst nicht überstanden und brauchen eigentlich das Geschäft im Advent und um Weihnachten und den Jahreswechsel, um ein finanzielles Polster anzulegen für Zeiten, in denen die touristische Nachfrage traditionell nachlässt. Die vierte Infektionswelle, Stornierungen, Unsicherheiten und Buchungszurückhaltung bei den Gästen haben aber Einbrüche im Wintergeschäft in allen Segmenten zur Folge."

Die milliardenschweren Überbrückungshilfen sind das zentrale Kriseninstrument des Bundes, um die Folgen der Pandemie auf Firmen und Jobs abzufedern. Unterstützt werden nach derzeitigem Stand Unternehmen mit einem coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Vergleichswert ist in der Regel der jeweilige Monat im Vor-Corona-Jahr 2019. Erstattet werden fixe Betriebskosten wie Mieten und Pachten oder Ausgaben für Strom und Versicherungen. Die Förderhöhe ist gestaffelt je nach Höhe des Umsatzeinbruchs. (dpa/reuters/aze)