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Diese Apps versprechen, beim Sparen und Geld anlegen zu helfen

Aktien per App - so einfach soll Geld sparen heute sein

07. April 2021 - 13:21 Uhr

Junge Menschen sparen per App

Das eigene Geld auf dem Sparbuch liegen lassen, mag einfach und komfortabel klingen. Doch bringen tut es nichts, weil es keine Zinsen mehr gibt. Wer sein Geld vermehren will, kommt auf lange Sicht nicht um den Finanzmarkt herum. Und das merken auch immer mehr junge Menschen! Der Anteil der Anleger bis 25 Jahre ist während der Corona-Pandemie auf 39 Prozent gestiegen. Das Mittel der Wahl vieler Neu-Anleger sind spezielle Apps. Wir zeigen Ihnen im Video eine Checkliste für Broker-Apps.

Immer mehr Anbieter

Die Anbieter von Broker-Apps sprießen wie Pilze aus dem Boden und schalten fleißig Werbung in sozialen Medien. Sogenannte Neo-Broker versprechen den Weg in den Finanzmarkt möglichst einfach zu machen. Zu den beliebtesten Anbietern gehören Trade Republic oder auch Justtrade. Aber es gibt noch mehr Apps, die nicht nur das Aktien oder Fonds im Programm haben, sondern auch dabei helfen, nebenbei Geld zu sparen.

Apps als einfacher Weg zur Aktie

Grundsätzlich gilt bei allen Apps: Am Anfang steht die Registrierung. Dafür braucht es eine Email-Adresse, Passwort und in der Regel müssen sich Nutzer über das Video-Ident-Verfahren ausweisen. Heißt: Die App-Betreiber wollen wissen, ob ihre Kunden auch wirklich die sind, für die sie sich ausgeben. Deswegen muss per Video-Chat der Ausweis in die Kamera gehalten werden. nach erfolgreicher Registrierung kann es dann aber auch schon losgehen. Die Auswahl an Apps ist dabei groß: Sie heißen Justtrade, Trade Republic oder Rubarb und bieten unterschiedliche Leistungen.

Einkaufen und nebenbei Geld sparen

Einfach aufrunden und Geld sparen. Das ist zum Beispiel das Motto von Rubarb. Nutzer können ihr Bankkonto oder auch ihre Paypal-Verbindung mit der App verknüpfen und beim Einkaufen aufrunden. Wer beispielsweise drei Brötchen für 79 Cent kauft, rundet auf einen Euro auf. Die Differenz, also 21 Cent, wird dann automatisch gespart. "Wir haben festegestellt, dass die meisten Lösungen am Markt einfach für – böse gesagt – reiche alte weiße Männer gebaut sind. Und das fanden wir unfair", erzählt Rubarb-Gründer Fabian Scholz im RTL-Interview. Deswegen können Nutzer mit der App nicht nur sparen, sondern auch in den Finanzmarkt investieren. Allerdings gibt es keine Aktien zu kaufen, sondern ausschließlich ETFs.

ETFs sind eine Kopie zum Beispiel eines Aktienfonds. Sie bilden also eine Art Warenkorb unterschiedlicher Wertpapiere ab. Das Geld wird also breit gestreut und das vermindert das Risiko bei der Anlage.

Apps sind günstiger, aber Achtung!

Bei Rubarb können Nutzer sich zwischen drei ETFs entscheiden. Andere Apps haben ein größeres Angebot. Trade Republic bietet seinen Kunden die Auswahl zwischen Aktien, ETFs und anderen noch spezielleren Finanzprodukten. Das ist auch bei Justtrade der Fall. Allerdings ist es wichtig genau hinzuschauen! Während Justtrade verlangt, dass mindestens 500 Euro eingezahlt werden, kann bei Trade Republic für nur einen Euro Geld in Aktien investiert werden.

Broker-Apps sind insgesamt günstiger als die klassische Bank-Konkurrenz. Bei Banken und Sparkassen kann es schon mal zehn oder sogar 50 Euro kosten, Aktien oder ETFs zu kaufen. Broker Apps dagegen bieten den Service häufig kostenlos oder für eine geringe Gebühr von zum Beispiel einem Euro an.

"Hin und Her macht Taschen leer"

Auch Finanzexperten wie Herman-Josef Tenhagen finden Broker-Apps grundsätzlich gut. Vor allem für Menschen, die ihre Finanzen mit dem Smartphone im Blick behalten wollen, seien Neobroker gut. Außerdem sind sie günstiger: "Wir wollen ja gerne, dass die Leute mehr Wertpapiere kaufen. Deswegen ist es sinnvoll, dass möglichst preiswert zu machen", so der Chefredakteur der Zeitschrift Finanztip.

Er weist aber auch darauf hin, dass die Apps nicht zum Zocken da sind. Nur weil es einfacher wird Geld in Aktien zu stecken, dürfe das nicht zum Spekulieren verführen. Auch bei Broker-Apps gelte: "Hin und Her macht Taschen leer", so Tenhagen im RTL-Interview. Denn egal ob mit App oder klassisch bei der Bank: Langfristig Geld anlegen bringt den meisten Gewinn.

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