Herzen können wirklich brechen

Broken-Heart-Syndrom: Wenn Gefühle das Herz krank machen

29. Juli 2019 - 19:12 Uhr

Diagnose: gebrochenes Herz

Die meisten Menschen trifft es mit voller Wucht: wenn eine Beziehung zu Ende geht oder ein geliebter Mensch stirbt, fühlt es sich an, als ob das Herz in tausend Teile zerbricht. Bei manchen Menschen fühlt sich das nicht nur so an! Starke Gefühle können tatsächlich eine schwere Herzkrankheit auslösen.

Gabriele Diederich aus Bremen hat am eigenen Leib erfahren, dass Stress schnell auf die Gesundheit schlagen kann. Wie die Bremerin die Krankheit bemerkt hat und wie es ihr heute geht, sehen Sie im Video.

Ein gebrochenes Herz ähnelt einem Herzinfarkt

Trennungen, Trauer oder auch sehr starke Glückgefühle – emotionaler Stress kann ganz wörtlich zu einem gebrochenen Herzen führen. Zunächst fühlt es sich an wie ein Herzinfarkt: Betroffene klagen über Schmerzen in der Brust oder Atemnot, sogar das Blutbild ähnelt dem bei einem Herzinfarkt. Erst eine genaue Untersuchung zeigt das Broken-Heart-Syndrom.

Stress bringt das Herz aus dem Takt

Ein bis drei Prozent der Patienten mit einem Verdacht auf Herzinfarkt haben das Broken-Heart-Syndrom. Bei der Krankheit pumpt das Herz weniger Blut durch den Körper. Der Herzmuskel ist plötzlich wie gelähmt. 

Frauen erkranken häufiger als Männer

90 Prozent der Betroffenen sind Frauen! Warum es besonders Frauen trifft, wissen die Forscher noch nicht. Die meisten Patienten überstehen das Broken-Heart-Syndrom und werden wieder vollkommen gesund. Wichtig ist nur, dass Betroffene lernen, auf sich Acht zu geben und besser mit Stress umzugehen.