Wer schon einmal versucht hat, für eine Reise nach Laos oder Georgien eine brauchbare Lern-App zu finden, kennt das Problem: Die großen Namen der Branche hören meist bei Spanisch, Italienisch oder vielleicht noch Japanisch auf. Ling geht den umgekehrten Weg. Statt sich auf ein paar Weltsprachen zu konzentrieren, hat sich die App aus Thailand auf genau die Sprachen spezialisiert, die sonst kaum jemand anbietet – von Khmer über Mongolisch bis Georgisch. Ob dahinter mehr steckt als eine clevere Nischenstrategie, klärt dieser Test.
Ling auf einen Blick
- Konzept: Gamifizierte Lern-App mit Chatbot-Dialogen und Schreibtraining, spezialisiert auf seltene und asiatische Sprachen.
- Sprachen: Über 70 Sprachen – alle in jedem Abo enthalten, kein Aufpreis pro Einzelsprache.
- Preise: Monatsabo 19,99 €/Monat · Halbjahresabo 11,67 €/Monat · Jahresabo 8,33 €/Monat, kein Lifetime-Zugang.
- Ideal für: Einsteiger und Reisende, die eine exotische oder asiatische Sprache jenseits des Mainstreams entdecken wollen.
- Stärke: Riesige Sprachauswahl inklusive echter Exoten wie Khmer, Tatarisch oder Pangasinan – plus eigenes Schreibtraining für fremde Schriftsysteme.
- Schwäche: Ab Niveau B2 fehlt es an Tiefe – für ernsthaftes Grammatiktraining oder ein Zertifikat brauchst du eine andere Plattform.
Wie funktioniert Ling?
Hinter Ling steckt Simya Solutions, ein 2017 in Chiang Mai gegründetes EdTech-Unternehmen, das mit über 100 Mitarbeitenden – darunter Linguisten und Muttersprachler – gezielt eine Lücke im Markt besetzt hat: Sprachen, für die es sonst kaum ernstzunehmende digitale Lernangebote gibt. Über 10 Millionen Downloads im Google Play Store zeigen, dass die Rechnung aufgeht, auch wenn der europäische Markt für die App noch vergleichsweise neu ist.
Statt eines klassischen Grammatik-Lehrplans arbeitet Ling mit kurzen, thematisch sortierten Einheiten – vom ersten Smalltalk bis zur Wegbeschreibung. Jede Lektion dauert 5 bis 15 Minuten und kombiniert Bild-Wort-Zuordnungen, Hörverständnis und einfache Satzbau-Übungen mit einem Spaced-Repetition-System, das dir Vokabeln kurz vor dem Vergessen erneut vorlegt. Das Grundprinzip ähnelt dem von Duolingo, nur mit einem entscheidenden Unterschied: der Sprachauswahl.

Das eigentliche Herzstück jeder Lektion ist der simulierte Chatbot-Dialog: Du sprichst deine Antworten laut ein, während die Spracherkennung deine Aussprache in Echtzeit bewertet. Bei Sprachen mit eigenem Schriftsystem – Thai, Koreanisch, Georgisch, Hindi oder Japanisch – kommt zusätzlich ein Schreibtrainer zum Einsatz, in dem du Zeichen mit dem Finger nachzeichnest und sofort Feedback zu Strichfolge und Proportionen bekommst.
Die Gamification bleibt dabei bewusst zurückhaltend: Punkte, ein Streak-Zähler für Lerntage in Folge und ein Fortschrittsbalken pro Sprache – aber keine Ranglisten und keine direkten Nutzer-Duelle wie bei manchen Wettbewerbern. Zwischen den Lektionen streut die App gelegentlich kulturelle Kurzhinweise ein, etwa zur passenden Anrede in Thailand. Nett gemeint, aber zu unregelmäßig, um als eigenständiges Kulturprogramm durchzugehen.
Für wen ist Ling geeignet?
Ling spielt seine Stärken dort aus, wo andere Apps kapitulieren: bei Sprachen, für die es schlicht kaum Alternativen gibt. Wer Khmer, Georgisch oder Tagalog lernen will, findet hier ein durchdachtes Werkzeug – bei Babbel, Mondly oder Duolingo würdest du vergeblich danach suchen. Der Kompromiss dabei: Ling opfert etwas didaktische Tiefe zugunsten der enormen Sprachbreite.
| ✅ Ling passt gut zu: | ❌ Ling passt weniger zu: |
|---|---|
| Nischen-Sprachenlernern: Wer Khmer, Laotisch, Nepali oder Urdu lernen möchte, hat kaum seriöse Alternativen – Ling füllt diese Lücke am zuverlässigsten. | Fortgeschrittenen ab B2: Die Lektionen enden bei solidem A2, maximal B1. Für mehr Tiefe brauchst du Plattformen mit echten Lehrkräften wie Lingoda oder Preply. |
| Asien-Reisenden und Expats: Für südostasiatische Sprachen ist Ling aktuell die umfangreichste App-Option auf dem Markt. | Zertifikatsjägern: Ling stellt keine offiziell anerkannten Sprachzertifikate aus – wer ein GER-Zeugnis für Job oder Studium braucht, ist bei Lingoda besser aufgehoben. |
| Absoluten Anfängern (A0–A1): Der spielerische Aufbau mit Bildern, Audio und Mini-Übungen macht den Einstieg auch ohne Vorkenntnisse leicht. | Grammatik-Perfektionisten: Wer systematische Regelerklärungen erwartet, ist bei Babbel oder Busuu klar besser bedient. |
| Neugierigen Sprachsammlern: Alle 70+ Sprachen sind im selben Abo enthalten – ideal, um in mehrere Sprachen gleichzeitig reinzuschnuppern. | |
| Pendlern und Kurzlernern: Lektionen von 5 bis 15 Minuten lassen sich gut in den Alltag einbauen. |
Erfolgschancen und Wirksamkeit bei Ling
Didaktisch stützt sich Ling auf eine Kombination aus kontextbasiertem Lernen, Spaced Repetition und moderater Gamification. Eine typische Lektion beginnt mit fünf bis acht neuen Vokabeln, illustriert durch Bilder und Muttersprachler-Audio. Danach folgen Zuordnungsübungen per Drag-and-Drop, einfache Satzbildung und – bei nicht-lateinischen Schriftsystemen – eine handschriftliche Übung. Den Abschluss bildet der Chatbot-Dialog, gefolgt von einem kurzen Quiz zur Wiederholung.
Realistisch bringt dich konsequentes Üben auf ein solides Niveau A2, bei den populäreren Ling-Sprachen wie Thai, Koreanisch oder Vietnamesisch mit etwas Geduld auch auf B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen. Für sehr seltene Sprachen wie Pangasinan oder Sindhi bleibt es meist bei A1 bis A2, weil hier weniger Lektionen und teils maschinelleres Audio zur Verfügung stehen. Freies Sprechen, Aufsätze oder ein tieferes Grammatikverständnis liefert die App bewusst nicht – dafür fehlt sowohl das didaktische Konzept als auch der Kontakt zu echten Lehrkräften.
Besonders gut funktioniert dabei das Schriftsystem-Training: Wer das thailändische oder georgische Alphabet lernen will, profitiert spürbar von den handschriftlichen Zeichenübungen auf dem Touchscreen. Schwächer ist dagegen die Grammatikvermittlung – Regeln werden selten explizit erklärt, sondern sollen intuitiv erfasst werden. Das funktioniert bei einfachen Satzstrukturen gut, stößt aber bei komplexeren Fällen wie der koreanischen Höflichkeitssprache oder den Tonhöhen im Vietnamesischen an Grenzen.
Was kostet Ling?
Ling arbeitet mit einem klassischen Freemium-Modell: Die Grundfunktionen sind kostenlos, für den vollen Zugriff brauchst du ein Premium-Abo. Ein klarer Pluspunkt gegenüber vielen Wettbewerbern: Alle 70+ Sprachen stecken in jedem Tarif – du zahlst nicht pro Einzelsprache extra.
⚠️ App-Store-Aufschlag beachten: Buchst du dein Abo direkt im Apple App Store oder bei Google Play, verlangt Ling dafür 19 bis 30 Prozent mehr – die Store-Provision wird an dich weitergereicht. Registriere dich stattdessen im Browser auf der Ling-Website und melde dich anschließend mit denselben Zugangsdaten in der App an, dann sparst du bares Geld.
| Laufzeit | Preis pro Monat | Gesamtkosten | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Monatsabo | 19,99 € | 19,99 € | Nur zum Reinschnuppern – auf Dauer zu teuer |
| Halbjahresabo | 11,67 € | 69,99 € | ✅ Solides Preis-Leistungs-Verhältnis |
| Jahresabo | 8,33 € | 99,99 € | Günstigster Monatspreis, wenn du dranbleibst |
Kann man Ling kostenlos nutzen?
Ja, allerdings mit spürbaren Einschränkungen. In der Gratis-Version hast du Zugriff auf die erste Einheit jeder Sprache – in der Regel drei bis fünf Lektionen. Das reicht, um Aufbau, Chatbot-Prinzip und Aussprachetraining kennenzulernen, danach ist Schluss: Weitere Lektionen, der Chatbot und die Wiederholungsfunktionen bleiben Premium-Nutzern vorbehalten. Eine klassische Geld-zurück-Garantie bietet Ling nicht, über den jeweiligen App Store lässt sich innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist aber stornieren.
Das bringt dir das Premium-Abo
- Zugang zu allen 70+ Sprachen – ohne Aufpreis
- Alle Lektionen und Einheiten – über 200 Lektionen pro Sprache
- Chatbot-Dialoge mit KI-gestützter Spracherkennung
- Spaced-Repetition-Wiederholungen fürs Vokabeltraining
- Handschriftliche Schreibübungen für nicht-lateinische Alphabete
- Offline-Modus: Lektionen herunterladen und ohne Internet lernen
- Werbefreie Nutzung
Zahlungsmethoden bei Ling
- ✓ Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express)
- ✓ PayPal
- ✓ Apple Pay (bei Kauf über iOS)
- ✓ Google Pay (bei Kauf über Android)
Alle Abos verlängern sich automatisch, sofern du nicht rechtzeitig kündigst – mehr dazu weiter unten im Abschnitt zur Kündigung. Für Nischen-Sprachen ist das Jahresabo dabei ein fairer Deal: 8,33 Euro im Monat für über 70 Sprachen inklusive. Willst du nur eine europäische Mainstream-Sprache lernen, bekommst du bei Mondly oder Babbel für ähnliches Geld mehr didaktische Tiefe.
Ling Erfahrungen und Kritik
| ✅ Vorteile | ❌ Nachteile |
|---|---|
| Über 70 Sprachen – darunter extrem seltene wie Khmer, Laotisch, Sindhi oder Tatarisch | Maximal A2–B1-Niveau erreichbar – für Fortgeschrittene zu oberflächlich |
| Starkes Schriftsystem-Training – Handschrift-Übungen für Thai, Koreanisch, Georgisch & Co. | Grammatik wird kaum erklärt – Regeln sollen intuitiv erfasst werden |
| Chatbot-Dialoge mit Spracherkennung simulieren erste echte Gespräche | Kein Community-Feature – kein Forum, kein Tandem-Partner, keine sozialen Funktionen |
| Alle Sprachen im Abo inklusive – kein Aufpreis für einzelne Sprachen | Qualitätsunterschiede zwischen Sprachen – Mainstream-Sprachen besser ausgebaut als echte Exoten |
| Offline-Modus – Lektionen lassen sich herunterladen | Keine offiziellen Zertifikate – kein Nachweis für Arbeitgeber oder Hochschulen |
| Kurze Lektionen (5–15 Minuten) – ideal für unterwegs | Spracherkennung nicht immer zuverlässig – bei Tonsprachen wie Thai oder Vietnamesisch schwankt die Genauigkeit |
Was Nutzer über Ling berichten
Die Bewertungen für Ling fallen je nach Plattform unterschiedlich aus. Im Apple App Store steht die App bei rund 4,5 von 5 Sternen, im Google Play Store bei 4,4 von 5. Auf Trustpilot sieht das Bild durchwachsener aus – hier liegt die Bewertung nur bei etwa 3,4 von 5. Diese Diskrepanz erklärt sich vor allem durch Kritik an der automatischen Abo-Verlängerung und an einem teils zähen Kündigungsprozess über die Website, ein Problem, das in den App Stores seltener auftritt, weil Apple und Google die Kündigung direkt selbst abwickeln.
💬 „Für Thailändisch habe ich sonst nichts Vergleichbares gefunden. Besonders die Schreibübungen auf dem Bildschirm helfen – nach ein paar Wochen konnte ich das Alphabet einigermaßen sicher lesen.“ – Nutzerstimme aus dem App Store
💬 „Macht Spaß und sieht hübsch aus, aber irgendwann wiederholen sich die Übungstypen. Für eine große Sprache wie Spanisch gibt es tiefergehende Optionen.“ – Nutzerstimme aus dem Play Store
💬 „Die Kündigung hat mich zwei Anläufe gekostet. Erst nach der zweiten Mail wurde das Abo tatsächlich gestoppt.“ – Bewertung auf Trustpilot
💬 „Perfekt als Ergänzung zu meinem Tandem-Partner. Allein dass es überhaupt eine App für Georgisch gibt, ist für mich schon ein Gewinn.“ – Nutzerstimme aus dem App Store
Erfahrungen von Sprach-Einsteigern
Für absolute Anfänger ist Ling ein solider Einstieg. Jede Sprache startet bei null – mit Grundvokabeln wie Begrüßungen, Zahlen und Alltagsphrasen. Die Kombination aus Bildern, Audio und Wiederholungen macht den Start niedrigschwellig, selbst wenn du noch nie ein Wort Thai oder Ungarisch gehört hast. Besonders gelungen: Bei Sprachen mit eigenem Schriftsystem führt dich Ling Schritt für Schritt an die Zeichen heran, statt dich direkt mit lateinischer Umschrift abzuspeisen.
Die Herausforderung liegt im Mangel an expliziten Erklärungen: Warum eine Konstruktion im Koreanischen so und nicht anders funktioniert, beantwortet die App selten. Wer verstehen will, warum eine Sprache tickt, wie sie tickt, kann frustriert werden. Wer einfach nachsprechen und einprägen will, ist dagegen gut aufgehoben.
Fazit für Einsteiger: ⭐⭐⭐⭐ (4/5) – hervorragender Zugang zu seltenen Sprachen, beim Grammatikverständnis bleibt Luft nach oben.
Erfahrungen fortgeschrittener Lerner
Hier zeigt sich die größte Schwäche der App. Wer A2 bereits beherrscht und Richtung B1 oder B2 will, stößt schnell an eine Decke. Die Lektionen gewinnen zwar etwas an Komplexität, doch der Schwierigkeitsanstieg verläuft flach. Freitextübungen, Aufsätze oder offene Diskussionen fehlen komplett, und der Wortschatz bleibt weitgehend auf Alltagssituationen beschränkt – Fachvokabular für Beruf oder Studium suchst du vergeblich.
Was trotzdem funktioniert: Die Chatbot-Dialoge bieten wenigstens etwas Gesprächspraxis, und die Wiederholungsfunktion hält bereits gelernte Vokabeln frisch. Als Ergänzung zu einem echten Sprachkurs oder einem Tandem-Partner bleibt Ling auch auf mittlerem Niveau nützlich – als alleiniges Lernwerkzeug reicht es ab hier nicht mehr aus.
Fazit für Fortgeschrittene: ⭐⭐ (2/5) – zu wenig Tiefe für alles jenseits von A2.
Erfahrungen von Vielsprachenlernern
Für Polyglott-Fans, die gern in mehrere Sprachen gleichzeitig reinschnuppern, ist Ling dagegen ein kleines Paradies. Alle 70+ Sprachen stehen ohne Aufpreis bereit – morgens Thailändisch, mittags Ungarisch, abends Nepali ist technisch problemlos möglich. Die einheitliche Benutzeroberfläche macht den Wechsel zwischen Sprachen zum Kinderspiel, ganz ohne separate Buchung oder Zusatzkosten.
Die Kehrseite: Bei so vielen Baustellen gleichzeitig bleibt vieles zwangsläufig an der Oberfläche. Wer ernsthaft fünf Sprachen parallel lernen will, verzettelt sich schnell. Für Vielsprachenlerner eignet sich Ling eher als Entdeckungswerkzeug – welche Sprache klingt gut, welche fühlt sich richtig an – denn als Instrument für echten Spracherwerb auf mehreren Fronten zugleich.
Fazit für Vielsprachenlerner: ⭐⭐⭐⭐ (4/5) – unschlagbare Vielfalt zum Reinschnuppern, aber ohne Disziplin droht Beliebigkeit.
Wie seriös ist Ling?
Hinter Ling steht Simya Solutions, ein EdTech-Unternehmen mit Hauptsitz in Chiang Mai, Thailand. Das Team umfasst über 100 Mitarbeitende, darunter Linguisten, Muttersprachler und Entwickler. Simya Solutions ist privat finanziert und hat bislang keine großen Venture-Capital-Runden öffentlich gemacht – anders als etwa das börsennotierte Duolingo oder das von deutschen Investoren gestützte Babbel. Das bedeutet nicht automatisch weniger Seriosität, aber weniger öffentliche Transparenz über die Finanzierung.
Mit über 10 Millionen Downloads im Google Play Store und einer aktiven Community in den sozialen Medien hat sich Ling eine solide Nutzerbasis erarbeitet. 2022 zeichnete Google Play die App als „Best App for Personal Growth“ aus – ein Gütesiegel, das nicht leicht zu bekommen ist. Institutionelle Kooperationen mit Universitäten oder Sprachschulen sind dagegen nicht bekannt; die Stärke liegt klar im B2C-Bereich, bei Einzellernern, die eigenständig auf dem Smartphone üben.
Datenschutz und Sicherheit
- ✓ DSGVO-Konformität: Ling gibt an, die europäische Datenschutz-Grundverordnung einzuhalten – die Datenschutzerklärung ist auf der Website einsehbar.
- ✓ Zahlungssicherheit: Kreditkartendaten werden über SSL-verschlüsselte Verbindungen verarbeitet, bei Käufen über die App Stores gelten zusätzlich die Sicherheitsstandards von Apple bzw. Google.
- ✓ Cloud-Synchronisation: Lernfortschritte werden geräteübergreifend gespeichert und sind nach Login auf jedem Gerät abrufbar.
- ✗ Drittanbieter-Tracking: Wie bei den meisten Freemium-Apps setzt Ling in der kostenlosen Version Tracking- und Werbe-Cookies ein.
Wie transparent sind die Kosten?
Die Preisstruktur selbst ist klar aufgebaut: drei Abo-Stufen, alle auf der Website nachvollziehbar einsehbar. Weniger transparent kommuniziert wird dagegen, dass dieselben Abos über die App Stores deutlich teurer ausfallen können. Der häufigste Kritikpunkt auf Trustpilot betrifft die automatische Verlängerung und den aus Nutzersicht umständlichen Kündigungsprozess über die Website – mehrere Bewertungen berichten von notwendigen zweiten E-Mails, bis die Kündigung tatsächlich griff.
⚠️ Automatische Verlängerung: Kündige mindestens 24 Stunden vor dem nächsten Abrechnungsdatum. Bei Kauf über den App Store kündigst du direkt in den Abo-Einstellungen deines Geräts, bei Kauf über die Website kontaktierst du den Ling-Support per E-Mail (support@ling-app.com) oder kündigst in den Kontoeinstellungen.
Anmeldung & Profilerstellung
So gelingt die Anmeldung bei Ling
Der Registrierungsprozess ist unkompliziert und dauert in der Regel keine zwei Minuten:
- App herunterladen: Ling im Apple App Store oder bei Google Play suchen und installieren.
- Sprache wählen: Zielsprache aus der Liste von über 70 Sprachen auswählen.
- Konto erstellen: Registrierung per E-Mail, Google- oder Facebook-Account.
- Erste Lektion starten: Ling leitet dich direkt in die erste kostenlose Einheit – ein Einstufungstest entfällt.
- Lernprofil einrichten: optional ein Tagesziel festlegen (5, 10 oder 15 Minuten).
- Benachrichtigungen aktivieren: Push-Erinnerungen helfen, dranzubleiben.
- Premium entscheiden: Nach der ersten Gratis-Einheit fragt dich die App, ob du upgraden möchtest.
Zeitaufwand: unter 2 Minuten – Ling zählt beim Onboarding zu den schnelleren Apps im Vergleich.
So machst du am meisten aus deinem Lernfortschritt
- Tagesziel realistisch setzen: 10 Minuten am Tag reichen aus – Regelmäßigkeit schlägt Marathonsitzungen am Wochenende.
- Erinnerungen aktivieren: Push-Notifications wirken nervig, erhöhen aber die Lernkontinuität messbar.
- Abo über die Website kaufen: spart bis zu 30 Prozent gegenüber dem App-Store-Preis.
- Wiederholungsfunktion nutzen: Schließe abgeschlossene Einheiten nach 2 bis 3 Tagen erneut ab, das verankert Vokabeln langfristig.
- Mehrere Sprachen testen: Nutze die kostenlose Einheit bei 2 bis 3 Sprachen, bevor du dich festlegst.
- Chatbot-Dialoge nicht überspringen: Sie trainieren das Sprachgefühl am effektivsten und sind das Herzstück des Lernansatzes.
Lernmethodik & Features
Wie funktioniert das Lernen bei Ling?
Das Lernkonzept von Ling basiert auf einem Mix aus kontextuellem Lernen, Spaced Repetition und moderater Gamification. Statt einem traditionellen Grammatik-Lehrplan zu folgen, baut die App Sprachkompetenz über thematisch gegliederte Einheiten auf – von „Begrüßungen“ über „Essen bestellen“ bis „Wegbeschreibungen“. Jede Einheit besteht aus mehreren Lektionen à 5 bis 15 Minuten.
So läuft eine typische Lektion ab:
- Vokabel-Einführung: 5 bis 8 neue Wörter, vorgestellt mit Bild und Muttersprachler-Audio.
- Zuordnungs-Übung: Bilder und Wörter per Drag-and-Drop verbinden.
- Satzbildung: Wörter in die richtige Reihenfolge bringen.
- Schreibübung: Bei nicht-lateinischen Alphabeten Zeichen mit dem Finger nachzeichnen.
- Chatbot-Dialog: Simulierte Konversation, Antworten per Spracherkennung oder Tippen.
- Abschluss-Quiz: Multiple-Choice und Lückentexte zur Wiederholung.
Der Fortschritt wird pro Sprache in einem eigenen Dashboard angezeigt: abgeschlossene Einheiten, offene Lektionen und aktueller Wiederholungsbedarf auf einen Blick.
Diese Features stechen besonders hervor
1. KI-Chatbot mit Spracherkennung: Das markanteste Feature der App. In jeder Lektion führst du einen simulierten Dialog – du wählst Antworten aus oder sprichst sie ein, während die Spracherkennung deine Aussprache in Echtzeit bewertet. Kein Ersatz für ein echtes Gegenüber, aber ein Gefühl für Sprachrhythmus und die nötige Überwindung, tatsächlich zu sprechen statt nur zu lesen.
2. Handschriftliche Schreibübungen: Für Sprachen mit eigenem Schriftsystem – Thai, Koreanisch (Hangul), Georgisch, Hindi, Japanisch – bietet Ling Zeichenübungen, bei denen du auf dem Touchscreen nachmalst. Die App zeigt Strichfolge und Proportionen an; ein echter Mehrwert, den kaum ein Wettbewerber in dieser Breite bietet.
3. Offline-Modus: Premium-Nutzer laden Lektionen vorab herunter und lernen ohne Internetverbindung – praktisch für Flugreisen oder Busfahrten ohne stabiles Netz. Heruntergeladene Inhalte synchronisieren sich automatisch, sobald wieder eine Verbindung besteht.
4. Kulturelle Mini-Tipps: Zwischen manchen Lektionen streut Ling kurze kulturelle Hinweise ein, etwa zur passenden Anrede oder Ess-Etikette im jeweiligen Land. Nett, aber zu sporadisch für ein echtes Kulturprogramm.
5. Review-Hub: Eine zentrale Wiederholungsstation, die alle gelernten Vokabeln sammelt und in anpassbaren Intervallen zur Auffrischung vorlegt – nach dem Spaced-Repetition-Prinzip, ähnlich einer digitalen Karteikarten-App, nur direkt in die Lernoberfläche integriert.
Welche Sprachen bietet Ling an?
Ling bietet über 70 Sprachen, mit Deutsch als wählbarer Ausgangssprache. Die Benutzeroberfläche lässt sich vollständig auf Deutsch umstellen, wobei bei manchen selteneren Sprachpaaren Englisch als Brückensprache dient.
Bekannte Sprachen: Englisch, Spanisch, Französisch, Koreanisch, Japanisch, Mandarin, Thailändisch, Vietnamesisch, Arabisch, Türkisch, Portugiesisch, Russisch, Hindi.
Exotische und seltene Sprachen: Khmer, Laotisch, Nepali, Tagalog, Tamilisch, Singhalesisch, Mongolisch, Georgisch, Urdu, Birmanisch, Pangasinan, Cebuano.
Die Qualität schwankt spürbar zwischen den Sprachen: Populäre asiatische Sprachen wie Thai, Koreanisch und Vietnamesisch sind am besten ausgebaut, mit den meisten Lektionen, den saubersten Aufnahmen und der präzisesten Spracherkennung. Mainstream-europäische Sprachen sind solide, erreichen aber nicht die didaktische Tiefe von Babbel oder Busuu. Bei sehr seltenen Sprachen wie Pangasinan oder Sindhi ist das Angebot deutlich eingeschränkter – weniger Lektionen, teils merklich maschinelleres Audio.
Die Ling App
Ling steht als native App für iOS und Android sowie als Web-Version im Browser zur Verfügung. Die mobile App ist dabei klar das Herzstück: Sie bekommt zuerst neue Features, läuft flüssiger und ist für die Touchscreen-Schreibübungen konzipiert.
Vorteile der App:
- Intuitive Benutzeroberfläche mit ansprechenden Illustrationen
- Offline-Modus für Premium-Nutzer
- Schnelle Ladezeiten und flüssige Animationen
- Push-Benachrichtigungen als Lern-Erinnerung
- Touchscreen-Schreibübungen, klar auf dem Smartphone optimiert
Nachteile der App:
- Web-Version deutlich weniger ausgereift als die mobile App
- Kein eigens optimiertes iPad-Layout – das Smartphone-Layout wird lediglich hochskaliert
- Werbung in der kostenlosen Version kann aufdringlich wirken
- Spracherkennung reagiert bei lauter Umgebung unzuverlässiger
App-Store-Bewertungen: iOS rund 4,5 von 5 Sternen, Android rund 4,4 von 5 Sternen – solide Werte im Vergleich zu anderen Sprachlern-Apps.
⚠️ Tipp: Kaufe dein Abo immer über die Ling-Website statt über den App Store. Du sparst bis zu 30 Prozent und hast trotzdem vollen Zugriff in der App – einfach mit demselben Account einloggen.
Ling Schreibtrainer: fremde Schriftsysteme Schritt für Schritt
Während viele Wettbewerber bei nicht-lateinischen Sprachen auf eine lateinische Lautumschrift ausweichen, konfrontiert dich Ling von Anfang an mit dem echten Schriftbild – und begleitet dich dabei mit einem eigenen Übungstool. Bei Thai, Koreanisch, Georgisch, Hindi und Japanisch zeichnest du jedes Zeichen mit dem Finger auf dem Bildschirm nach, während die App Strichfolge, Proportionen und Richtung live überprüft.
Für Lerner, die etwa das koreanische Hangul oder das georgische Alphabet wirklich beherrschen wollen, ist das ein spürbarer Unterschied zu Apps, die reine Umschrift-Systeme anbieten: Du liest Straßenschilder und Speisekarten am Ende tatsächlich im Original, statt dich auf eine Transkription zu verlassen. Der Trainer ersetzt keinen Kalligrafie-Kurs, legt aber ein solides Fundament – vor allem in Kombination mit dem regelmäßigen Wiederholungssystem der App.
Ling im Vergleich
Wie schlägt sich Ling gegen die etablierte Konkurrenz? Hier der direkte Vergleich mit vier Alternativen, die unterschiedliche Lernansätze verfolgen:
| Ling | Duolingo | Babbel | Preply | |
|---|---|---|---|---|
| Preis ab (Jahresabo) | 8,33 €/Monat | kostenlos / ab ca. 7 €/Monat (Super) | 8,99 €/Monat | variabel* |
| Sprachen | 70+ | ca. 40 | 14 | 50+ |
| Lernmethode | Gamifizierte Lektionen + Chatbot | Gamifizierte Lektionen, spielerisch | Strukturierte Kurse mit Grammatikfokus | 1:1-Tutoring (live) |
| Kostenlos nutzbar | Ja (1 Einheit/Sprache) | Ja, dauerhaft mit Werbung | Ja (1 Lektion/Sprache) | Nein** |
| Live-Tutoren | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Schreibtraining für fremde Schriften | Ja, mit Strichfolge-Feedback | Eingeschränkt | Nein | Abhängig vom Tutor |
| Offizielle Zertifikate | Nein | Nein (nur Duolingo English Test separat) | Nein | Nein |
* Preply: Preise hängen vom gewählten Tutor ab, von rund 5 €/Stunde bis über 80 €/Stunde.
** Preply bietet bei ausgewählten Tutoren eine kostenlose Probestunde an.
Gegenüber Duolingo punktet Ling klar bei der Sprachauswahl und beim Schreibtraining, verliert aber beim Preis, wenn du nur eine gängige Sprache lernen willst – Duolingo ist für die meisten Mainstream-Sprachen komplett kostenlos nutzbar. Gegenüber Babbel ist die Rollenverteilung klar: Babbel für didaktische Tiefe bei 14 Sprachen, Ling für Breite bei über 70 Sprachen.
Alternativen zu Ling
Ling ist nicht für jeden die richtige Wahl. Wer eine noch größere Sprachauswahl sucht, lieber mit Serien lernt oder ganz auf Audio setzen will, findet in diesen vier Alternativen starke Optionen:
Ling kündigen: wichtige Hinweise
Alle Ling-Abos verlängern sich automatisch, wenn du nicht rechtzeitig kündigst. Der richtige Kündigungsweg hängt davon ab, wo du das Abo ursprünglich abgeschlossen hast:
1. Kauf über die Ling-Website
- Logge dich auf ling-app.com mit deinem Account ein.
- Gehe zu „Mein Konto“ → „Abonnement“.
- Klicke auf „Abo kündigen“ und folge den Anweisungen.
- Fehlt der Kündigungsbutton: Schreibe eine E-Mail an support@ling-app.com mit Abo-Nummer und dem Betreff „Kündigung“.
- Warte auf eine Bestätigungsmail – erst mit dieser gilt die Kündigung als abgeschlossen.
2. Kauf über iOS (Apple)
- Öffne die Einstellungen auf deinem iPhone oder iPad.
- Tippe ganz oben auf deinen Namen → „Abonnements“.
- Wähle das Ling-Abo aus der Liste.
- Tippe auf „Abo kündigen“ und bestätige.
- Das Abo bleibt bis zum Ende des bereits bezahlten Abrechnungszeitraums aktiv.
3. Kauf über Android (Google Play)
- Öffne den Google Play Store auf deinem Android-Gerät.
- Tippe auf dein Profilbild → „Zahlungen & Abos“ → „Abos“.
- Wähle das Ling-Abo aus.
- Tippe auf „Abo kündigen“ und folge den Anweisungen.
- Du erhältst eine Bestätigungsmail von Google.
⚠️ Account löschen ≠ Abo kündigen: Löschst du nur deinen Ling-Account, läuft das Abo im Hintergrund weiter – du zahlst, ohne Zugriff zu haben. Kündige deshalb immer zuerst das Abo über den passenden Kanal und lösche den Account erst danach, falls überhaupt gewünscht.
Ling im Test: unser Fazit
Für Sprachen, die sonst kaum eine App ernsthaft anbietet, ist Ling schlicht die beste verfügbare Lösung: über 70 Sprachen, ein faires Preismodell ohne Aufpreis pro Sprache und ein Schreibtraining, das bei fremden Schriftsystemen tatsächlich weiterhilft. Wer Thai, Vietnamesisch, Georgisch oder eine ähnlich seltene Sprache entdecken will, bekommt hier ein durchdachtes Einstiegswerkzeug.
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
- Über 70 Sprachen im Abo – alle ohne Aufpreis, inklusive extrem seltener Sprachen
- Stärkstes App-Angebot für asiatische und südostasiatische Sprachen
- Gamifizierter Lernansatz mit Chatbot-Dialogen und Schreibübungen
- Erreichbares Niveau: realistisch A2, bei Flaggschiff-Sprachen bis B1
- Jahresabo ab 8,33 €/Monat – gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Nischen-Lerner
- Grammatik-Erklärungen mangelhaft – intuitives Lernen stößt an Grenzen
- Keine Zertifikate, keine Live-Tutoren, keine Community-Funktionen
Für wen empfehlenswert: für Einsteiger, die eine seltene oder asiatische Sprache entdecken wollen, ist Ling eine klare Empfehlung. Reisende, die sich vor dem Trip Grundkenntnisse in Thai, Vietnamesisch oder Khmer aneignen möchten, treffen ebenfalls die richtige Wahl. Polyglott-Fans, die gern in mehrere Sprachen gleichzeitig reinschnuppern, bekommen nirgends so viel Vielfalt zum kleinen Preis.
Wann sich eine Alternative lohnt: Wer ernsthaft eine europäische Mainstream-Sprache mit Grammatiktiefe lernen, ein Zertifikat erwerben oder mit einer echten Lehrkraft sprechen will, findet bei Babbel, Lingoda oder Preply mehr Substanz. Für alle, die einfach eine ungewöhnliche Sprache ausprobieren möchten, bleibt Ling im Jahresabo für 8,33 Euro im Monat ein cleverer Einstieg – die erste Einheit jeder Sprache lässt sich ohnehin kostenlos testen.
Häufig gestellte Fragen zu Ling
Die App lässt sich kostenlos herunterladen und du bekommst Zugriff auf die erste Einheit jeder Sprache, meist drei bis fünf Lektionen. Weitere Lektionen, der KI-Chatbot und die Wiederholungsfunktionen sind ausschließlich Premium-Nutzern vorbehalten. Eine klassische Geld-zurück-Garantie gibt es nicht, über den App Store lässt sich aber innerhalb der Widerrufsfrist stornieren.
Aktuell über 70 Sprachen – deutlich mehr als Babbel mit 14 oder Mondly mit 41 Sprachen. Besonders stark ist das Angebot bei asiatischen und südostasiatischen Sprachen wie Thailändisch, Khmer, Laotisch, Mongolisch oder Tagalog. Alle Sprachen sind in jedem Abo-Modell ohne Aufpreis enthalten.
Vor allem für Einsteiger und Reisende, die eine seltene oder asiatische Sprache lernen möchten, sowie für Vielsprachenlerner, die gern mehrere Sprachen parallel ausprobieren. Weniger geeignet ist Ling für Fortgeschrittene ab B2-Niveau, da die Inhalte maximal bis A2 oder B1 reichen, und für alle, die ein offiziell anerkanntes Sprachzertifikat benötigen.
Das Jahresabo kostet 99,99 € insgesamt, also 8,33 € pro Monat. Das Monatsabo liegt bei 19,99 €, das Halbjahresabo bei 69,99 € (11,67 € pro Monat). Ein Lifetime-Zugang existiert nicht. Wichtig: Wer über den App Store bucht, zahlt in der Regel 19 bis 30 Prozent mehr als über die Website ling-app.com.
Bei konsequenter Nutzung erreichst du ein solides A2-Niveau, bei den am besten ausgebauten Sprachen wie Thailändisch, Koreanisch oder Vietnamesisch mit Geduld auch B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen. Für Niveaus ab B2 empfehlen sich Plattformen mit echten Lehrkräften wie Preply oder Lingoda.
Weil Apple und Google für In-App-Käufe eine Provision einbehalten, die Ling an dich weiterreicht: Ein Abo aus dem App Store oder bei Google Play kostet dadurch 19 bis 30 Prozent mehr als derselbe Tarif über die Website. Registriere dich stattdessen im Browser auf ling-app.com und melde dich anschließend mit denselben Zugangsdaten in der App an.
Das hängt vom Buchungsweg ab. Bei einem Kauf über die Website wendest du dich per E-Mail an den Ling-Support oder kündigst in den Kontoeinstellungen. Bei Buchung über Apple findest du die Kündigung in den Abo-Einstellungen des iPhones, bei Google Play im Play Store unter „Abos“. Kündige mindestens 24 Stunden vor der automatischen Verlängerung, sonst startet die nächste Abrechnungsperiode.
Nein, das ist ein häufiger Irrtum. Löschst du nur den Account, läuft das Abo im Hintergrund weiter und du zahlst, ohne Zugriff zu haben. Kündige deshalb zuerst das Abo über den passenden Kanal und lösche den Account – falls überhaupt gewünscht – erst danach.
Nein. Ling stellt keine offiziellen Zertifikate wie TELC, DELF oder ein GER-Zeugnis aus. Brauchst du einen Nachweis für Arbeitgeber, Universität oder Visum, führt an einem Anbieter mit Live-Unterricht und Prüfung, etwa Lingoda, kein Weg vorbei.
Beide Apps setzen auf Gamification und kurze Lektionen, unterscheiden sich aber deutlich in der Sprachauswahl: Duolingo konzentriert sich auf gängige Weltsprachen, während Ling mit über 70 Sprachen – darunter viele Nischen wie Khmer, Georgisch oder Nepali – eine einzigartige Breite bietet. Ling legt zudem mehr Wert auf Chatbot-Dialoge und Schreibübungen für nicht-lateinische Alphabete, während Duolingo mit einer größeren Community und stärkerem Wettbewerbs-Element punktet.
Ling wird vom Unternehmen Simya Solutions mit Hauptsitz in Chiang Mai, Thailand, betrieben. Mit über 10 Millionen Downloads im Google Play Store und Bewertungen von rund 4,5 (iOS) sowie 4,4 (Android) gilt die App als etabliert. Auf Trustpilot fällt die Bewertung mit rund 3,4 von 5 durchwachsener aus, vor allem wegen Kritik an der automatischen Abo-Verlängerung und teils langsamen Supportreaktionen bei Website-Käufen.
Ja, Premium-Nutzer können Lektionen vorab herunterladen und anschließend offline lernen – praktisch für Reisen ohne stabiles WLAN, etwa im Flugzeug oder auf Überlandfahrten. Heruntergeladene Inhalte synchronisieren sich automatisch, sobald wieder eine Internetverbindung besteht. In der kostenlosen Version ist der Offline-Modus nicht verfügbar.
