CDU-Parteitag in Gießen vor der Bundestagswahl

Bouffiers Anspruch: 30 Prozent sollten es schon sein

14. Juni 2021 - 17:08 Uhr

"Nicht mit 28 oder 29 Prozent zufrieden sein"

Dieser Wahlkampf wird herausfordernd, sagt Ministerpräsident Volker Bouffier. Seine CDU wolle bei der Bundestagswahl im September nicht nur mitspielen, sondern "klarer Sieger" werden. Ein Ergebnis von "30 plus" müsse drin sein - "und das können wir auch erreichen", schwor der Landesparteichef seine Parteifreunde ein. Wichtig sei, geschlossen aufzutreten und konkrete politische Angebote zu machen, "damit die Menschen wissen, wohin es gehen soll".

Kanzleramtschef Braun wieder Spitzenkandidat der Hessen-CDU

Ein fahrbarer Biergarten in einer Schubkarre: Das Präsent an CDU-Spitzenkandidat Helge Braun soll den Wahlkampf erleichtern.
Ein fahrbarer Biergarten in einer Schubkarre: Das Präsent an CDU-Spitzenkandidat Helge Braun soll den Wahlkampf erleichtern.
© RTL, RTL Hessen, Holger Jorkeq

Auf ihrem Parteitag in Gießen am Samstag haben die CDU-Deligierten Helge Braun als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl gewählt. Pandemiebedingt fiel das Parteitreffen als Landesvertreterversammlung kleiner aus als sonst

Deutschland stehe vor einer "Aufholjagd" nach der Corona-Pandemie sowie vor einer "Modernisierungsaufgabe", sagte der Kanzleramtschef vor rund 100 Delegierten. Die Auswirkungen der Krise für die Wirtschaft müssten ebenso in den Blick genommen werden wie die Folgen für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen. Wichtig sei zudem, die Digitalisierung in den kommenden Jahren "mit zusätzlichem Schwung" zu beleben.

RTL/ntv-Trendbarometer vom 8. Juni 2021: Union unter 30 Prozent

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CDU will sich von Grünen auch inhaltlich absetzen

Auch wenn die Umfragewerte der Grünen aktuell sinken, will die CDU keine Wähler an die Ökopartei verlieren. Daher betonte Volker Bouffier auch die Unterschiede zu seinem hessischen Koalitionspartner: "Wir streben Klimaschutz an, aber nur wenn die Menschen Arbeit haben, wenn sie genug verdienen. Nur dann werden sie die notwendigen Veränderungen auch mitgehen." So warnt der CDU-Mann vor einem "ideologischen Kampf gegen das Auto" und warb zugleich für einen "Klimawohlstand".

(dpa/bho)

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