War es ein politischer Angriff?23-Jähriger lebensgefährlich verletzt! Möglicher Tatverdächtiger wieder auf freiem Fuß

Steckt hinter der mutmaßlichen Tat ein politisches Motiv?
Nach dem lebensgefährlichen Angriff auf einen 23-Jährigen in Göttingen steht weiterhin diese Frage im Raum. Der junge Mann, der am Sonntag im Zusammenhang mit dem Fall von der Polizei in Gewahrsam genommen worden war, ist wieder auf freiem Fuß.
Staatsschutz eingeschaltet
Der 23-Jährige war in der Nacht zum Sonntag (21. Juni) gegen 2 Uhr in Göttingen mit einem spitzen Gegenstand angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Ermittler war das Opfer zunächst nicht vernehmungsfähig.
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Die Hintergründe der Tat sind bislang völlig unklar. Fest steht lediglich, dass die Verletzungen so schwer waren, dass die Polizei eine Mordkommission einrichtete. Die Ermittler nehmen die Möglichkeit einer politisch motivierten Tat offenbar ernst: Neben einer Mordkommission wurde auch der Staatsschutz eingeschaltet.
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Verdächtigungen im Internet
Am Sonntag (21. Juni) nahm die Polizei einen jungen Mann im Göttinger Ostviertel in Gewahrsam. Wenig später verbreiteten sich Bilder der Festnahme, Name und Adresse des jungen Mannes in den sozialen Medien. In den Beiträgen wurde ihm vorgeworfen, der rechtsextremen beziehungsweise Neonazi-Szene anzugehören und mit dem Angriff in Verbindung zu stehen. Eine Bestätigung für diese Vorwürfe durch die Ermittlungsbehörden gibt es bislang nicht.
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Wie die Polizei jetzt mitteilt, folgte am späten Sonntagabend dann die überraschende Wende: Die Staatsanwaltschaft Göttingen entschied nach einer Vernehmung und weiteren polizeilichen Maßnahmen, den Mann wieder zu entlassen. Offenbar lag kein ausreichender Tatverdacht vor, der eine weitere Freiheitsentziehung oder einen Haftbefehl gerechtfertigt hätte.
Ob er weiterhin Teil der Ermittlungen ist oder die Vorwürfe gegen ihn sich nicht erhärtet haben, blieb zunächst offen. Außerdem ist ungeklärt,
wer den 23-Jährigen angegriffen hat,
ob mehrere Personen beteiligt waren,
welches Motiv hinter der Tat steckt,
und ob tatsächlich ein politischer Hintergrund vorliegt.
Demonstration gegen mutmaßlich rechte Gewalt
Der Fall hat in Göttingen bereits erhebliche politische Reaktionen ausgelöst. Am Sonntagabend versammelten sich nach Polizeiangaben rund 600 Menschen in der Innenstadt zu einer Demonstration gegen mutmaßlich rechtsextreme Gewalt. Die Kundgebung verlief friedlich.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche

































